Risikomanagement

Was Trader davon abhält, erfolgreich und profitabel zu sein

Eine Kette von Hindernissen steht uns Tradern im Weg, um (mit oder ohne EAs) am Markt erfolgreich und somit profitabel zu sein. Die gute Nachricht dabei: wir können es lernen, uns selbst so zu überprüfen und dann zu lenken, um diese Fallstrick sicher zu umschiffen.

Eine Kette von Hindernissen

Gier (in Form von Erwartungen unrealistisch hohen Renditen - denken wir immer daran, dass selbst die erfolgreichstens Anleger im langfristigen Schnitt nicht mehr als ca. 20% p.a. schaffen)

führt zu

zu hohen Risiken (Im Forex- und CFD-Handel sind unglaublich hohe Hebel möglich, was extrem hohe Drawdown-Chancen und gar Totalverlust-Risiken mit sich bringt - denken wir immer daran, dass selbst die erfolgreichsten Hedgefonds im Schnitt mit einem Hebel von 2 oder maximal 3 arbeiten)

führt zu

unangenehmen Schieflagen (Wir können nicht immer richtig liegen: die Zufallstheorie sagt aus, dass wir 50-50 richtig und falsch liegen. Daher werden wir immer wieder Verlustpositionen erleiden. Diese müssen wir zu managen lernen, indem wir entweder mit strikten Stop-Losses arbeiten oder aber über geringe Hebelung Verluste eine gute Weile lang bis zur gewünschten Erholung aussitzen können. Letzteres ist meiner Erfahrung nach nur zu empfehlen, wenn man die Exit-Strategie nicht am Gewinn oder Verlust der eigenen Position, sondern an objektiven Marktgegebenheiten ausrichtet.)

führt zu

Verdruss und Lähmung (Die menschliche Psyche tendiert dazu, sich von großen, ungenügend gemanagte Schieflagen abzuwenden. Wir verleugnen - zumindest zeitweise uns selbst gegenüber - schnell deren Existenz und setzen damit auf das Prinzip Hoffnung. Wenn wir uns dadurch verdrießen und lähmen lassen, entgehen uns wichtige Chancen, fürs nächste Mal dazuzulernen. Diese sehr menschliche Reaktion lässt sich dadurch in den Griff bekommen, Disziplin in der Exit-Strategie und Wahl der maximalen Positionsgröße einerseits und in der selbst-verpflichteten, objektiven Betrachtung der für die Handelsposition und deren Strategie entscheidenden Marktfaktoren andererseits zu entwickeln. )

führt zu

Rastlosigkeit, die erlittenen Verluste wieder gut machen zu wollen (Erinnern wir uns immer daran: 10% Verlust braucht 11% Gewinn, um wieder auf den Anfangsstand des Kapitals zurück zu klettern. Bei 20% Verlust sind 25% Gewinn notwendig, bei 33% werden 50% nötig und nach 50% Drawdown müssen wir das Kapital wieder verdoppeln - 100% Gewinn - um wieder den Kontostand vor dem großen Verlust oder der Verlustphase herzustellen. Da hilft nur eines: die Verluste von vornherein gering halten, indem wir die Renditeerwartungen und damit die Risiken zurückschrauben.)

führt zu

Zweifel an den eigenen Fähigkeiten (Wenn wir an uns selbst zweifeln, fehlt uns der Mut, nach dem Fall wieder aufzustehen und aus unseren Fehlern zu lernen.)

Die Lösung ist naheliegend:

Die Kette der Tugend

Vernünftige Renditeerwartung

führt zu

Gut steuerbaren Risiken

führt zu

Verkraftbaren Schieflagen

führt zu

Klarem Kopf und ausgeruhtem Schlaf

führt zu

Geduld nach dem Drawdown

führt zu

Selbstvertrauen, das uns erlaubt, von jedem Deal (ob Gewinn oder Verlust) dazuzulernen.

Wir Trader haben die Wahl, ob Sie die Kette von Hindernissen gegen sich oder die Kette der Tugend für sich wirken lassen wollen. Trading Robots (z.B. Expert Advisors für MT4/MT5) geben uns ein wichtiges Werkzeug in die Hand, stringent und systematisch uns in den Zyklus des Erfolgs zu begeben. Das wird uns aller Voraussicht nach nicht auf Anhieb gelingen, aber durch ständiges dazulernen mit der Zeit ermöglichen.

Der Schlüssel zum Erfolg im Trading, ob mit oder ohne EAs, liegt in der Beachtung des ersten Schritts der obigen Ketten: schrauben wir also unsere Gewinnerwartungen von Wunschträumen in die Realität herunter. Dann schlittern wir nicht unkontrolliert in die Kette von Hindernissen, sondern begeben uns auf die Erfolgsschiene der Kette der Tugend.

Ihnen allen wünsche ich nachhaltigen Tradingerfolg
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

Wie man den SL und TP als Faktor einer Range berechnet (und einen EA entsprechend programmiert)

Hier und heute geht es um Range-bezogene Strategien wie zum Beispiel einer Open-Range-Breakout-Strategie oder einer gleitenden Handelsspanne à la Donchian Channel bzw. Turtle Traders. Bei solchen Systemen bietet es sich oftmals an, auf fixe Stop-Loss- und Take-Profit-Abstände in Pips zu verzichten und stattdessen das Kursrisiko und die Kurschance als Vielfaches der gemessenen Range zu definieren.

Wenn z.B. der Kurs aus einer EURUSD-Range zwischen 1,1325 und 1,1355 ausbricht, ist die gemessene Handelsspanne 0,0030 USD pro EUR, was 30 Pips oder, bei 5-stelliger Quotierung, 130 Punkten entspricht. Ein Expert Advisor (EA) für MetaTrader (MT4/MT5), der nun mit 1-facher Range den SL-Abstand setzt, würde bei einem Short den Stop-Loss (SL) 30 Pips über, bei einem Long 30 Pips unter dem jeweiligen Einstandskurs setzen.

Analoge Vorgehensweise beim Take-Profit (TP): wählen wir beispielsweise das 3-fache der Handelsspanne als Kurschance, würde der EA den TP beim Buy 3 x 30 Pips = 90 Pips über dem Einstiegskurs platzieren. Bei einer Sell-Position wäre der TP 0,00900 USD pro EUR unterhalb der Dealeröffnung durchzuführen.

Ich zeige Ihnen im Rest dieses Artikels anhand unseres EA’s mFX-HochTiefAusbruch, der quasi ein Donchian-System, also Ausbrüche aus einer gleitend gemessenen Range im MT4 automatisiert, wie Sie den MQL4-Code eines EA’s von fixen Pips auf Range-Faktoren umprogrammieren können.

Los geht’s!

