Wertschöpfendes Trading

Trading-Fleiß für Trading-Preis

Trading mit Expert Advisors (EAs), also automatisierten Trading-Robots, klingt zunächst nach einer Goldgrube. Ein Computerprogramm übernimmt das Handeln, die Gewinne kommen von alleine? Das lässt die Kasse klingeln, lässt die €- und $-Zeichen aufleuchten.

Ein bekanntes deutsches Sprichwort lautet aber:

Ohne Fleiß kein Preis.

Es ist ein Naturgesetz, das für alle Bereiche des Lebens gilt. Auch fürs Trading, auch fürs Entwickeln von Strategien und somit auch für EAs.

Um dies besser zu verstehen, machen wir einen kleinen Exkurs, weg vom Gelde, hin zum Geist und zu dessen Training durch Meditation: im Buch Im stillen Meer des Glücks von Ajahn Brahm habe ich kürzlich vom Preis des Fleißes gelesen. Der Autor, ein buddhistischer Mönch aus England, der in Australien lebt, fügt weise hinzu:

Anstrengung allein genügt freilich nicht; Sie müssen geschickt zu Werke gehen. Das heißt: Sie setzen Ihre Energien an der richtigen Stelle ein, und zwar so lange, bis das, was Sie sich vorgenommen haben, erreicht ist.

Den Fleiß an der richtigen Stelle einsetzen, also; und zwar langfristig, mit Ausdauer und Beharrlichkeit. Wie geht das in wirkungsvoller Art und Weise?

Dazu heißt es weiter:

Um zu wissen, wohin sich Ihre Anstrengungen […] richten müssen, brauchen Sie eine klare Zielvorstellung.

Während es bei der Meditation um einen ruhigen, schönen und friedvollen Geist geht - meiner bescheidenen Erfahrung nach wohl das höchste Gut, das es überhaupt zu erreichen gilt - geht es im Trading darum, nachhaltige Renditen zu erwirtschaften. Nachhaltig soll heißen: sie können wiederholt erzielt werden, Jahr für Jahr. Nachhaltig soll auch heißen: es werden keine untragbaren Risiken eingegangen, die das Handelskapital so stark beschädigen könnten, dass der Weg der regelmäßigen Ertragsgenerierung und -kapitalisierung beeinträchtigt wird.

Trading mit EAs als nachhaltige Einkommensquelle

Damit irgendetwas nachhaltig sein kann, müssen wir uns offensichtlich eine langfristige Sichtweise aneignen. Nachhaltigkeit und Langfristigkeit gehen Hand in Hand, wie ein verliebtes Pärchen im Park.

Trading mit EAs soll uns als nachhaltige Einkommensquelle dienen (Photo von Mark Finn)

Damit eine spezielle Einkommensquelle nachhaltig sein kann, müssen wir denjenigen, die uns das Einkommen “verdienen lassen”, langfristig einen Mehrwert bieten. Trading mit einem guten EA muss demnach den anderen Marktteilnehmern einen Wert bieten, für den sie zu zahlen bereit sind. An den Finanzmärkten läuft dies naturgemäß indirekt ab, weil wir nahezu 100% der anderen Trader gar nicht kennen und auch niemals treffen werden.

Dabei müssen wir beachten, dass, wie alles im Leben, auch unsere Trading-Dienstleistung, für die der Markt bereit ist, uns eine Rendite zu überlassen, der ständigen Veränderung unterliegt. Daher wird auch der beste EA, der beste Trading-Algorithmus, den Sie jemals finden oder erfinden, immer wieder Verlustphasen durchlaufen.

Ich spüre dies derzeit am eigenen Leib: mein EA mFX-ProvideLiquidity hatte letztes Jahr erfreuliche 76,6% eingefahren (lt. Auswertung von mql5.com), angewendet auf ein Portfolio von 18 Währungspaaren. 2019 bis heute (Stand 19.8.) liegt das Konto mit knapp 2% hinten. Glücklicherweise kein Beinbruch, dennoch aber ein klares Anzeichen, dass die Mehrwerte, die dieser EA dem Markt zu bieten versucht, derzeit nicht besonders hoch im Kurs stehen.

