Cristofs Bild der Welt

Warum Sie programmieren lernen sollten

Das Informationszeitalter hat Einzug gehalten.

Eine Flut von Daten und Informationen ist heutzutage verfügbar, wie es sie noch nie gegeben hat.

Wie sortieren Sie all diese Daten, um nützliche Informationen zu erhalten, um diese zu Wissen, Können und Weisheit umzuwandeln?

Das Zeitalter der Roboter macht es notwendig, Maschinen effektiv mitteilen zu können, was sie zu tun haben. Angefangen mit digitalen Anzeigen und digitaler Steuerung an Tankstellen und Zapfsäulen, über elektronische Steuerung des Zugverkehrs oder der Straßenführung, bis hin zum eigenen Computer zu Hause, zur Brot-Backmaschine in der Küche und Staubsaug-Roboter auf dem Fußboden – Daten werden erfasst, verarbeitet und zu höchst möglichem Nutzen verwandelt.

Die elektronische Vielfalt breitet sich in mehr und mehr Bereiche des Lebens aus. So wie vor 200 Jahren die Industrialisierung nicht aufzuhalten war, ist heute die Digitalisierung nicht mehr zu bremsen. Das ist eine Tatsache, der wir uns stellen müssen, ob wir sie mögen oder nicht.

Wie wir damit umgehen, können wir aber selbst beeinflussen. Wir können darüber schimpfen oder sie in den Himmel hoch loben, wir werden aber irgendwie darauf reagieren müssen.

Wollen wir nun entweder auf der Seite sein, die alles als gegeben akzeptiert, was andere damit produzieren? Oder wollen wir selbst ein Teil der Chancen beeinflussen, den das Informationszeitalter mit sich bringt?

Wie klein auch immer mein eigener Einfluss auf die Gesamtentwicklung sein mag, ich möchte lieber Mit-Gestalter als Nur-Verbraucher sein.

Auf welcher Seite wollen Sie stehen?

Mitgestalten kann ich aber nur, wenn ich mich in die digitale Welt hineindenke und entsprechende Fähigkeiten lerne.

Als Kind musste ich laufen lernen, danach Fahrrad fahren und dann ein Auto steuern. Für meinen Beruf (Bankkaufmann) lernte ich zunächst die Grundrechenarten, dann Multiplikation und Division, danach dann Algebra, Geometrie und Kurvendiskussion, und danach Finanzmathematik. Alles Schritt für Schritt.

Wenn ich ein konstruktiver Teil der Digitalisierung sein möchte, muss ich Programmieren lernen.

Programmieren bedeutet, einem Computer mitteilen zu können, was dieser für mich erledigen soll.

Auch hier gibt es für Einsteiger mehr oder weniger geeignete Mittel und Wege anzufangen.

Ich bin selbst Trader. Ich kannte mich also schon mit der Markt-Terminologie und vielen Fachbegriffen und Besonderheiten der Börsenwelt aus. Daher war der Einstieg ins Programmieren im Bereich Trading leichter als wie wenn ich einen Tempomat in der Autoelektronik oder ein Schachcomputer hätte programmieren sollen.

Dazu kommt, dass es eben im Tradingbereich eine Programmier-Sprache gibt, die es Programmier-Anfängern vergleichsweise einfach macht, bewährte Trading-Regeln in einen „Handels-Roboter“ umzuwandeln.

Diese Programmiersprache ist MQL4. Sie wird dazu verwendet, und nur dazu verwendet, auf der sehr weit verbreiteten Trading-Plattform MetaTrader 4 (MT4) Trading-Vorgänge zu automatisieren. 

Wenn ein Vorgang nur ein einziges Mal bei manuellem Abruf ausgeführt werden soll, nennt sich das im MT4 ein „Skript“. Soll der gleiche Vorgang bei jedem Kurstick durchlaufen werden, entsteht durch die Programmierung ein „Expert Advisor“, kurz „EA“ genannt. Mit „Indikatoren“ können Kursdaten mathematisch umgewandelt und in Signalgeber verwandelt werden.