EA mit Range-Faktoren für SL und TP ausstatten

Wir gehen wie immer Schritt für Schritt vor, damit Sie alles leicht nachvollziehen können. Alle Code-Veränderungen und -Ergänzungen markiere ich mit Fettschrift.

Wichtiger Hinweis: die folgende Vorgehensweise ist eine von vielen Möglichkeiten. Jeder Programmierer hat seine eigene Art und Weise, die Programmiersprache MQL4 so zu verwenden, dass der Expert Advisor am Ende das tut, was er soll.

Schritt 1: EA-Datei unter neuem Namen abspeichern

Wir öffnen die existierende MQ4-Datei mFX-HochTiefAusbruch_v1.50 im MetaEditor. Im Menü Datei wählen wir Speichern Als… und speichern die Datei unter dem neuen Namen mFX-HochTiefAusbruch_v1.60 ab. Damit stellen wir sicher, dass wir jederzeit auf die gut und zuverlässig funktionierende Version v1.50 zurückgreifen können - eine Vorsichtsmaßnahme also.

Schritt 2: Versionsnummer und Erstellungsdatum ändern

Nun ändere ich die Versionsnummer und das Datum, wann ich zuletzt daran gearbeitet habe. Das dient meiner eigenen Dokumentation und unterstützt sozusagen mein Erinnerungsvermögen.

#property version "1.60" //16.11.2018

Das Datum hinter den zwei Schrägstrichen hat dabei keinerlei funktionale Bedeutung für den EA. Denn die beiden zwei Schrägstriche markieren alles folgende in dieser Zeile als Programmierer-Kommentar, welches im Kompilierprozess nicht in Programmcode umgewandelt wird.

Schritt 3: Auswahlliste erstellen

Wir erstellen nun eine Auswahlliste, um zwischen dem bisherigen Pip-basierten und dem neuen Range-Faktor-gestützten Dealmanagement hin und her wechseln zu können. Ich füge folgenden Code direkt vor die Eingabevariablen für TP, SL und Trailing Stop (TS) ein:

enum BASIS_DEALMANAGEMENT
{
PIPS,
RANGE
};

enum definiert immer die darauffolgende Auswahlliste (Enumeration), deren Bestandteile innerhalb der geschwungenen Klammern aufgeführt werden. Diese Auswahlliste können wir nun als Variablenart verwenden, indem wir die Eingabevariable Pips_oder_Range damit definieren und mit dem Standardwert RANGE versehen:

extern BASIS_DEALMANAGEMENT Pips_oder_Range = RANGE;

Beide Code-Bestandteil habe ich vor die TP-/SL-/TS-Eingabevariablen platziert, siehe folgender Screenshot.

Die existierenden Eingabevariablen für TP, SL und TS können wir nun in der EA-Programmierung so verwenden, dass Sie Pips ausdrücken, wenn unter Pips_oder_Range “PIPS” ausgewählt ist. Wenn hingegen “RANGE” ausgewählt ist, wie nun standardmäßig der Fall, werden die Eingaben als Range-Vielfaches ausgelegt.

Schritt 4: Voreinstellungen für Eingabevariablen ändern

Da wir als Standardeinstellung “RANGE” verwenden, ist es ratsam, auch gleich die Standardwerte für TP, SL und TS auf sinnvolle Werte anzupassen. Während beim TP z.B. 55 Pips durchaus Sinn macht, wäre das 55-fache der Range als TP-Abstand hingegen viel zu hoch gegriffen. Daher ändern wir die Voreinstellungen folgendermaßen:

extern double TP = 3;
extern double SL = 1;
extern bool TrailingStopp = false;
extern double TrailingStopp_AktivProfit = 0.1,
TrailingStopp_Abstand = 1,
TrailingStopp_Schritt = 0.01;

Wenn der Nutzer des EA’s mFX-HochTiefAusbruch diese Standards fürs Trading übernimmt, würde der EA folgendermaßen agieren:

  1. TP-Abstand ist das 3-fache der Range, im obigen Beispiel also 3 x 0,0030 USD pro EUR, also 0,0090 Kursgewinn als Ziel.

  2. SL-Abstand ist das 1-fache der Range, im obigen Beispiel wären das 0,0030 Kursrisiko.

  3. Trailing-Stopp ist durch “false” ausgeschaltet. Wenn es aber durch Auswahl von “true” aktiviert würde, wäre es aktiv (TrailingStopp_AktivProfit) ab einem Positionsgewinn von 0,1 x die Range von 0,0030, also ab 0,0003 oder 3 Pips Deal-Gewinn. Der eigentliche Nachzieh-Abstand TrailingStopp ist mit 1 eingestellt, was 0,0030, also die einfache Range, ergibt. Jeder SL-Nachzug muss einen SL-Schritt von mindestens 0,01 der Range ausmachen (TrailingStopp_Schritt), was 0,01 x 0,0030 USD pro EUR, also 0,00003 Kursdifferenz bedeutet.

Schritt 5: Handelsspanne in einer Variable speichern

Jetzt kommen wir dazu, die Handelsspanne zu messen und weiter zu verarbeiten. Im Haupt-Code, der vom EA bei jedem empfangenen Kurstick durchlaufen wird, haben wir schon das gleitende Range-Hoch sowie -Tief ermittelt:

Aus dem Handelsspannen-Hoch RangeUp und dem Range-Tief RangeLo können wir nun die Handelsspannen-Größe errechnen. Dazu fügen

double Range = RangeUp - RangeLo ;

Diese neue Variable Range können wir im nächsten Schritt mit den Dealmanagement-Faktoren multiplizieren.

Schritt 6: Range und Multiplikator zum Dealmanagement verwenden

Wie wir nun die Range-abhängigen SL-, TP- und Trailing-Stop-Abstände berechnen, zeige ich Ihnen am Beispiel des Stop-Losses. Bislang berechnen wir den SL-Kurs, den der EA bei Übermittlung eines Buy-Deals verwendet, durch folgende Code-Zeile:

double SLset = NormalizeDouble ( Ask - ( SL * UsePoint ) , Digits ) ;

Die an dieser Stelle belegen wir die neu eingeführte Variable SLset, die dann in der OrderSend- oder OrderModify-Funktion verwendet werden kann, mit dem SL-Kurs. Dabei hält die Variable UsePoint bei 4- und 5-stelliger Quotierung den Wert 0,0001. Die Funktion NormalizeDouble rundet den Wert auf die Anzahl der Nachkommastellen des Chartsymbols Digits. Im Endeffekt rechnen wir also Ask-Preis minus der Pip-Anzahl, die wir in der Eingabe-Variable SL eingestellt haben.