Wer seine Trading-Ergebnisse überwacht und auswertet (z.B. mit Hilfe unseres sehr hilfreichen MT4-Skripts mFX-DealAnalyse), erhält im Endeffekt direktes Feedback über die derzeitigen Vorlieben der anderen Marktteilnehmer. Während diese Vorlieben sich ständig ändern, muss unsere innere Einstellung des Wert-Gebens immer stabil bleiben. Nur dann können wir langfristig Rendite erwarten.

Du erntest, was du säst.

Wenn wir mit der Absicht des Dienstleistens im wörtlichen Sinn an unsere EA-Strategien heran gehen, brauchen wir noch nicht mal um eine Gegenleistung bitten. Denn:

  • wer Apfelkerne säht, dem wird ein Apfelbaum wachsen, von dem man Äpfel ernten kann

  • wer Weizensaat pflanzt, wird Weizen erhalten

  • wer am Devisenmarkt mit seinen Deals Werte wie beispielsweise Liquidität gibt, wenn sie am meisten gebraucht wird, wird über kurz oder lang auf Renditeernte gehen können.

Man muss also die richtige Saat sähen und sich dann nur noch darum kümmern, dass die richtigen Bedingungen für das Wachstum der Setzlinge herrschen. Dann wird die Ernte kommen, ganz sicher sogar. Denn das ist ein Naturgesetz.

Ein Landwirt muss lernen, wann Wasser, wann Stickstoff, wann Phosphat und wann Kalium zu geben ist. Je nach Wachstumsphase der Pflanze ist ein anderer Dünger angebracht. Genauso ist es beim Trading auch: der Trader muss seine Strategien und EAs so einsetzen, seine Deals so platzieren, dass sie für die derzeitige Marktphase passend ist und mit Rendite entlohnt wird. Wie geht das?

Ein flexibles Portfolio an EAs und Tradingstrategien lässt uns ruhiger schlafen

Um stetig erfolgreich zu Trading, mit und ohne EAs, sollte es hilfreich sein, mehrere Tradingstrategien und Tradingtechniken parat zu haben. Jede in sich muss langfristig profitabel sein. Sie sollten sich aber gegenseitig so ergänzen, dass eine Schwächephase der einen Strategie durch eine Gewinnphase des anderen Algos mehr als ausgeglichen wird. Das glättet die gesamte Kapitalentwicklung und lässt uns ruhiger schlafen.

Wenn Sie generell kürzere Timeframes, z.B. 5-Minuten- oder 30-Minuten-Charts, bevorzugen, müssen Sie bereit sein, schneller umzustellen. Vielleicht müssen Sie sogar einen EA für eine Zeit lang ganz aussetzen, damit er anderen, erfolgreichen EAs nicht in die Quere kommt. Je länger aber die durchschnittliche Haltedauer und Deal-Frequenz, auf desto längere Phasen eines gewissen Marktverhaltens und somit einer Wertschätzung des gelieferten Mehrwerts stellen Sie Ihren Algorithmus ab.

Wichtig an dieser Stelle ist nochmals zu erwähnen, dass dieses Wertgeben natürlich immer im Rahmen eines dauerhaft verträglichen Risikomanagements geschieht. Denn nur wer durchhält beziehungsweise durchhalten kann, wird anwesend sein können, wenn die Erntezeit sich einstellt.

