Trading-Signale

Ein Jahr Select7D: über 100% Wachstum

Eigentlich wollte ich diese Woche über die Themenwahl für unser nächstes EA-selbst-Programmieren-Webinar am 9. April mit JFD Brokers berichten. Aber es gibt so tolle Nachrichten aus unserem Tradingbereich, dass ich den Bericht über Ihre Themenwünsche (danke für Ihre super-rege Teilnahme letzten Freitag im Blog EA-Programmieren LIVE im Webinar: welche Themen wünschen Sie?!) auf nächsten Freitag verschiebe.

Lassen Sie uns diese Woche feiern!

Am 22.3.2018, also ziemlich genau vor einem Jahr und einer Woche, startete ich ein MT4 Trading-Konto namens Select7D und stattete es mit unseren erfolgreichsten und vielversprechendsten Handelsstrategien aus.

  1. Zunächst startete ich nur unseren Martingale-EA mFX-MartingaleKlassisch in seinen Standardeinstellungen auf EURUSD. Martingaling ist heiß und potenziell gefährlich, weshalb ich die Verlustreißleine dafür bei einem Drawdown-Risiko von maximal 12-13% festlegte.

  2. Nach ein paar Monaten folgte eine Ausbruchs- und Trendfolge-Strategie auf USDJPY, ebenso vollständig per Expert Advisor automatisiert.

  3. Außerdem begannen wir, zwei längerfristig ausgerichtete, schon seit Jahren in unserer Unternehmensberatung erfolgreich eingesetzte, regelbasierte Handelsmodelle in EURZAR und EURUSD (technisch bedingt über USDDKK umgesetzt) auf diesem Konto zu traden.

  4. Um das Portfolio zu ergänzen, steuert die Reversal-Strategie unseres EA’s mFX-ProvideLiquidity in einigen kleineren Währungspaaren zur Renditeerzeugung bei.

Wie hat sich das augezahlt?

Jetzt - ich schreibe diese Zeilen am 26.3. - also gut ein Jahr später, stehen stolze 109% Wachstum (gemessen durch mql5.com) zu Buche. Das erfüllt mich und hoffentlich auch die derzeit neun Signalabonnenten mit Freude.

Die Kombination von Rangeausbruchs-, Trendfolge- und Ausbruchsreversal sowie einer stark risikokontrollierten Martingale-Variante als Depotbeimischung, verstreut über diverse Währungspaare hat sich bislang bewährt.

In der Gewinnverteilung ist (Konto-Analyse durch mql5.com Stand 26.3. um 13:25 Uhr) dabei eindeutig zu sehen, dass Martingaling-EA (EURUSD) und Rangeausbruchs-EA (USDJPY) den Großteil der Gewinne lieferten:

Die Gesamt-Strategie hat sich auch in Monatsscheiben gedacht als sehr stabil erwiesen. Das Trading-Konto erlitt bislang nur einen einzigen Verlustmonat, welcher mit -0,57% in sehr verkraftbarem Umfang lag.

Also feiern wir diesen fantastisch guten Erfolg diese Woche ein wenig. Wir hoffen mit aller notwendigen Demut auf weiterhin gute Renditeresultate, sowohl mit den eingesetzten EAs als auch mit den manuell umgesetzten Trading-Algorithmen. Weiterentwicklungen der Strategien sowie neue Tradingansätze stehen regelmäßig auf meinem Prüfstand. Erfahrungsgemäß dauert eine wirklich vielversprechende Neuentwicklung aber monatelange Programmier- und Testarbeit.

Was die Zukunft mit Sicherheit bringt, ist Unsicherheit. So viel ist sicher!

Wie das Handelskonto Select7D aktuell steht, sehen Sie rechts in der Box. Falls Sie es als Signal abonnieren und somit die Trades auf Ihr eigenes MT4-Konto kopieren möchten, seien Sie sich bitte aller Risiken in der Orderausführung und zwecks der Kapitalentwicklung bewusst. Denn wir wissen alle aus Erfahrung: Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft.