Nun fügen wir unter diese Zeile den Code hinzu, der den Range-Bezug herstellt:

if ( Pips_oder_Range == RANGE )
SLset = NormalizeDouble ( Ask - ( SL * Range ) , Digits ) ;

Wenn also die Eingabe-Variable Pips_oder_Range durch den Nutzer des EA’s mFX-HochTiefAusbruch mit dem Auswahl-Wert RANGE belegt wurde, wird fast die exakt gleiche Berechnung durchgeführt. Der einzige Unterschied ist, dass die Eingabe-Variable SL nicht mehr mit UsePoint (bei EURUSD also 0,0001), sondern mit der Größe der Handelsspanne Range multipliziert wird.

Die beiden Code-Zeilen des EA’s sehen nun im MetaEditor folgendermaßen aus:

SLset wird also zunächst mit dem Pip-abhängigen SL belegt. Nur wenn RANGE als Dealmanagement-Methode ausgewählt ist, wird die Variable SLset noch entsprechend verändert. Das ist praktisch und robust.

Schritt 7: Wiederholen Sie die Variablenberechnung analog für den Sell-SL sowie für TP und Trailing Stop auf beiden Seiten.

Nun sind Sie an der Reihe, die eben gelernte Lektion sofort und direkt anzuwenden. Zunächst für den SL der Sell-Seite, danach für TP und Trailing Stop für Long und Short. Wie ergeht es Ihnen bei diesem Versuch? Schreiben Sie Ihre Antworten unten in die Kommentare.

Ich hoffe, dass Ihnen dieser Blog-Artikel bei Ihren eigenen Programmier-Bemühungen weiterhilft.

Neue EA Version v1.60 ab sofort verfügbar

Diese neue Dealmanagement-Methode ist ab sofort in der neuen EA-Version v1.60 des mFX-HochTiefAusbruch eingebaut. Alle Informationen zu diesem MT4-EA, der Ausbrüche aus gleitend gemessenen Handelspannen automatisch handelt, inklusive Kaufpreis, Lizenzbedingungen und Sofort-Download finden Sie hier unter folgendem Link: https://www.mindfulfx.de/hochtiefausbruch/

Alles Gute für Ihr Trading wünscht
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA Programmierer

Expert Advisor mFX-EquityWatch so einstellen, dass zuerst alle Deals geschlossen werden und dann erst alle anderen EAs deaktiviert werden

Unser Risiko-Management-EA mFX-EquityWatch, ein Expert Advisor für MT4, ist bislang so ausgelegt, dass bei Erreichen des Equity-Stops-Levels zuerst alle anderen EAs in der laufenden MT4-Instanz entweder blockiert oder gelöscht werden. Erst danach aktiviert sich die Alles-Schließen-Routine, die alle offenen Orders schließt oder löscht.

Das verfolgt das Ziel sicherzustellen, dass die anderen Charts, auf denen eventuell andere EAs arbeiten, nicht sofort wieder neue Deals eröffnen können. Es soll ja bei Erreichen des Equity-Stop-Levels erst mal über die Strategie-Fortsetzung nachgedacht werden. Nur so lässt sich bewusst handeln.

Was aber, wenn Sie auf Ihrem MetaTrader einen Deal-Kopierer-EA laufen haben, der diese Dealschließungen automatisch an andere, abhängige Konten weitergeben muss?

Dann hätten Sie mit obiger Vorgehensweise das Problem, dass der Deal-Kopier-EA deaktiviert ist, bevor er die Dealschließungen kommunizieren kann. In den Worten eines Käufers des EA's mFX-EquityWatch ausgedrückt:

Ich brauche [den EA mFX-] EquityWatch, um alle anderen EAs zu schließen, aber es darf erst nach [Schließung aller offenen Deals] erfolgen. Ich verwende folgendes System: Trades, die vom Quellkonto (Demo) zum Zwischenkonto (Demo) und von dort zum Empfängerkonto (echt) übertragen werden. Das bedeutet, dass auf dem intermediate Account sowohl Receiver-EA als auch Sender-EA [des Deal-Kopierers] bei der Arbeit sind. EquityWatch ist auch auf dem Zwischenkonto. Bei Zwischengeschäften werden einige Trades invertiert, manche Trades werden so weiter übertragen wie sie sind. Die EquityWatch-Aufgabe besteht darin, alle Geschäfte zu schließen, wenn das Eigenkapital des Zwischenkontos ein vordefiniertes Niveau erreicht; sehr wichtig ist, dass die Aktien-Überwachung auch Empfänger- und Sender-EA [deaktiviert], aber eben erst, nachdem alle Geschäfte geschlossen wurden. Ansonsten bleiben auf dem (realen) Konto Handelsgeschäfte offen. Darüber hinaus gibt es einen Alert-Absender-EA auf dem Intermediate-Konto, der ebenfalls geschlossen wird, bevor er eine Warnung zum Abschluss von Geschäften senden könnte.
— Vladimir S., Käufer des EA's mFX-EquityWatch
Zwei neue Eingabevariablen für Risikomanagement EA mFX-EquityWatch

Zwei neue Eingabevariablen für Risikomanagement EA mFX-EquityWatch

Um den EA mFX-EquityWatch auf diese Anforderung zuzuschneidern, gibt es ab sofort eine neue Version dieses unseres Risikomanagement-EA's. Durch dieses Update können Sie den mFX-EquityWatch EA so einstellen, dass zuerst alle Deals geschlossen werden und dann erst (z.B. 3 Sekunden später, selbstverständlich einstellbar) alle anderen EAs deaktiviert werden. Rechts im Bild sehen Sie einen Screenshot der neuen Eingabevariablen zur Steuerung des EA’s.

Hier gibt’s die neue Version im Sofortdownload zu kaufen: https://www.mindfulfx.de/equitywatch-ea/

Falls Sie den EA in den letzten 6 (Variante EX4) bzw. 12 Monaten (Variante MQ4) gekauft haben, finden Sie die neue Programm- bzw. Code-Version unter Ihrem persönlichen Downloadlink wieder, den Sie beim Kauf erhalten haben. Geben Sie mir bitte Bescheid, falls Sie beim Finden des Links oder Herunterladen der Dateien Hilfe benötigen.

Beste Trading-Erfolge und solides Risikomanagement wünscht
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

Multi-Asset-Management mit Gewinnziel-EA

Kürzlich erreichten mich zwei Fragen eines Kunden bezüglich des Risiko- und Gewinnzielmanagements von Deals in mehreren Assets, die gleichzeitig auf einem MetaTrader 4-Konto laufen.