Die Natur zeigt uns den Weg

Rufen wir uns einfach in Erinnerung wie die Natur auf dieser Erde funktioniert: jede Pflanze, jedes Tier, jedes Wesen hat eine Wert-hinzufügende Funktion. Das garantiert ihr Überleben, weil es gleichzeitig anderen Spezies hilft. Ein kurzes Beispiel: Vögel essen Beeren und Körner und verteilen diese nach deren Verdauung in der Landschaft. Das hilft den Bäumen und Sträuchern, die diese Früchte tragen, “Nachwuchs” heranzuziehen. Das bereitet die Grundlage für zukünftige Generation von diesen Vögeln und Pflanzen.

In der Wirklichkeit ist diese Systematik natürlich nicht nur bilateral, sondern sehr komplex verwoben und vielschichtig. Dennoch gilt, vereinfacht gesprochen: nur solange diese Pflanzen und Vögel sich gegenseitigen Wert liefern, werden beide überleben.

Genauso müssen wir lernen, den anderen Marktteilnehmern am Devisenmarkt, insbesondere denen mit anderen Interessen und Handelsmotiven, mit unseren automatisierten Expert Advisors und auch manuell diskretionär platzierten Trades ineinandergreifend dienen.

Dass dies intensive Arbeit und langwierige Studien bedeutet, sollte offensichtlich sein. Wer aber diesen Fleiß aufwendet, wird ganz bestimmt den Preis in Form von Trading-Rendite erhalten.

Beste Trading-Erfolge wünscht
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

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Sinnfrage Trading

Vorletzte Woche ging es im Blog-Artikel Besser Traden durch bewussten Umgang mit Zweifeln um Skepsis am entwickelten Trading-Algorithmus sowie eventuell tief in uns selbst liegende Ängste, die uns vom systematischen Börsenerfolg abhalten können. Diese Woche will ich eine übergeordnete Art des Zweifels adressieren; nennen wir sie doch am besten “Zweifel auf der Meta-Ebene” oder gar “MetaZweifel”, wo es sich auf dieser Website doch ständig um Trading auf den Plattformen MetaTrader 4 und MetaTrader 5 dreht.

MetaZweifel: ist Trading überhaupt richtig?

Dies ist eine wichtig Frage, für die es keine generelle Antwort gibt. Denn jeder muss selbst für sich herausfinden, ob Trading richtig ist oder nicht. Im folgenden ein paar Gedanken, die mir bei der Beantwortung der Sinnfrage Trading geholfen haben.

Dazu habe ich die Angelegenheit in zwei Teilaufgabenstellungen aufgegliedert:

  1. Kann Trading langfristig überhaupt profitabel betrieben werden oder muss man dazu die Bank sein und Spread bzw. Kommission und andere Einkommensquellen nutzen?

  2. Ist Trading moralisch in Ordnung?

Gehen wir beide Punkte nacheinander durch.

Muss ich die Bank sein, um langfristig im Trading gewinnen zu können?

Wir alle kennen die Binsenheit: “die Bank gewinnt immer.” Beim Roulette gewinnt die Spielbank, weil es die grüne 0 gibt und der Croupier einmal alle 37 Kugelwürfe sämtliche Wetteinsätze auf schwarz und rot einkassiert. Das sind 2,7% aller Spieleinsätze. Wenn Sie in Las Vegas spielen wollen, hat die Bank neben der einfachen 0 auch noch die Doppel-0 “00”. Das bedeutet, dass sie zwei mal alle 38 Kugelwürfe ihre Provision erhält, also ca. 5,3% aller Spieleinsätze.

Im Trading begegnen wir dem selben Phänomen, nur in leicht anderer Form. Die Bank gewinnt durch folgende Verdienstmöglichkeiten:

  • Kombination aus Spread und Kommission für jeden Deal, je nachdem, ob Ihr Broker Ihre Deals auf’s Buch nimmt oder weiterleitet.

  • Zinseinnahmen für jeden Euro oder Dollar, der als Kapital auf Ihrem Tradingkonto eingezahlt ist und gerade nicht zur Deckung der offenen Dealrisiken verwendet wird - wobei das in Euro derzeit ohne weiteren Risiken ob der niedrigen Leitzinsen nicht gerade lukrativ ist; für in US-Dollar geführte Konten steht hier mehr zu Buche.