Dieser Blog-Artikel stellt keine Handelsempfehlung dar, sondern informiert lediglich über unser eigenes Trading!

Allerbeste Tradingerfolge mit und ohne EAs wünscht Ihnen
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

Wie man ermittelt, mit wie viel Kapital man einem MT4-EA-Signal folgen sollte

Letzte Woche ging es darum, wie man die Wachstumszahlen eines Trading-Signals richtig deutet. Diese Woche ziehen wir daraus Schlüsse, wie viel Trading-Kapital man sinnvollerweise einsetzt. Denn so verlockend es erscheint, “mal ein profitabel aussehendes Signal mit wenig Kapital auszuprobieren,” muss man immer die Kosten im Blick behalten.

Schritt 1: Kosten ermitteln

Wie viel es kostet, ein Signal zu abonnieren und damit hoffentlich erfolgreiche Expert Advisor (oder je nach Signalgeber und Signal auch manuell eröffnete) Trades zu kopieren, ist bei mql5.com-Signalen für MT4 und MT5 immer deutlich zu sehen, siehe folgender Screenshot bei unserem eigenen 100%-EA-Signal ProvideLiquidityDaily:

Die roten Pfeile zeigen auf die beiden Stellen auf der mql5.com-Signal-Seite, aus denen die Kosten für das Kopieren des Signals hervorgehen.

Die roten Pfeile zeigen auf die beiden Stellen auf der mql5.com-Signal-Seite, aus denen die Kosten für das Kopieren des Signals hervorgehen.

Wenn Sie auf einen der grünen Buttons klicken, gelangen Sie in den Prozess des Abonnierens des Signals, siehe auch mein kürzlicher Blogpost Wie man ein MT4-Signal von mql5.com abonniert und somit erfolgreiche EA Trades automatisch kopiert. Hier in diesem Fall kostet das Abo also 30 USD pro Monat.

Schritt 2: durchschnittliche monatliche Rendite des Signals ausrechnen

Zunächst ermitteln wir den durchschnittlichen, monatlichen Ertrag, den das Signal produziert hat. Dazu addieren wir die Wachstumsraten der letzten zwölf vollständig abgeschlossenen Monate, die uns die Tabelle unter dem Wachstumschart anzeigt, und teilen diese Summe durch zwölf.

Eine Beispiel-Rechnung anhand unseres ProvideLiquidityDaily-Signals (siehe Screenshot rechts, erstellt am 8. Januar 2019 um 22:13 Uhr):

Durchschnitt der letzten zwölf Monatsrenditen =

Summe der letzten zwölf Monatsrenditen / 12 =

( 11,76 - 4,47 + 2,77 + 4,84 + 1,90 - 0,10 + 5,35 + 4,02 + 10,96 + 4,46 + 9,17 + 8,77 ) / 12 =

4,95%

Achtung! Wir teilen nicht die Jahresrendite durch zwölf (oder die Anzahl verfügbarer Monate), sondern addieren wirklich die Monatswerte und teilen diese durch die Anzahl der aufsummierten Werte. Warum das so wichtig ist, liegt daran, dass die Jahresrendite bei profitablen Signalen regelmäßig höher ist als die Summe der Monatsrenditen. Lesen Sie zu diesem Unterschied bitte unbedingt auch meinen Blog von letzter Woche wie man die Wachstumszahlen eines Trading-Signals richtig deutet.

Schritt 3: Sicherheitspuffer einbauen

Mit dem Durchschnitt der letzten zwölf Monatsrenditen haben wir nun einen Erwartungswert für die monatliche Brutto-Rendite des Signals. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehle ich, diesen Wert zu kürzen. Je nachdem, wie viel Risikopuffer Sie einbauen möchten, stutzen Sie den Wert um 10 oder 20% oder halbieren ihn gar.

Wenn wir im obigen Beispiel 50% Sicherheitsmarge einkalkulieren möchten, verbleiben uns pro Monat 4,95% geteilt durch 2, also ca. 2,48%, mit denen wir zu rechnen hoffnen.