Ich interessiere mich für Ihren EA mFX-GewinnZiel. Dazu eine Frage: kann ich ihn so einstellen, dass alle offenen Positionen bei einem bestimmten Gewinn/Verlust geschlossen werden? Also kann ich z.B. eingeben: alles schließen bei Gewinn von 10 EUR? Oder alles schließen bei Verlust von 10 EUR. Wenn ja, kann ich das auch in Prozent eingeben?
— Kundenfrage vom Juli 2018

Meine Antwort darauf ist kurz und knapp:

Der EA mFX-GewinnZiel schließt alle Positionen bei Gewinn von x EUR oder Prozent, je nachdem, welche Einstellung Sie wählen. Das gleiche gilt für die Verlustseite, separat vom Gewinn einstellbar.

Daraus ergab sich dann eine Folgefrage:

Ich habe Ihren EA gekauft. Wie stelle ich ihn ein, wenn ich offene Positionen verschiedener Underlyings bei einem bestimmten Gesamtgewinn schließen möchte, wie z.B. EUR/USD + DAX + DJ?
— mFX-GewinnZiel EA Käufer

Auch das ist leicht geklärt:

Wenn bei einem Gesamtgewinn aller schwebenden Positionen von z.B. 10 EUR alles realisiert werden soll, nutzen Sie folgende Eingaben:

  1. Klicken Sie unten rechts im Eingabefenster auf "Standard"
  2. Dann geben Sie bei GewinnZiel_inKtoWhrg 10 ein
  3. Filter_ChartSymbol muss auf false eingestellt werden.

Dann wird der EA mFX-GewinnZiel bei 10 EUR Gesamtgewinn aller offenen Positionen in Ihrem MT4-Konto, quer über alle Assets hinweg, alle Deals schließen. Das fertige Eingabefenster sehen Sie rechts.

Viel Erfolg beim Trading wünscht
Ihr Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

Drawdown: zwei Definitionen zum Messen von Expert Advisors

Im letzten Blog Drawdown, Profitfaktor, Rendite und Gewinn: Trading-Ergebnisse unter der Lupe hatten wir feststellen können, dass der Drawdown das meist beachtetste Risikomaß ist, um einen Expert Advisor (EA), also einen Trading Robot für MetaTrader 4 (MT4) und 5 (MT5) einschätzen zu können. Der Drawdown misst, allgemein gesprochen, den maximalen Rücklauf des Kontokapitals, auch Equity genannt. Man kann ihn entweder in Kontowährung oder als Prozentsatz ausdrücken.

Parallel zu diesen beiden Möglichkeiten der Ausdrucksweise gibt es – und das ist meines Erachtens viel wichtiger zu wissen – zwei unterschiedliche Definitionen für den Drawdown eines Kontos oder einer Handelsstrategie. Sie haben beide ihren Stellenwert. Wir als Trader müssen wissen, wann welche Definition verwendet wird:

  1. Drawdown = der maximale Verlust von Equity vom Equity-Höchststand aus gemessen.

  2. Drawdown = der maximale Verlust von Equity vom jeweils aktuellen Kontostand aus gemessen.

Nehmen wir nun beide Ermittlungsvarianten unter die Lupe. Welche Messlatte ist für welchen Zweck geeignet?

Drawdown = der maximale Verlust von Equity vom Equity-Höchststand

Mein bisheriges Verständnis für die Messung des Risikos einer Strategie anhand des maximalen Rücklaufs war dieses: um einen Drawdown zu ermitteln, muss ein EA zu jedem Zeitpunkt oder Kurstick folgende Messung anstellen.

Startkapital
+Summe der realisierten Gewinne
- Summe der realisierten Verluste
+Summe der schwebenden Gewinne
- Summe der schwebenden Verluste
= aktuelles Equity der Strategie bzw. des Kontos.

Aus dieser – sagen wir sekündlichen – Messung merkt sich ein EA den höchsten gemessenen Stand. Sobald in einem Tick ein niedrigeres Equity ermittelt wird, ist ein Drawdown vorhanden. Diesen können wir entweder in Prozent vom Höchststand oder absolut in Kontowährung, also z.B. EUR, ausdrücken. Ein Beispiel:

  1. Wir starten mit 10.000 EUR Kapital auf dem Konto und eröffnen ein EURUSD Buy Geschäft – bzw. ein Expert Advisor tut dies für uns aufgrund eines Handelssignals.

  2. EURUSD tickt nach oben, zum Kontostand von 10.000 EUR kommen nun sagen wir 10 EUR schwebende Gewinne. Unser Equity steht also bei 10.010 EUR. Dies ist der bisherige Höchststand, also merken wir uns diesen Stand als Hochwassermarke.

  3. EURUSD tickt wieder nach unten auf unseren ursprünglichen Einstiegskurs. Der EURUSD Buy Deal ist also 0 EUR Wert. Zuzüglich der 10.000 EUR auf dem Konto beträgt unser Equity also wieder 10.000 EUR.

  4. 10 EUR Drawdown sind seit dem Equity-Maximum entstanden, was ca. 0,0999% von eben dieser Spitze entspricht.

Dieser Ansatz der Drawdown-Messung wird übrigens im Strategietester Ihres MetaTraders verwendet. Wenn Sie im Testbericht nach dem Maß "Drawdown" oder, in deutsch-sprachigen Programmversionen, "Rücklauf" Ausschau halten, werden die Zahlen, die Sie dort finden, nach dieser Messmethode ermittelt worden sein. Ein Beispiel dazu sehen Sie für einen low-risk Backtest unseres MT4-EA's mFX-MAXingPro im folgenden Screenshot.

Der Rücklauf vom maximal erreichten Equitystand ist sehr effektiv, um zum Beispiel einen Trailing Stop auf Kontoebene zu praktizieren. Dabei ziehen Sie – wie bei einem Trailing Stop auf Dealebene – immer dann die Reißleine, wenn der Rücklauf vom besten erreichten Equitystand einen festgelegten Wert erreicht oder überschreitet. Dieser Wert kann, wie schon erwähnt, in Prozent vom Kontokapital-Höchststand oder aber als absoluter Wert in Kontowährung ausgedrückt werden.

Damit stellen Sie jederzeit fest, ob Ihr EA-Setup in der aktuellen Marktphase noch funktioniert oder nicht. Diese Logik habe ich übrigens im Überwachungs-EA mFX-EquityWatch automatisiert und für Sie preisgünstig zum Sofort-Download zur Verfügung gestellt: https://www.mindfulfx.de/equitywatch-ea/.

Der Nachteil dieser Methode zur Messung des Drawdowns ist, dass Kapitaleinzahlungen oder -Abbuchungen keine Berücksichtigung finden, zumindest nicht voll automatisch. Warum?

Dazu setzen wir unser Beispiel von oben fort:

  1. Wir entnehmen dem Konto 1.000 EUR, aus welchem Grund auch immer. Der Kontostand steht nun bei 9.000 EUR.
  2. Sind nun 10 EUR oder 1.010 EUR Drawdown vorhanden? Falls 10 EUR, weil um Kapitalbewegungen bereinigt, sind dies nun 0,0999% von 10.010 EUR oder 0,1111% von 9.000 EUR? Oder sollten wir nach Ein- oder Auszahlungen doch lieber alles zurücksetzen und von Neuem starten, also den gemessenen Equity-Höchststand dem aktuellen Equity gleichsetzen?