  • Finanzierungskosten, auch als Swap oder Rollover bekannt: wenn Sie Trades in Ihrem MT4- oder MT5-Konto halten, verwenden Sie Hebel (Leverage). Je höher der Konto-Hebel, desto höher die Finanzierungskosten, weil der Broker Ihnen im Hintergrund Geld leiht, um die erhöhten Positionen eingehen zu können. Ihr Broker muss sich die Leihgabe an Sie zwar auch erst leihen, verdient dabei aber einen Zinsaufschlag, welcher übrigens auch oft Spread genannt wird. Dieser kann zwischen 2 und 5% p.a. liegen, auf das gehebelte Volumen gerechnet, wohl gemerkt.

  • Gewinn- und Verlust-Konvertierung, wenn Ihre Kontowährung von der Quotierungswährung abweicht: ein Beispiel. Sie (oder Ihr EA) handeln auf Ihrem in Euro geführten Konto 1 Lot in EURUSD und machen 100 Pips Gewinn. Dieser Profit fällt in USD an, weil die Quotierung “1 EUR sind wie viele USD wert?” lautet. Die US-Dollar sind also der bewegliche Teil der Gleichung. Das sind 100.000 EUR x 0,01 USD pro EUR, als 1.000 USD. Der Kursgewinn wird durch einen EUR-USD-Kurs geteilt, den der Broker bestimmt, um zu den Euros zu gelangen. Dieser ist meiner Erfahrung nach recht fair, wobei aber immer ein paar Pips zu Gunsten des Brokers eingerechnet sind. Es lohnt sich, das mal nachzurechnen. Meiner Erfahrung nach befinden wir uns in der Regel im Bereich 1 bis 10 Pips, je nach Broker. Auf der Verlustseite sind natürlich ebenso ein paar Pips Gewinn für den Broker drin.

Dieser Exkurs zeigt uns schnell, dass die Bank im Forex- und CFD-Trading einige mehr Verdienstmöglichkeiten hat als wir Trader. Sollen wir also nun alle Broker werden? Sicherlich nicht ganz realisitisch und auch wenig zielführend. Denn eine Brokerlizenz ist gar nicht so leicht zu bekommen, vom Aufbau einer soliden Organisation und vom Kundengewinn ganz zu schweigen.

Bleiben wir als doch lieber Trader. Aber auch als Trader müssen wir unternehmerisch denken. Also brauchen wir ein Geschäftsmodell.

Ja, wir Trader brauchen ein Geschäftsmodell!

Zunächst wieder eine kleine Analogie, um die Idee des “Business Models” für Trader besser zu verstehen.

Wenn wir einen Laden oder e-Shop (z.B. einen ebay-Shop) betreiben, benötigen wir ein solides Unternehmenskonzept, um beim Kauf und Verkauf von neuen oder gebrauchten Waren einen auskömmlichen Gewinn erzielen zu können:

  • Wie, wann und von wem kaufen wir die Handelswaren ein?

  • Zu welchem Verkaufspreis können wir die Güter anbieten?

  • Was passiert, wenn sich die Konkurrenzsituation verändert?

  • Und so weiter und so fort…

Wenn wir im Forex- oder CFD-Markt kaufen und verkaufen wollen - oder natürlich auch zuerst verkaufen (short gehen) und dann zurück kaufen - brauchen wir ein Geschäftsmodell für unser Trading, um langfristig erfolgreich sein zu können.

Meines Erachtens und meiner Erfahrung nach benötigt jedes Unternehmenskonzept einen Mehrwert für die anderen Teilnehmer des Marktes, an dem das Geschäft teilnehmen möchte, um nachhaltig Erfolge zu schaffen.

Ein Bäckereistand am Bahnhof (Juhu, eine Butterbrezel!) mag nicht die preisgünstigste und geschmacklich allerbeste Wahl für die Laufkundschaft sein, aber sie spart den Reisenden und Pendlern unheimlich viel Zeit. Zeit ist ein Wert - der höchste Wert überhaupt für manche. Weitere geschaffene Mehrwerte: Bequemlichkeit (keine 200 Meter Umweg nötig), Verfügbarkeit (der Stand hat zu Zeiten geöffnet, zu denen andere Bäckereigeschäfte vielleicht noch oder schon geschlossen haben) und schnelle Transaktionen (kurze Warteschlangen).

Als Gegenbeispiel kann eine andere Bäckerei, die vielleicht ein bisschen weiter vom Schuss gelegen ist, sich auf Spezialitäten oder Biowaren oder bestes Preis-Leistungs-Verhältnis oder freundlichstes Personal und Ambiente fokussieren. Der Mehrwert muss für Kundeschaft, Lage, Kauf-Zeitpunkt und -Motiv attraktiv sein.

In ganz gleicher Art und Weise gilt es für uns Trader, einen Weg zu finden, mit einem uns gelegenen Handelsstil den anderen Marktteilnehmern einen Mehrwert bieten zu können. Das gilt, obwohl die allermeisten der anderen Macher am Devisenmarkt uns unser Leben lang anonym bleiben werden. Solange wir Wert geben wollen (und können), ist Trading aus meiner Sicht moralisch in Ordnung.

Wie geht das nun, dass wir dem riesigen Finanzmarkt einen Mehrwert bieten und somit die Sinnfrage Trading positiv beantworten können?

Meiner Ansicht nach ist der alleinige und einzige Zweck von spekulativen, Gewinn-suchenden Tradern, anderen einen liquideren Markt zu schaffen. Also müssen wir dann traden, wenn viele andere dies ebenso wollen - allerdings nicht in die gleiche Richtung, sondern dagegen. Es ist das zu tun, was in manchen psychologisch getriebenen Momenten der Marktentwicklung die meisten anderen Trader nicht tun wollen oder können.

Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.
— Carl Mayer von Rothschild

Schon im 18. Jahrhundert wussten die profitablen Börsenakteure um Rothschild und Co., dass wohl ausgesuchtes, antizyklisches Verhalten zum Erfolg führt. Gilt das aber auch noch heute?

Ein berühmtes Beispiel aus der heutigen Zeit ist einer der reichsten Menschen der Welt und wohl bekanntester lebender Vertreter der antizyklischen Investment-Strategie: Warren Buffett. Buffett kauft Unternehmensanteile und manchmal auch Rohstoffe und Edelmetalle, wenn keiner (oder zumindest nur sehr wenig andere) sie haben möchte.

Wenn der Preis einer Aktie wegen fundamental unbegründeter, übertriebener Ängste um das Unternehmen oder die Wirtschaft im Allgemeinen nach unten gepeitscht wird, die Verkaufs- und Finanzdaten der Firma aber laut Buffetts Analyse einen höheren inneren Wert vermuten lassen, kauft er sie. Damit hat er jahrzehntelange Überrenditen erzielt.

Warum bedeutet das einen Mehrwert für den Rest des Marktes? Dafür gibt es mindestens zwei Gründe:

  1. Mehrwert: Buffetts Nachfrage für die Aktie stützt effektiv den Aktienkurs, so dass andere Händler und Investoren, die vielleicht noch immer verkaufen wollen oder müssen, einen höheren Preis erhalten als ohne seine Käufe.

  2. Mehrwert: Die Firma erhält Kapital durch Buffetts Aktienkauf - direkt (z.B. bei Kapitalerhöhungen) oder indirekt (durch Aktienkäufe an der Börse). Er beabsichtigt eine Haltedauer von mindestens fünf Jahren, was dem Unternehmen effektiv Geld zum Arbeiten und zur Steigerung der Produktivität gibt.

Er bietet dem Finanzmarkt nicht nur einen, sondern gleich zwei starke Werte an. Der erste bezieht sich auf das Timing seiner Investments und das unmittelbare, der zweite auf das mittelbare Klientel seiner Aktion. Das belohnt dieses wiederum durch die Überlassung von Überrenditen über Jahrzehnte (!), die oftmals sich im zweistelligen Bereich sich bewegen.

Wer für Mehrwert sorgt, beantwortet die Sinnfrage gleichzeitig mit.

Im Forex- und CDF-Trading mittels EAs ist der Zeithorizont zumeist viel kürzer und wird in Wochen, Tagen, Stunden oder gar Minuten oder Sekunden ausgedrückt statt in Jahren oder Jahrzehnten wie bei Warren Buffett. Dennoch können wir auch hier für Mehrwert sorgen und damit gleichzeitig die Sinnfrage positiv beantworten. Wir müssen nur ein wenig graben und nachdenken und forschen und ausprobieren, an welchen Stellen der Marktentwicklung wir, selbst mit vergleichsweisen geringen Handelsvolumina, systematisch und sinnvoll traden können, so dass wir sowohl dem Markt (Liquidität bieten) als auch uns selbst bzw. unserer Familie (Performance erzielen) von Nutzen sind.

Diese grundsätzliche Einstellung zu meiner eigenen Marktteilnahme prägt meine eigenen Trading-Ansätze nun schon seit 2 Jahren. Die Ergebnisse (Stand 8.8.2019, 15:03 Uhr) sind eindeutig ersichtlich und in meinen öffentlichen, abonnierbaren Signalen, die auf Echtgeldkonten beruhen, nachvollziehbar:

  • +6% in 95 Wochen Echtgeldhandel mit der eigens entwickelten Strategie ArrayTrading - ein und derselbe EA läuft auf derzeit 63 verschiedenen Währungspaaren: Majors, Minors und Exoten.

  • +79% in 91 Wochen Echtgeldhandel mit der eigens entwickelten Strategie ProvideLiquidityDaily - ein und derselbe EA läuft derzeit auf 18 verschiedenen Major und Minor Währungspaaren.

  • +105% in 72 Wochen Echtgeldhandel mit dem eigens entwickelten Strategieportfolio Select7D, bei dem verschiedene EAs und nicht-automatisierte Algos auf derzeit 38 unterschiedlichen Währungspaaren laufen.

  • +17% in 43 Wochen Echtgeldhandel mit dem eigens entwickelten Strategieportfolio FXBreakoutStrategyPortfolio, bei dem ein Ausbruchs-Trendfolge-EA mit einem Fehlausbruchs-EA auf kombiniert ist, so dass sowohl in Seitwärts- als auch Trendmärkten positive Performance bei überschaubarem Draw-Down-Risiko generiert werden kann.

Die positive, teilweise sehr deutlich über der Aktienmarktrendite liegende Performance über annähernd zwei Jahre spricht dafür, dass der Ansatz des Wertgebens letztendlich zum Erfolg führt. Sind meine Trading-Ergebnisse frei von Durststrecken? Natürlich nicht. Schwankungen sind immer da, weil der von mir geschaffene Wert mal mehr und mal weniger geschätzt wird. Langfristig gesprochen verdichten sich aber die Indizien, dass die Vorgehensweise Sinn-voll ist.

USD und EUR verdienen, nachhaltig und Sinn-voll, am Forex-Markt mit Expert Advisors (Photo by NeONBRAND)

Daher empfehle ich Ihnen ebenso, sich intensiv darüber Gedanken zu machen, an welcher Stelle Sie mit Ihren eigenen Trading-Strategien Wert schaffen und schöpfen können. Das wird auch Sie zum profitablen Trader machen. All Ihre “MetaZweifel” können Sie damit an den Nagel hängen.

Beste Tradingerfolge wünscht
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

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