Mit Hilfe von MQL4 kann jeder, also auch Sie, solche Programme für die Verwendung in MT4 schreiben. 

Sind Sie selbst Trader? Kennen Sie sich mit Bid und Ask sowie Buy und Sell und Stop- und Limit-Orders aus? Und wollen Sie sich den (Lern-) Herausforderungen unserer heutigen Zeit stellen und „up-to-date“ bleiben, sprich mit der Gesellschaftsentwicklung wachsen und entsprechend nützlich bleiben für Kunden, Arbeitgeber und vor allem sich selbst?

Dann liegt das Erlernen von MQL4 und schreiben erster, kleiner Programme für MT4 am nächsten. Der Einstieg ins Programmieren ist dann geschafft. Weitere Programmiersprachen zu lernen und andere Verwendungsmöglichkeiten für das Programmieren zu finden wird dann in der Zukunft viel leichter sein.

Ich habe dafür einen Workshop kreiert, der speziell Tradern dabei hilft, das Programmieren zu lernen. Auf dieser in der heutigen Zeit schon fast unverzichtbaren Fähigkeit können Sie dann weiter aufbauen. 

Neben dem erfolgreichen Einstieg ins Programmieren haben Sie weitere, offensichtliche Vorteile: Sie sparen sich potenziell viel Geld, das Sie ansonsten für käufliche EAs oder einen EA-Programmierservice aufwenden würden. Geld, das Sie dann lieber im Trading vermehren oder für Ihr liebstes Hobby einsetzen können.

Bill Gates sagt über das Programmieren:

"Lernen, Programme zu schreiben, dehnt Ihren Verstand aus und hilft Ihnen, besser zu denken, schafft eine Möglichkeit, über Dinge nachzudenken, was meiner Meinung nach in allen Bereichen des Lebens hilfreich ist."

Ich lade Sie dazu ein, sich hier über den MQL4-Intensivkurs - EA-programmieren lernen ausführlich zu informieren.

Herzliche Grüße
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihrem EA-Programmierer

2012 - wir haben selbst die Wahl

Anfang Januar 2012. Cristof fliegt über den Teich. Er hat Zeit, gründlich verschiedene Zeitungen zu lesen und nachzudenken. 1 und 1 zusammenzurechnen...

"Tauben" halten Einzug bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Nach Draghi als neuem Präsidenten kommt Praet als neuer Chefvolkswirt. Als "Tauben" werden in der Geldpolitik diejenigen Personen bezeichnet, die lieber einmal mehr die Gelddruck- und Zinssenkungsknöpfe drücken und eine größere Geldentwertung in Kauf zu nehmen, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. bei Politikern ist eine solche Entwicklung durchaus erwünscht - denn eine intakte Wirtschaft macht es leichter, wiedergewählt zu werden. Interessant, dass eine solche Entwicklung zeitgleich mit dem politischen Versuch der Rettung des Finanzsystems einhergeht.

Es wurde eine rekordverdächtige Bankenfinanzierung durch die EZB durchgeführt: Für drei Jahre erhielten Banken so viel Geld wie sie wollten - insgesamt wurden 489 Mrd. EUR ausgehändigt. 489 Milliarden! Als Sicherheiten wurden im übrigen auch Ramsch-Anleihen akzeptiert, um, wie es offiziell heißt, möglichst vielen Geldhäusern diese Refinanzierung zu ermöglichen. Das Geld wird von den Banken übrigens nicht dazu verwendet, um die Real-Wirtschaft zu finanzieren. Zumindest noch nicht. Es landet derzeit in Form von Einlagen wieder bei der Zentralbank. (Kein Wunder, dass der Euro schon seit Wochen auf Talfahrt ist gegenüber den meisten der anderen Welt-Haupt-Währungen). Eine Kreditklemme droht, was eine ausgeweitete Wirtschaftsflaute nach sich ziehen würde.