Sie sehen schnell, dass hier viele Möglichkeiten und Freiheitsgrade gegeben sind. Dabei ist keine der Vorgehensweisen nach Kapitalbewegungen per se gut oder schlecht. Sie muss nur festgelegt und konsistent sein und zu Ihren Rahmenbedingungen passen.

Wenn Sie regelmäßig Ein- oder Auszahlungen tätigen, ist der zweite Ansatz zur Drawdown-Berechnung in Betracht zu ziehen.

Drawdown = der maximale Verlust von Equity vom jeweils aktuellen Kontostand aus gemessen.

Vor knapp einem Jahr bin ich auf diese zweite Art der Messung eines Drawdowns gestoßen: Drawdown = aktuelles Equity – aktueller Kontostand. Wenn das Ergebnis dieser Formel positiv ist, wird der Wert auf 0 gesetzt. Denn das Equity ist dann größer als der Kontostand, was so viel bedeutet, dass die laufenden Deals in Summe im Gewinn liegen. Also ist kein Drawdown vorhanden.

Merke: Diese Art und Weise der Rücklauf-Ermittlung blendet die realisierten Gewinne und Verluste komplett aus. Sie bewertet immer nur die laufenden Geschäfte, also die Summe der unrealisierten Gewinne und Verluste, im Verhältnis zum Kontostand.

Wieder ein Beispiel, um die Systematik klarer darzustellen:

  1. Wir starten mit 10.000 EUR Kapital auf dem Konto und eröffnen ein EURUSD Buy Geschäft – bzw. ein Expert Advisor tut dies für uns aufgrund eines Handelssignals.

  2. EURUSD tickt nach oben, zum Kontostand von 10.000 EUR kommen nun sagen wir 10 EUR schwebende Gewinne. Unser Equity steht also bei 10.010 EUR. Nach obiger Formel berechnen wir Drawdown = 10.010 EUR – 10.000 EUR = 10 EUR. Da das Ergebnis positiv ist, setzen wir den Wert auf 0 EUR. Der aktuelle Rücklauf beträgt also 0 EUR.

  3. EURUSD tickt wieder nach unten auf unseren ursprünglichen Einstiegskurs. Der EURUSD Buy Deal liegt also weder im Gewinn noch im Verlust. Unser Equity steht also wieder bei 10.000 EUR. Nach obiger Formel berechnen wir erneut den Drawdown = 10.000 EUR – 10.000 EUR = 0 EUR. Der aktuelle Rücklauf beträgt noch immer 0 EUR.

  4. Hier sehen Sie schon den großen Unterschied zwischen beiden Methoden. Schritt 3 der ersten Methode produzierte einen Drawdown von 10 EUR, während diese zweite Methode noch keinerlei Drawdown anzeigt.

  5. Erst wenn der EURUSD weiter fällt und unser Geschäft sagen wir -10 EUR Wert ist, fällt unser Equity auf 9.990 EUR, was dann einem Drawdown von -10 EUR oder -0,1% vom Kontostand entspricht. Anders ausgedrückt ist der Drawdown laut dieser Ermittlungsmethode immer die Verlustsumme aller offenen Deals inklusive Swap und Kommission.

Wie bin ich überhaupt auf diese Drawdown-Definition gekommen? Ich arbeite seit letztem Herbst vermehrt mit dem EA-Forum mql5.com, auf dem MT4- und MT5-Nutzer unter anderem Signale Ihrer eigenen Strategien veröffentlichen oder die Signale anderer Trader abonnieren, Code-Tips, EAs und Indikatoren erhalten oder Trading-Ideen diskutieren können.

Für die dort veröffentlichten Signale wird der Drawdown nach eben dieser zweiten Methode berechnet. Ein Beispiel-Screenshot von der mql5.com-generierten Grafik, wie die Verlustsumme der offenen Deals in Prozent des Kontostands unseres eigenen Echtgeld-Signals ProvideLiquidity oszilliert, sehen Sie hier:

Das ist deutlich einfacher, da die Trader somit frei nach Lust und Laune (oder Mach-Trading-zu-Einkommen-Strategie, siehe auch Blog Wie man Trading zu Einkommen macht) Ein- und Auszahlungen durchführen können.

Alles hat zwei Seiten, somit hat auch diese Methode der EA-Drawdown-Ermittlung Nachteile. Wenn Sie zum Beispiel viele Scalping-Deals generieren und kurzfristig zahlreiche kleine Gewinne oder Verluste realisieren, wird Ihre offene GuV-Summe niemals einen großen Wert erreichen. Es kann schlimmstenfalls passieren, dass Ihr Kontowert 10-EUR-weise von z.B. den besagten 10.000 EUR auf 0 EUR, also um komplette 100% zurückgeht und ein Totalverlust verbleibt, obwohl Ihr maximaler Drawdown laut dieser zweiten Messmethode nie größer war als 10 EUR.

Wenn Ihre EAs tendenziell längerfristige und zahlreiche parallele Deals generieren oder Sie regelmäßig Ein- und Auszahlungen von Ihrem MT4-Konto tätigen, ist diese zweite Methode der Drawdown-Ermittlung und Risikokontrolle sehr stabil und konsistent. Ich habe sie ebenfalls als Expert Advisor programmiert und für Sie erhältlich gemacht:

Sie können die Kontoüberwachung per schwebender Gewinn- und Verlustsumme in Kontowährung oder Prozent vom Kontostand mit dem EA mFX-GewinnZiel auf Ihrem MT4-Konto automatisieren: https://www.mindfulfx.de/gewinnziel-ea/.

Denken Sie bitte darüber nach, welche der beiden Methoden zur Ermittlung des maximalen Rückgangs für welche Ihrer Tradingstrategien und -konten die passende ist. Vielleicht sind es auch beide, um einen vollständigen Überblick zu erhalten. Am Ende haben Sie ein effektives Instrument zur Risikomessung und -steuerung Ihres Tradings.

Um ein umfassendes Bild der Erfolgs- und Risikomessung eines Expert Advisors zu erhalten, müssen wir nun noch zusätzlich zum Drawdown den Profitfaktor sowie Gewinn und Rendite unter die Lupe nehmen. Das folgt in weiteren Blog-Artikeln.

Bis dahin herzliche Grüße und beste Wünsche für Ihr eigenes Trading
Ihr Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

Drawdown, Profitfaktor, Rendite und Gewinn: Trading-Ergebnisse unter der Lupe

Letzte Woche in meinem Blog Top 3 Erfolgs- und Risiko-Maße im EA Trading bat ich um Ihre Mitarbeit, um eine Wortwolke (Wordcloud) zu erstellen mit den wichtigsten 3 Maßstäben, an denen wir alle unsere EAs statistisch messen können.

Vielen Dank für Ihre super Mitwirkung! Sie sind spitze!

Stand heute (in den Morgenstunden des 12.7.2018) gaben insgesamt 30 Trader Ihre Stimmen ab. Daraus erstellte uns Mentimeter vollautomatisch und im Handumdrehen folgende Wortwolke:

Die Anzahl der gleichen Stimmabgaben bestimmt die Größe des Eintrags im Layout der obigen Wortwolke. Gold und Silber sind eindeutig vergeben, der dritte Platz ist meiner Interpretation nach geteilt:

  1. Drawdown
  2. Profitfaktor
  3. Gewinn in Kontowährung
    Rendite p.a.

Was mir gleich auffällt, ist, dass meine EA-Trader-Community das Risiko einer Trading-Strategie als wichtigstes Erfolgskriterium im Blick hat. Das lässt mein Herz höher schlagen und die Hoffnung steigern, dass wir hier gemeinsam Stück für Stück uns in die 10% der erfolgreichen Trader reinarbeiten. Denn simpel, aber wahr: wer den maximalen Rückgang des Kontowerts gering hält, hat es einfacher, verlorenen Boden wieder gut zu machen.

Der Profitfaktor kombiniert elegant die Trefferquote und den durchschnittlichen Gewinn und Verlust eines Trading-Robots und ist somit sehr nützlich. Zusammen mit Gewinn und Rendite sollten diese vier Risiko- und Erfolgs-Maßstäbe dem ernsthaften EA-Trader einen guten Einblick geben, um eine Strategie bewerten zu können.

In den kommenden Wochen und somit Blog-Artikeln werde ich Drawdown, Profitfaktor, Rendite und Gewinn ausführlich (und hoffentlich leicht verständlich) erklären.

Bleiben Sie also informiert, indem Sie sich hier rechts in meinen wöchentlichen Infomail-Verteiler eintragen. Es wird sich lohnen. Denn nur wer die harten Fakten seiner EAs kennt, versteht und daraus Konsequenzen zieht, kann ständig dazu lernen und ein immer besserer Trader werden.

Herzliche Grüße und bis nächsten Freitag
Ihr Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

Top 3 Erfolgs- und Risiko-Maße im EA Trading

Im Monat Juli wird es in meinen Freitags-Blogs hauptsächlich um die Deal-Analyse im EA Trading gehen. Erfolg und Risiko mittels Statistiken aus Backtests und vor allem echten Deals zu messen, ist einer der Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Algo-Trading.

Ein bisschen Spaß muss sein

Bevor es richtig zur Sache geht, wollen wir erst mal ein bisschen Spaß haben. Klingt doch gut, oder? Lassen Sie uns zunächst eine hübsche Wortwolke - oder auch englisch Workcloud genannt - erstellen.

Dazu möchte ich Sie um einen Gefallen bitten. Könnten Sie mir (und damit allen Lesern) eine kurze Frage beantworten? Sie lautet:

Welches sind Ihre Top 3 Erfolgskriterien, Risikomesslatten und Statistikmaße, wie z.B. Gewinn in Kontowährung, Rendite p.a., Drawdown in Prozent, Profitfaktor oder ähnliches, die Sie nutzen, um den Erfolg Ihres Tradings (mit oder ohne Expert Advisor) zu messen?

Ihre Wortwahl wird sich sofort in Realtime auf diese Wortwolke auswirken, von deren bisherigen Stichworten Sie sich auch gerne für Ihre eigenen Antworten inspirieren lassen können:

Dieses Wordcloud- bzw. Präsentations-Tool von Menitmeter finde ich total klasse...

Danke für Ihre Teilnahme und Mitwirkung! So wird's bunter, so wird's lustiger. Es ist spitzenmäßig, eine potenziell so trockene Thematik wie die Deal-Analyse erst einmal mit einer Fun-Aktivität anzustoßen.

In den nächsten Freitags-Blogs (über die Sie automatisch per Email informiert werden, wenn Sie sich hier rechts in unseren Email-Verteiler eintragen) gehen wir die wichtigsten Maßstäbe für den EA-Erfolg durch:

  • Wie werden sie ermittelt?
  • Was sagen sie aus?

Uns wird dabei auch ein nagelneues MT4-Skript behilflich sein, das wir extra programmiert haben, um uns die Auswertungsarbeit von EAs im MT4 zu erleichtern.

Herzliche Grüße, bis nächste Woche
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA Programmierer

Launch: EA für Portfolio-Gewinnziele

Ein wichtiger Grundsatz im Trading ist die Diversifizierung. Ein über mehrere Assets gestreutes Portfolio verteilt das Risiko auf mehr als eine Position. Wenn die Deals untereinander nicht oder nur wenig korrelieren, senkt das das Risiko mehr als es Gewinnchancen nimmt. Ein Beispiel.

Am Morgen eines Handelstages werfen Sie einen Blick auf den Wirtschaftskalender und sehen, dass ein Zinsentscheid der EZB ansteht. Sie wissen zudem, dass der Markt sich von der darauf folgenden Pressekonferenz Hinweise zur weiteren Zinsentwicklung und Liquiditätsversorgung (Stichwort Quantitative Easing) verspricht. Daher besteht großes Potenzial für kräftige Marktausschläge.

Sie könnten nun alles auf EURUSD setzen, um Ihre Markteinschätzung dort hoffentlich in Gewinn umzumünzen. Was aber, wenn die profitablen Moves im DAX, IBEX, Deutsche Bank, Gold, EURCHF oder Bund-Future geschehen?

Sie erkennen, dass Sie immer erst im Nachhinein genau wissen, welche Reaktion eine Nachricht bei den verschiedenen Handelswerten ausgelöst hat. Daher streuen Sie Ihre Einsätze auf all diese sieben Assets, z.B. bei den von uns seit Januar empfohlenen JFD Brokers – bei dem Ihnen all diese Handelssymbole unter besten Konditionen und herausragender Ausführungsqualität zur Verfügung stehen.

Sie haben nun also Ihr MT4-Konto mit Deals in EURUSD, EURCHF, .DE30Cash (DAX 30), .SPAINCash (IBEX 35), DBK.D (Dt. Bank Aktie), XAUUSD (Gold) und .BUND_M8 (Juni 2018 Bund-Future) wie gewünscht positioniert. Mit dem anstehenden Marktevent möchten Sie in Summe 100 EUR gewinnen, aber maximal 50 EUR verlieren.

