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Kostenloser Indikator-Download für Verlustverrechnungsbegrenzung (Trader-Steuer 2021)

In jedem Hindernis verbirgt sich eine Chance: eine Chance, die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und Prozesse zu verbessern.

Ein solches Hindernis, eine solche Schwierigkeit scheint der neue Paragraph 20 Absatz 6 des Einkommensteuergesetzes für alle ernsthaften privaten Trader zu sein. Wie berichtet (siehe Aktueller Stand Verlustverrechnungs-Gesetz (Trader-Steuer) und Webinarankündigung: neuer Rainbow Trading EA vom 8.1.2021) erlaubt dieser Gesetzestext die Gegenrechnung der Summe der Verlustdeals zur Summe der Gewinndeals in Höhe von maximal 20.000 EUR pro Jahr.

Dies ist kein rechtberatender Blog, nur mein Verständnis der Lage (bitte informieren Sie mich durch ein Kommentar unter diesem Blog, wenn Sie einer anderen Meinung sind. Es stehen Stand heute noch immer eindeutige Auslegungs-Wegweiser, wie z.B. ein Schreiben des BMF aus.)

Wenn ich den Gesetzestext richtig verstehe, erhält jeder Trader 20.000 EUR Aktienverluste und 20.000 EUR Termingeschäftsverluste zur Verfügung (Ursprünglich waren es sogar nur 10.000 EUR). Wer weniger als diese Zahl als Summe aller Verlustdeals erleidet, den betrifft das neue Gesetz nicht wirklich. Wer aber größere Konten verwaltet, bei dem könnte das Ganze zu solch einem Szenario führen:

  • Summe aller Gewinndeals: 50.000 EUR

  • Summe aller Verlustdeals: -40.000 EUR

  • Eigentlicher Gewinn: 50.000 - 40.000 = 10.000 EUR

  • zu versteuernder Gewinn: 50.000 - 20.000 = 30.000 EUR

Je nach Steuersatz kann die anfallende Steuer den eigentlichen Gewinn aufzehren oder gar überschreiten. Ein Grenz-Steuersatz von 30% würde nach der neuen Rechtslage 9.000 EUR Steuer (statt früher 3.000 EUR) verursachen; bei 40% wären es schon 12.000 EUR (statt früher 4.000 EUR) Steuerlast, also mehr Steuerlast als der eigentliche Gewinn.

Über die offensichtliche Ungerechtigkeit und voraussichtlich auch Verfassungswidrigkeit (eine Verfassungsklage ist anhängig) brauchen wir uns hier nicht zu unterhalten. Ob Finanzgerichte, Verfassungsgericht oder diese Petition dazu beitragen werden, unsere Seite der Medaille zu zeigen, wissen wir nicht. Daher müssen wir uns auf die aktuelle Lage vorbereiten. (Lieber mit dem Schlimmsten rechnen und sich dann über alle erzielten Erfolge freuen).

Verluste zu kontrollieren wird noch wichtiger

Verluste zu kontrollieren, war schon immer Schlüssel zum Erfolg eines jeden Traders. Die neue Steuerlage macht dies noch offensichtlicher. Das ist die eigentliche Chance in diesem Hindernis, die echte Stufe, die uns auf ein höheres Niveau als Trader bringen kann.

Um Verluste kontrollieren zu können, müssen wir sie zunächst kennen. Daher ist es wichtig, immer ein Auge darauf zu behalten, wie hoch die aktuelle Summe aller Verlustdeals ist. Ich habe daher einen Indikator für MT4 gebaut, der dies auf Kontoebene automatisch errechnet, siehe folgendes Video:

Wichtig ist, wie auch schon im Video erwähnt, dass Sie im MT4 Terminal die vollständige Kontohistorie laden. Der Indikator kann nur das auswerten, was im MT4 Terminal lokal zur Verfügung steht. Manche Broker stellen diese allerdings nur begrenzt zur Verfügung, um Speicherplatz und Bandbreite zu sparen. Dies stellt somit ein weiteres Kriterium in der Brokerauswahl dar. Der von uns oft empfohlene Top-Broker JFD Bank stellt im MT4 Terminal wirklich die komplette Kontohistorie zur Verfügung.

Hier können Sie den Indikator herunterladen, der Ihnen jederzeit die aktuelle Gewinnsumme und Verlustsumme der geschlossenen Deals im eingeloggten Konto anzeigt:

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Beste Tradingerfolge wünscht Ihnen
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

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