Schritt 4: Durch Beachtung der Kostenquote die Mindestanlage berechnen

Jetzt kommt der Preis des Signals ins Spiel. Unser Erwartungswert in Währung ausgedrückt muss mindestens die Kosten des Signal-Abos verdienen, um unterm Strich trotz eines generell profitablen Signals nichts zu verlieren. Kleiner Dreisatz aus der Algebra: wenn die erwartete Rendite also den Kosten des Signal-Abos entricht, welcher Wert ist dann das Kapital, also die 100%, die angelegt werden?

Wenn

Rendite % x Kapital = Ertrag

dann heißt das umgeformt

Kapital = Ertrag / Rendite %

Für unser Beispiel von oben setzten wir die Zahlen ein:

Kapital = 30 USD / 2,48% = 1.210 USD.

Das Ergebnis bedeutet nun folgendes: Wenn Sie weniger als 1.210 USD in dieses Signal einsetzen, sollten Sie 30 USD am Ende eines jeden Monats haben. Damit verdienen Sie zumindest die Kosten des Signals.

Nun stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, nur die Kosten verdienen zu wollen. Natürlich nicht, weil Sie ja auch etwas davon haben möchten.

Überlegen Sie sich daher nun im nächsten Schritt, welchen Kosten-Prozentsatz Sie maximal bezahlen möchten. Möchten Sie maximal 10% Ihres erwarteten Ertrags als Kosten mit dem Signalanbieter und Schaffer des erfolgreichen EA’s teilen, müssen Sie 300 USD Ertrag erwirtschaften. Denn dann entsprechen die 30 USD fixe Signal-Abo-Kosten 10% des Signal-Gewinns.

(weitere Beispiele für die Kosten in Prozent und den damit zusammenhängenden Ertrag bei 30 USD Kosten: bei 20% akzeptierter Kostenquote wären 150 USD Ertrag zu erzielen, bei 5% hingegen 600 USD.)

Statt 30 USD Zielertrag müssen Sie nun also 300 USD (oder eben den je nach gewünschter Kostenquote ermittelten Ertrag) in die obige Formel einfügen:

eingesetztes Kapital = 300 USD / 2,48% = 12.097 USD.

Diese ca. 11 TEUR (12.097 USD mit 1,14 USD pro EUR umgerechnet und dann auf die nächsten vollen Tausend EUR aufgerundet) sind nun das Equity, das Sie in Ihrem MT4-Konto dem über mql5.com zu abonnierenden EA-Signals mindestens zuweisen müssen, um die Kostenquote von 10% mit gutem Sicherheitspuffer in der erwarteten Monatsrendite nicht zu überschreiten.

Schritt 5: Rechnen, nachdenken und vorsichtig Entscheiden

Das mag für viele dieser Leser zu viel sein, um “einfach mal so” ein profitabel aussehendes EA-Signal zu kopieren. Das ist durchaus beabsichtigt. Denn seien Sie unheimlich vorsichtig beim Kopieren von Signalen. Mit einem Signal-Abo, das automatisch alle Deals des Signalanbieters kopiert, geben Sie viel Kontrolle über Ihr hart verdientes Geld auf. Legen Sie daher nur Geld an, auf das Sie hundertprozentig verzichten können.

Gier frisst bekannterweise Hirn - machen Sie daher Ihre Hausaufgaben, indem Sie die Berechnungen wie in diesem Kapitel beschrieben akribisch für Ihre eigene Situation durchführen. Schlafen Sie danach eine, am besten aber mehrere Nächte darüber bevor Sie eine solche Investmententscheidung treffen.

Beste Trading- und Anlageerfolge wünscht
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

Wie man die Wachstumszahlen eines Trading-Signals auf mql5.com richtig deutet

Wer ein Trading-Signal für sein MT4- oder MT5-Konto abonnieren möchte, um am Handel mit erfolgreichen EAs teilhaben zu können, muss zunächst seine Hausaufgaben machen. Eines der wichtigen Elemente der Signalanalyse ist es, die Wachstums-Zahlen (lies: Renditen) der in Frage kommenden Signale zu verstehen.