Die Pressekonferenz von Mario Draghi beginnt, der Markt kommt in Bewegung. Sie können nun die Entwicklung Ihres Portfolios Tick für Tick, Sekunde für Sekunde beobachten und alle Positionen manuell schließen, wenn die Gewinnsumme Ihren Zielwert im Plus oder Minus erreicht hat.

Oder aber, Sie lassen sich durch einen emsigen Helfer unterstützen, der zuverlässig und schnell arbeitet, ohne dass Sie eckige Augen bekommen. Dieser Helfer ist unser neuer MT4-EA mFX-GewinnZiel, den wir zusammen mit unserem Kunden Holger B. für Sie entwickelt haben.

Sie können darin eine Gewinn- und Verlustsumme oder auch einen Prozentsatz des Kontostands als Zielwert für Ihr Dealportfolio vorgeben. Außerdem erhalten Sie im Chart einen Alles-Schließen-Button, bei dessen Betätigung der EA mFX-GewinnZiel vorzeitig alle offenen Geschäfte im Konto zu aktuellen Marktpreisen schließt.

Der Expert Advisor ist einfach zu verstehen, zu installieren und anzuwenden. Und: wir haben ihn so erschwinglich wie möglich für Sie gemacht. Sehen Sie selbst durch Klick auf das Bild links oder unter http://www.mindfulfx.de/gewinnziel-ea.

Gibt es also einen EA, der alle Positionen schließt, sobald ein bestimmter Betrag X in der offenen Gewinnsumme erreicht ist? Ja, es gibt ihn ab heute! Hoffentlich hilft er auch Ihnen, einen bewegungsfrohen Markt mit Hilfe eines Risiko-diversifizierten Portfolios in stattliche Gewinne zu verwandeln.

Beste Wünsche für Ihren Trading-Erfolg
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

Risiko runter!

Heute (ich schreibe diese Zeilen am 12. Februar 2018) ist mein erster regulärer Arbeitstag nach kleiner Auszeit. Vor zwei Wochen hielt ich die Januar-Ausgabe unseres MQL4-Intensivkurses – EA-programmieren lernen. Danach ein paar Tage Buch schreiben mit meinem Trading-Partner im Hochschwarzwald (herrlich verschneit). Dann noch zwei ausführliche Programmier-Coaching Sessions mit Kunden, die den von mir erstellten Code besser verstehen möchten, um eigens weiterentwickeln zu können. Und schlussendlich Rückreise in mein derzeitiges zu Hause in den USA, mit Jetlag, endlich-mal-wieder-ausschlafen und Spaziergängen in den (derzeit verregneten) Blue Ridge Mountains.

Summa summarum zwei intensive Wochen in Deutschland, während denen aber nicht nur ein straff durchgetaktetes mindful FX-Programm für mich anstand. Sondern die zweite Hälfte dieser 14 Tage waren von sprunghaft gestiegener Volatilität an den Märkten geprägt – ausgehend von den Aktienmärkten.

Ich handle neben Währungen (vollautomatisiert mit Expert Advisors auf MT4: EURUSD im Martingale-Setup, die 13 liquidesten Wechselkurse in meinem ProvideLiquidity-Trading sowie bis zu 80 Währungspaare im niedrig-frequenten ArrayTrading-Setup) auch US Aktien. Um genau zu sein, handle ich vertikale Options-Spreads auf US Aktien. Diese Kombination von börsengehandelten Optionen wähle ich deshalb, um exakt das Risiko pro Deal definieren zu können, ohne einen wankelmütigen Stop-Loss vergeben zu müssen. Dazu aber vielleicht ein ander Mal mehr.

Die (zwar erwartete, aber vom exakten Timing her dennoch überraschende) starke Korrektur an den US-Börsen zeigte mir schnell auf, wie schnell mein Trading-System Risiko-technisch überlastet war. Obwohl ich zu Beginn der Kurskorrektur Long in einigen und Short in anderen Werten war, überwog nach ein oder zwei Tagen des Crashs die Long-Seite im Portfolio.

Die Abwärtsbewegung setzte sich aber noch weitere Tage fort. Das brachte mehr Drawdown zu stande als mir lieb war.

Daher habe ich als Konsequenz sofort die Risiko-pro-Deal-Werte in meinen drei Unterstrategien des Aktien-Optionshandels reduziert. Stark reduziert: Ich senkte in einer der Unterstrategien das Equity-Risiko pro Deal von 1,67% auf 0,5%.

Der Hintergrund: während in „normalen“ Marktphasen vereinzelte, hochwertige und in ihrer Handelsrichtung diversifizierte Dealsignale in den ca. 100 Einzelwerten des S&P 100 (ein Teilindex der größten 100 Werte des viel bekannteren S&P 500) erscheinen und das höhere Risiko pro Deal gerechtfertigen würden, generiert mein System in Stark-Korrektur-Phasen viele gleichgerichtete Signale.

Heißt: wenn's drauf ankommt, nimmt der Risiko-streuende Effekt des Portfolio-Ansatzes ab. Das ist eine wichtige Lektion. Natürlich ist es richtig und gut, mit Streuung der Einstätze auf verschiedene Assets das Gesamt-Risiko zu steuern. Das darf uns Tradern aber nicht die Illusion geben, dass die Korrelation immer niedrig ist.

Im Gegenteil: wenn's heiß wird, steigt oftmals der Gleichlaufquozient an, so dass der Portfolio-Effekt abnimmt. Das war schon im letzten Riesencrash von 2007/2008 leicht sichtbar, als quasi alle Vermögenswerte gleichzeitig in eine Richtung liefen.

Was können wir alle aus dieser Erfahrung lernen?

Ganz klar: Risiko runter!

In guten Zeiten ist das schwierig, da vielerorts die Versuchung auf hohe Profite lauert. Wir sind alle Menschen und daher unter anderem von Gier getrieben. Ein Portfolio an Underlyings und Strategien muss immer erst einen Crash einigermaßen glimpflich (oder zumindest innerhalb der vorgesehenen Rücklauf-, Schwankungs- und anderer Risikomaße) überstehen, bevor wir wirklich ein solides Moneymanagement Set-Up zur Verfügung haben.

Man muss immer im Spiel bleiben und weiter spielen können. Niemals so viel Risiko eingehen, dass es nicht mehr weiter gehen kann. Bei meinen Strategien war dies im aktuellen Marktgeschehen glücklicherweise der Fall. Nur der Drawdown war eben größer als geplant. Daher kann ich weiter am Ball bleiben, passe aber mein Risiko (teils stark, wie oben beispielhaft gesehen) nach unten an.

Das wird sicherlich meine Renditeerwartung etwas senken müssen. Aber: der nächste Crash kommt bestimmt – oder der derzeitige setzt sich fort, wer weiß.