Einem Arbeitspapier der volkswirtschaftlichen Forscher Jardá, Schularick und Taylor zufolge ist das Auftreten einer Finanzkrise mit folgender, langwieriger Rezession umso wahrscheinlicher, je höher die Kreditintensität des vorangegangenen Aufschwungs war. Unnötig zu erwähnen, auf was der Boom der letzten Jahre gebaut war. Die gute Nachricht der Forscher dabei ist, dass es durch die notwendige Entschuldung voraussichtlich nicht zu einer hohen Inflation kommen wird - für eine ähnlich lange Zeit.

Wenn nun "Tauben" am Werk sind, kann es nochmal zu einem - auf Kreditsummen phantastischen Ausmaßes aufgebauten - Aufschwung kommen. Irgendwann ist aber Schluss (denn Kredit setzt Vertrauen in die Schuldner voraus) und es gibt eine lange wirtschaftliche Flaute - und von hoher Inflation wird weit und breit keine Spur sein. Das Japan der letzten beiden Jahrzehnte lässt grüßen.

Äußerst bemerkenswert finde ich, dass all diese Entwicklungen mit dem viel beachteten Jahr 2012 zusammentreffen. Meines Erachtens beginnt dieser Tage, Wochen und Monate in der Tat eine neue Ära. Ich treffe auf immer mehr Menschen, die über die Welt und das eigene Leben reflektieren. Aber keine Angst, die Welt wird nicht zu Ende gehen - auch wenn Roland Emmerich dies so portraitiert hat. Die Kraft des Lebens an sich überdauert alles. Selbst im Kalender der Maya würde ein neuer Zyklus an den dieses Jahr endenden angehängt werden, wenn es das hoch entwickelte Volke heute noch geben würde.

An vielen Indizien merken wir, dass sich etwas in der Menschheit verändern muss. Wir merken es an den Fehlbarkeiten von hochrangigen Unternehmens- und Volksvertretern - die ein Abbild der Gesellschaft und damit auch der (meisten) einzelnen Personen in der Bevölkerung sind. Was wir mit der anstehenden Veränderung anstellen, liegt bei uns allen selbst. Wir können schwarz malen und mit dem Finger zeigen, oder wir können mit positiven Grundgedanken an uns selbst arbeiten. Uns daran erinnern, dass wir eigentlich schon alles haben, was wir für ein glückliches Leben benötigen. Akzeptieren, dass andere anders agieren und dennoch Menschen wie wir sind. Großzügig teilen. Eine bestimmte Art des Daseins uns aneignen. Als Vorbild agieren.

Die Norweger bieten zum Beispiel ein tolles Vorbild. Den meisten Politikern dieser Welt wird vorgeworfen, dass sie niemals sparen können. In Norwegen dagegen wird Maß gehalten, obwohl kein Zwang dazu besteht. Die Öl- und Gasverkäufe der Skandinavier spült eine Menge Geld in den Staatsfonds. Trotzdem begrenzen sie konsequent die Geldflüsse aus dem Fonds in den Staatshaushalt. Nicht einmal im eigenen Land wird das Geld haupsächlich angelegt - denn man will eine Überhitzung der eigenen Wirtschaft vermeiden. Das ist weitsichtig gedacht.

Geben wir also die Hoffnung nicht auf, dass die anstehenden Veränderungen Gutes mit sich bringen. Es liegt an uns. An jedem einzelnen von uns. Denn auf was wir unseren Fokus setzen, das wird sich laut dem Gesetz der Anziehung am Ende vermehren.

Bicycling for a Cause

Geld ist Währung. Es erhält und behält seinen Wert dadurch, dass es fließt und in Waren oder Dienstleistungen eingetauscht wird. Geld ist also Energie. Sei es Euro-Geld, Dollar-Geld oder Gold-Geld. Im Devisenhandel werden täglich Billionen solcher Gelder einer Währung in Gelder anderer Währungen umgetauscht.

Geld braucht einen Grund zum Existieren, der über das bloße Dasein hinaus geht. Auf Konten oder unter dem Kopfkissen wird es zwar - abgesehen vom inflationsbedingten Verlust von Kaufkraft - nicht schlecht, aber über ein gewisses Niveau hinaus, das ein Sicherheitsgefühl für seinen Besitzer bietet, bietet es niemandem einen echten Wert. Nur wenn es fließt, schafft es Energie.

Selbst Bill Gates und Warren Buffet haben die über ihr eigenes Sicherheitsgefühl hinausgehende Gelder wohltätigen Zwecken zugeführt und Stiftungen. Zugegeben, ihre Vermögen übersteigen vermutlich die unsrigen. Die Idee dahinter steht aber klar und deutlich: es wird immer genügend für uns alle da sein. Ich habe dieses Grundvertrauen. Wieviel Sicherheitsgefühl brauchen Sie?

In meinem letzten "Bild der Welt" im Juni 2011 sprach ich vom Gedankenspiel "Green FX". Im Rahmen des heutigen Bilds der Welt stelle ich heute ein Projekt abseits des Devisenmarkts und -handels, des Währungsmanagements und des FX-Indikators vor. In gewisser Weise begründet es meinen ersten Schritt in Richtung "Green FX". Wir haben die Aktion "Bicycling for a Cause" getauft.

Am 13. September 2011 machen sich zwei leidenschaftliche Radfahrer und Naturliebhaber (mein Radfahr-Freund Phillip und ich selbst, unterstützt im Begleitfahrzeug von meiner lieben Frau Sophia) auf den Weg, die gesamten 750 km der die südliche Appalachen durchziehenden Höhenstraße "Blue Ridge Parkway" vom einen bis zum anderen Ende entlang zu radeln. Sie wollen neben dem persönlichen Genuss  ("yes, we feel alive!") der herrlichen Strecke Aufmerksamkeit für die Schönheit unserer Erde erregen. Gleichzeitig sammeln Sie Meile für Meile Spendengelder für das Kinderheim Eliada, das sich in nächster Nähe des Parkways in Asheville, North Carolina, befindet.

Spender sind herzlich willkommen: z.B. 10 Cent pro Kilometer und Fahrer würden eine Spende von 150 Euro bedeuten. Das Kinderheim ist dankbar für kleine und große Beiträge, denn es hat ständigen Bedarf an Essen und Kleidung für die betreuten Kinder, Futter und Medikamente für die Tiere (Pferde, Lama, Esel...) der zu therapeutischen Zwecken angeschlossenen Farm und anderen Anschaffungen, die den Kindern langfristig helfen, ihr Leben zu meistern. Aktuell steht unser Spendenbarometer bei 20 US-Cent pro km, also 300 Dollar. Haben Sie Lust, zur Erhöhung beizutragen?

Alternativ können Sie auch als Sponsor auftreten, um uns Radlern beim Helfen zu helfen. Denn die Radtour geht über zehn Tage Radfahren hinaus; sie geht über die kraftraubenden Anstiege und berauschenden Abfahrten hinaus; sie geht über die atemberaubenden Anblicke der in diversen Blautönen geschichteten Blue Ridge Mountains hinaus; es geht darum, die Schönheit von Mutter Natur zu präsentieren; es geht darum, diese zu ehren und zu pflegen, um sie uns und unseren Kindern zu erhalten und eine lebenswerte Existenz für alle Menschen zu ermöglichen. Wenn Sie das unterstützenswert finden, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme. Beispielsweise benötigen wir Gelder für Fahrradteile, Benzin fürs Begleitfahrzeug, Übernachtungen, Verpflegung etc. und Hilfe bei der Verbreitung unserer Hilfsaktion in der Öffentlichkeit.

Ob Sie direkt spenden oder helfen oder nicht - bei Interesse freuen wir uns über regelmäßige Besuche Ihrerseits auf unserem Projekt-Blog. Oder werden Sie Fan unserer Facebook-Seite! Hier werden wir im Vorfeld regelmäßige Projekt-Aktualisierungen und während unserer Reise tägliche Erlebnisberichte veröffentlichen. Schauen Sie vorbei.

Viele Grüße und genießen Sie den Sommer in der Natur
Ihr Cristof Ensslin 

Eliada Kinderheim unterstützen:

Die Radfahrer Bicycling for a Cause unterstützen:

"Green FX" - der Beginn eines Gedankens

Seit langer Zeit wird diskutiert, ob Investoren und Spekulanten einen volkswirtschaftlichen Nutzen stiften. Die eine Seite sagt Ja, denn größere Liquidität senke die Schwankungsanfälligkeit, ermögliche eine schnellere Preisfindung und gleiche damit Fehlbewertungen rascher aus. Damit sinken explizite wie implizite Transaktionskosten für die Realwirtschaft. Die Gegenargumente dazu sind, dass die Spekulation die Schwankungsanfälligkeit vergrößere, da Spekulanten sich nach dem Motto "The Trend Is Your Friend" oftmals opportunistisch verhalten. Ausschläge und Fehlbewertungen würden sich vergrößern und zeitlich verlängern.

Dieser Artikel zielt nicht auf eine umfängliche und ausführliche Diskussion der beiden Standpunkte ab. Wahrscheinlich haben beide Seiten recht. Yin und Yang gehören zusammen. Das Gute und Böse steckt in uns allen gleichzeitig. Es kommt zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Situationen zum Vorschein.

Mit meinem jüngsten Projekt FX-Indikator nutzen wir die Werkzeuge der erfolgreich agierenden Devisenhändler, um für Unternehmen des realwirtschaftlichen Mittelstands bessere Wechselkurse zu ermöglichen. Damit hoffen wir, einen Beitrag zu mehr Marktgerechtigkeit zu leisten.

Danke, Mutter Erde. Dafür, dass Du mir die Grundlage für mein Leben lieferst. Danke für einen idealen Abstand zur Sonne. Danke für den wunderbaren Sauerstoff-Gehalt in der Luft nahe der Erdoberfläche. Danke für die Fülle an reinem Wasser und nahrhaften sowie schmackhaften Gewächsen und Geschöpfen.

Es ist Zeit für mich zurückzugeben. Immerhin verdanke ich Dir schon 33 abwechslungsreiche Sommer und Winter. Dabei ist mir der Gedanke zu "Green FX" gekommen.

Was heißt Green FX? Nun, das weiß ich selbst noch nicht vollumfänglich. Stück für Stück entwickle ich meine Gedanken dazu. Falls Ihnen dazu etwas einfällt, freue ich mich darauf, es zu erfahren - sei es per Kommentar oder einer E-Mail als Reaktion auf diesen Artikel. Bisher passen folgende Ideen zu Green FX:

  • Gewinne aus meinem eigenen Devisenhandel werden ganz oder teilweise an „grüne“ Zwecke gegeben; entweder an einschlägige Stiftungen und wohltätige Projekte – oder als Investment in grüne Energien und dergleichen.
  • Unternehmen mit negativer CO2-Bilanz können den Devisenmarkt nutzen, um das gleiche zu tun; sei es wenn ein Plankurs geschlagen wird und damit extra Profite entstehen – oder sei es dass ein Deviseneigenhandel für Gewinne sorgt, die wie oben verwendet werden können.
  • „Grüne“ Organisationen können den Devisenhandel nutzen, um entstehende Gewinne im Eigenhandel für weitere grüne Zwecke einzusetzen.
  • Für mich und mindful FX kann Green FX bedeuten, dass ich mich bei meinen Beratungsleistungen auf "grüne Unternehmungen" fokussiere - bzw. dabei helfe, solche, die es noch nicht sind dazu zu werden. Mindestens seitens des Währungsmanagements. Wir könnten zudem ein Zertifikat ausstellen, dass grünen oder nachhaltigen Umgang mit Devisenrisiken bestätigt (Gäbe es dafür Nachfrage? Was für ein Unternehmen oder eine Organisation könnte sich durch die Nutzung der Ideen von Mitbewerbern positiv absetzen?).
  • Sich "grün" verhaltenden Menschen oder Unternehmen könnten wir unsere Dienstleistungen preisgünstiger anbieten.

Ich bin gespannt, wie sich dieses Gedankengebilde weiter entwickelt. Der Ansatz passt sicher in den Zeitgeist. Daher würde ich mich freuen, Ihre Reaktionen dazu zu erhalten. Vielen Dank.