Wie sind die z.B. ca. 67% zu deuten, die bei unserem Signal Select7D Stand 22.12.2018, siehe auch Screenshot rechts, zu Buche stehen?

Dazu müssen wir zuallererst die Ertragshistorie aufrufen. Klicken Sie rechts auf den Screenshot, um die Signal-Website mit allen Statistiken mitverfolgen zu können.

Scrollen wir auf dieser Webseite nach unten, erhalten wir das Wachstums-Chart sowie eine Tabelle mit den monatlichen und jährlichen Renditen sowie dem Gesamtergebnis seit Handelsstart:

Profitable EAs im Signal Select7D - Wachstumschart Stand 22.12.2018.PNG

Das Wachstumschart gibt uns einen schnellen Überblick, ob das Signal tendenziell profitabel ist und somit erfolgreiche EAs bzw. erfolgreich durch den Signalanbieter eingesetzte EAs beinhaltet. Während das als erster Schritt wichtig ist, müssen wir uns im zweiten Schritt darum kümmern, die Zahlen im Detail zu verstehen.

Nehmen wir uns also die Tabelle unter dem Wachstumschart vor. Zu allererst fällt folgendes auf. Wenn wir die einzelnen monatlichen Wachstums-Prozente aufsummieren, kommt ein deutlich von der Jahreszahl abweichendes Ergebnis heraus:

0,48 + 1,47 + 1,70 + 3,13 + 1,73 - 0,57 + 9,79 + 13,77 + 9,56 + 12,59 = 53,65% vs. 66,70%!

Wie kann das denn bitteschön sein? Hat sich mql5.com verrechnet?

Hier handelt es sich um einen schönen Fall des Zinseszinseffekts. Wenn wir 100 EUR anlegen und dann 0,48% Zinsen erhalten, haben wir am Ende 100,48 EUR. Diese legen wir nun zu 1,47% an und haben am Ende 101,96 EUR. Diese gesamte Summe investieren wir als nächstes zu 1,70%, was uns 103,69 EUR beschert. Nach diesen drei Anlageperioden haben wir nun 3,69% Rendite aufs Anfangskapital erwirtschaftet, obwohl die Summe der nominalen Zinssätze nur 0,48% + 1,47% + 1,70% = 3,65% ausmachte.

Zu Beginn dieser Anlageserie ist der Unterschied mit 0,04%-Punkten sehr gering. Das liegt daran, dass die Renditen niedrig ausfallen. Rechnen wir das selbe Spiel mit den letzten drei “Zinssätzen” aus, sieht die Sache schon deutlich anders aus.

100 EUR mit 13,77% angelegt beschert uns am Ende 113,77 EUR. 113,77 EUR zu 9,56% investiert, erhöht unser Kapital auf 124,65 EUR. Diese Summe mit 12,59% verzinst bringt uns zum Endergebnis von 140,34 EUR, also 40,34%, während die Summe der drei Zinssätze “nur” 35,92% beträgt: nun beträgt der Unterschied 4,42%-Punkte.

Wenn wir nun die Wiederanlage der Erträge für die gesamte verfügbare Zahlenreihe des obigen Beispiels rechnen, kommt eben 66,70% vs. 53,65% heraus. Der Unterschied zwischen Wiederanlage und Abzug der monatlichen Renditen macht somit stolze 13,05%-Punkte aus!

Kurz zusammengefasst: Je höher die Zinssätze und je häufiger die Zinsauszahlung aufs Kapital mit Wiederanlage dieser Zinsen, desto höher fällt der Zinseszinseffekt aus.

Das zu wissen, ist ein wichtiger Schlüssel, um die Wachstumszahlen eines mql5.com-Signals zu interpätieren. Jeder einzelne in der Tabelle aufgeführte Prozentsatz bezieht sich also auf die Rendite, die vom Anfangskapitalstand der jeweiligen Periode (Monat, Jahr oder Gesamtergebnis) erzielt wurde.

Beste Anlageergebnisse wünscht Ihnen
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

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