Meine Einschätzung zu den passenden Marktphasen für das Recovery Zone System

In den letzten beiden Blogposts ging es um das so genannte Recovery Zone Prinzip, auch Zone Recovery oder Hedge Zone genannt, im Trading mit oder ohne Expert Advisor (EA). Es verspricht, jeden Deal mit Gewinn schließen zu können.

Zunächst zeigte ich Ihnen die Vorgehensweise selbst (Recovery Zone verspricht jeden Deal mit Gewinn zu schließen). Darauf folgte die letztwöchige Vorstellung eines Spreadsheets, mit Hilfe dessen Sie Chancen und Risiken (ja, die gibt es - die Recovery Zone ist kein heiliger Gral!) sowie die einzelnen Lotsizes der Deal-Serie schnell und zuverlässig berechnen können (Recovery Zone Spreadsheet: Lotsize- und Risiko-Berechnungen schnell durchführen).

So weit, so gut. Wie bei allen EAs bzw. Tradingmechanismen der Fall, ist auch das Recovery Zone Prinzip kein Selbstläufer. Es muss gezielt in bestimmten Marktphasen eingesetzt werden, um Erfolg zu bringen. 

Wir erinnern uns: durch den Richtungswechsel am jeweils gegenüber liegenden Ende der Recovery Zone sind wir quasi unabhängig davon, in welche Richtung die Reise des Kurses im Endeffekt geht. Ob hoch oder runter, wir können in beiden Szenarien unser Gewinnziel erreichen. Dafür darf das Asset (z.B. EURUSD, Dax-CFD, Gold etc.) aber nicht innerhalb der Recovery Zone gefangen sein, weil wir sonst durch den ständigen Richtungswechsel Verluste ansammeln, die Lotsize erhöhen müssen und irgendwann das gesetzte Maximalrisiko erreichen.

Um also die Wegstrecke in den Take-Profit-Abstand zurücklegen zu können, ohne vorher zu oft die Recovery Zone durchkreuzt zu haben, benötigt der Kurs ein Mindestmaß an Volatilität. Sehen wir uns fünf verschiedene Marktphasen an:

Marktphasencheck für Recovery Zone EA

#1: Kurs seitwärts bei niedriger, fallender Vola

#2: Kurs seitwärts bei niedriger, nur leicht fallender Vola

#3: Kurs tendiert aufwärts bei stark ansteigender Vola

#4: Kurs seitwärts mit Swings, bei hoher, aber fallender Vola

#5: Kurs tendiert abwärts bei leicht ansteigender Vola

Fazit

Das Recovery Zone Prinzip ist in einer ruhigen oder ruhiger werdenden, seitwärts laufenden Marktsituationen auf alle Fälle zu vermeiden. Wie volatil die Marktphase ist, haben wir dabei anhand der Average True Range (ATR) gemessen, die als Standard-Indikator im MetaTrader 4 und 5 mitgeliefert wird.

Profit-versprechend ist das Trading mit einer Recovery Zone Dealserie in der Regel dann, wenn:

  • für die gewählten SL- und TP-Einstellungen der Systematik bzw. des EA's eine genügend hohe Volatiltät vorliegt
  • die Volatilität tendenziell ansteigt
  • ein klarer Abwärts- oder Aufwärtstrend mit stabiler oder steigender Volatilität vorliegt.

Es folgt nächste Woche ein weiterer Artikel zum Thema Recovery Zone. Darin stelle ich Ihnen vor, wie dieser Handelsalgorithmus mittels EA für MT4 automatisiert werden kann. Ich zeige Ihnen unseren Recovery Zone-EA mFX-RecoveryZone, der übrigens all die Risikoberechnungen aus dem kostenlosen Spreadsheet von letzter Woche schon eingebaut hat und den Nutzer in eleganter Art und Weise vor dem ersten Trade entsprechend informiert. Seien Sie gespannt und klicken zum Lesen auf diesen Link!

Alles Gute, bis nächste Woche
Ihr Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer