Gelernte Lektionen vom Martingale-EA Trading Projekt "Mensch vs. Maschine"

Heute beenden wir offiziell das Trading-Projekt "Mensch vs. Maschine" mit unserem Martingale-EA mFX-MartingaleKlassisch. Im Konto "Mensch" hatten wir versucht, durch diskretionäre Richtungsentscheidungen die Arbeit des EA's zu unterstützen. Das Vergleichskonto war das Setup "Maschine", in dem wir den EA einfach und stur ohne jegliche Eingriffe oder Veränderungen an den Einstellungen auf EURUSD laufen ließen.

Im Endergebnis gewinnt...... Trommelwirbel..... "Maschine":

Die blaue Linie zeichnet die Equity-Entwicklung des "Maschine"-Kontos ab. Wir erlitten hierin zwei Reißleinen-Drawdowns in den ca. 14 Monaten des Tradings. Beide wurden vollständig wieder aufgeholt. Wir beenden das Tradingprojekt hier mit effektiv einer schwarzen 0.

Das "Mensch"-Konto (rote Linie) geriet durch zwei Fehleinschätzungen der Richtung in EURCHF und einmal in EURUSD in zwei größere Drawdowns. Wir ziehen nun Bilanz.

Was haben wir gelernt?

  1. Wir konnten das Totalverlustrisiko des Martingale-Ansatzes durch Risikomanagement und geringe Hebel zumindest über die 14 Monate kontrollieren.
  2. Man sollte sich strikt an das System halten, den Martingale EA walten lassen, am besten in beide Richtungen parallel, aber netto Buy und Sell aufrechnen.
  3. Mit diesem strikten Risikomanagement und stringenter Strategieumsetzung verbleibt eine positive, aber sehr verhaltene Rendite. Immerhin wurde der Spread und die Finanzierungskosten aller Deals und 0,42% Rendite verdient.
  4. Es ist weitaus spannender und aufregender, Tagesgeldrendite so zu verdienen als einfach auf dem Konto zu parken. Ob dies das Risiko Wert ist, muss jeder selbst entscheiden.
  5. Eine bessere Rendite durch diskretionäre Richtungsentscheidung ist uns in diesem Experiment nicht nachhaltig gelungen.

Ihnen alles Gute für Ihr eigenes Trading
Cristof Ensslin und Maik Schober