Auf solide Renditen bei niedrigerem Risiko
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihrem EA-Programmierer

Wie ein Equity Trailing Stop funktioniert

Wie oft ist es mir schon so ergangen, dass ich ein Chartmuster feststellen konnte und daraufhin flugs eine Handelsstrategie entwickelt habe. Das Chartmuster sollte sich doch fortsetzen, oder? Wenn ja, winken prima Gewinne – möglicherweise sogar voll automatisiert per Expert Advisor (EA) im MetaTrader 4 (MT4).

Meine Erfahrung ist, dass sich das Chartmuster in aller Regel fortsetzt. Allerdings nicht auf alle Ewigkeit, sondern für eine kurze Zeit, sei es ein paar Tage oder wenige Wochen. In dieser Zeit sollte es doch möglich sein, mit der entwickelten Handelsstrategie und dem programmierten EA solide Gewinne zu erzielen. Spätestens sobald die aktuelle Marktphase vorüber ist, muss ich wieder ans Reißbrett und die aktuellen Charts auf sich wiederholende Formationen untersuchen.

Wie erkenne ich nun, ob eine aktuelle Marktphase noch anhält oder nicht?

In meinem PDF Profit im automatisierten Handel, das Sie hier kostenfrei herunterladen können, habe ich der Öffentlichkeit eine Profi-Methode vorgestellt, wie Sie zweifelsfrei erkennen können, ob ein EA in die aktuelle Marktphase passt oder nicht. Es ist eine realitätsnahe Möglichkeit, die sich an den Fakten der wirklich gemachten Trades orientiert: der Equity Trailing Stop.

Die Begriffe Equity und Trailing Stop sind Ihnen wahrscheinlich bekannt. Das Konto-Equity ist der Kontostand plus/minus die unrealisierten Gewinne/Verlust aktuell offener Deals. Ein Trailing Stop ist der Mechanismus, dass der Stop-Kurs (SL) einer Position mit zunehmendem Gewinn in einem bestimmten, meist in Pips oder Punkten anzugebenden, Abstand nachgezogen wird.

Was aber ist ein Equity Trailing Stop?

Wenn wir den Mechanismus des Trailing Stops nicht auf den aktuellen Kurs eines Assets beziehen, in dem wir eine Position offen haben, sondern auf das Konto-Equity, dann erhalten wir einen Equity Trailing Stop. Wir legen zu Beginn einen prozentualen Abstand fest, den wir maximal vom jeweiligen Equity-Höchststand aus gerechnet zu verlieren bereit sind. Steigt unser Kontokapital, erhöht sich auch die Marke, bei der der Equity Trailing Stop die Reißleine zieht. Fällt es, bleibt diese Notaus-Marke dagegen unverändert; solange bis sie nach unten durchbrochen wurde oder aber eine neue „Hochwasser-Marke“ erreicht wurde.

Ein Beispiel:

Unser Konto-Equity steht bei 10.000 EUR und wir wollen nie mehr als 5% riskieren mit einer Strategie. Bei 9.500 EUR Equity-Stand würden wir also den Handel mit der aktuellen Strategie einstellen. Wir sind z.B. DAX30 long und EURUSD short. Der DAX30 steigt an, so dass unser Equity durch den schwebenden Gewinn der offenen Buy-Position in diesem populären CFD ebenso ansteigt; sagen wir auf 10.100 EUR. Die neue Reißleinen-Marke des Equity Trailing Stop liegt 5% unterhalb dieses Equity-Höchststands, also bei 9.595 EUR.

Bleibt der DAX30 nun unverändert und der EURUSD steigt, fällt unser Kontowert. Denn wir haben eine Sell-Position im weltweit meistgehandelten Währungspaar offen, welche verliert, wenn der Kurs des Assets steigt. Nehmen wir an, die EURUSD-Position liegt 100 EUR im Verlust. Unser Equity fällt also auf 10.000 EUR zurück. Die Notaus-Marke des Equity Trailing Stops bleibt aber unverändert auf 9.595 EUR, denn sie wird immer nur nach oben bewegt. Sie bleibt unverändert bis die bisherige „Hochwasser-Marke“ von 10.100 EUR nach oben durchbrochen wird.

Nehmen wir guter Dinge an, dass das Equity durch unterm Strich positive Trades unseres EA's zwischenzeitlich auf 11.000 EUR angestiegen war. Wo liegt unser aktueller Equity Stop? Der Trailing Mechanismus hat ihn auf 11.000 EUR – ( 5% x 11.000 EUR ) = 10.450 EUR angehoben. Sollte nun die zuträgliche Marktphase für das identifizierte Chartmuster sich in Luft auflösen und Deals der Handels-Strategie tendenziel Verluste einbringen, müssen bei Erreichen oder Durchbrechen von 10.450 EUR im Kontoequity alle offenen Deals geschlossen und im gleichen Moment Neueröffnungen des Expert Advisors verhindert werden.

Sie können diesen Mechanismus ohne weiteres manuell durchführen, indem Sie z.B. ein oder zwei Mal am Tag den Equity-Stand Ihres Kontos festhalten. Diesen vergleichen Sie dann mit dem bisherigen Höchststand. Wenn der aktuelle Stand die aktuelle „Hochwasser-Marke“ überschreitet, passen Sie den Equity-Stop nach oben an. Ansonsten prüfen Sie, ob das aktuelle Equity unter dem mit dem von Ihnen zu Beginn festgelegten Prozentsatz errechneten Equity-Stop Level liegt. Falls ja, deaktivieren alle EAs, schließen alle offenen Deals und überlegen sich dann, mit welcher neuen Strategie es weiter gehen kann.

Equity Trailing Stop automatisiert

Alternativ steht Ihnen der ab heute erhältliche MT4-Expert Advisor mFX-EquityWatch als hilfreiches Werkzeug zur Hand. Er kann all dies automatisch für Sie im Blick behalten und erledigen. Sie können darin ein starres Equity-Level zum Notaus vorgeben oder aber den hier in diesem Artikel vorgestellten Equity Trailing Stop (EqTS) voll automatisieren.

Wir haben uns ins Zeug gelegt, um diesen Risikomanagement-EA für Sie so erschwinglich wie möglich zu machen. Der EA mFX-EquityWatch ist ab 59,95 EUR für Sie erhältlich.

Ob mit oder ohne Automatisierung: ich empfehle Ihnen dringend, sich einen Schutzmechanismus wie den Equity Trailing Stop für den Wert Ihres Trading-Kontos aufzuerlegen. Denn so können Sie kinderleicht erkennen, ob Ihr Trading-Ansatz in die derzeitige Marktphase passt oder Sie besser nach Alternativen Ausschau halten sollten.

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen alle Trading-Erfolge, die Sie sich vorstellen können.

Beste Erfolge
Ihr Cristof Ensslin von mindful FX, Ihrem EA-Programmierer