Alles Gute, Cristof Ensslin

HICP - der EZB's vier Buchstaben

Welch bewegte Wochen liegen am Devisenmarkt hinter uns:

  • Yen-Interventionen als Reaktion auf die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan
  • Zinserhöhung der EZB zur Bekämpfung der erhöhten Teuerungsrate (erste Zinsbewegung seit fast zwei Jahren)
  • Euro-Aufwertung gegen US-Dollar trotz verstärkter Umschuldungs-Diskussionen um Griechenland
  • Euro-Aufwertung gegen US-Dollar trotz Portugals Hilfegesuch durch den EU-Rettungsschirm
  • Kontinuierliche Dollar-Abwertung gegenüber allen Hauptwährungen (EUR, GBP, CHF, AUD, CAD und zuletzt auch wieder JPY)
  • Kontinuierliche Dollar-Abwertung gegenüber Hartwährungen (Gold, Silber, Öl etc.)
  • Chinas erneute Rekordstände in ihren Devisenreserven
  • Senkung des Ausblicks der US-Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur S&P
  • Devisenkrise in Weißrussland

Was bedeutet das alles für den Euro bzw. dessen Wechselkurs zum Dollar? Hier einige weiter führende Gedanken:

  • Euroland hat sich vorerst als stabilerer Währungsraum im Vergleich zum US-Dollar etabliert.
  • Seit Januar 2010 wurde die Berechnungsmethode für den HICP (harmonisierter Verbraucherpreis-Index) verändert. Saisonale Produkte im Warenkorb sollen damit geglättet werden. Der Effekt ist, dass die offiziell ausgewiesene Preissteigerungsrate des Euroraums nun 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte niedriger liegt als ohne die Asjustierung. Jedes bisschen zählt im Kampf gegen die Inflation, auch wenn dieses bisschen keinerlei Auswirkung auf die echten Preise hat, die wir alle im Laden bezahlen.
  • Der Effekt dieser Anpassung liegt teilweise sogar im Bereich eines vollen Prozentpunktes, wenn z.B. auf eine einzelne Länderstatistik wie die von Griechenland geblickt wird. Italien und Portugal liegen etwa bei einem halben Prozentpunkt.
  • Der HICP wird von Eurostat - dem statistischen Amt der EU - berechnet. Eurostat ist im Gegensatz zur EZB nicht unabhängig von der Politik.
  • Statistische Spielereien hin oder her: der Anstieg der Produzentenpreise liegt nach 5,9% im Januar nun bei 6,6% im Februar. Das ist der höchste Stand seit September 2008, dem Monat des Lehman-Brothers-Zusammenbruchs und quasi Beginn der Rezession. Unternehmen geben Kostensteigerungen ihrerseits mit ein wenig Zeitverzug an Endverbraucher weiter, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Entwicklung der Produzentenpreise kann also als Vorläufer der Verbraucherpreise betrachtet werden. Das heißt, auch der Euro verliert an Kaufkraft, ob statistisch gemessen oder nicht.
  • Die EZB wird weiter eine Gradwanderung zwischen ihrer originären Aufgabe (Preisstabilität) und politischen Wünschen (Staats-Schuldenfinanzierung durch Kaufkraftverlust) fahren. Zinsanhebungen sind dabei erstes Mittel der EZB.
  • Immerhin schaut die EZB auf die gesamte Preissteigerungsrate. Die US-amerikanische Zentralbank Fed legt ihren Augenmerk auf die so genannte Kernrate. Was ist das? Die Kernrate ist der wenig schwankende Teil des Warenkorbs, dessen Preissteigerung gemessen wird. Lebensmittel- und Energiepreise sind außen vor, da sie stärkeren saisonalen und Rohstoff-Weltmarktpreis-Schwankungen ausgesetzt sind. Genau die sind es jedoch, die ich hauptsächlich im Geldbeutel spüre. Geht es Ihnen ähnlich, ja oder nein?

Mein Fazit für das Währungspaar EUR-USD: In Europa wird derzeit also eine "ehrlichere" Geldpolitik betrieben. Solange diese Konstellation anhält und vor allem solange der Devisenmarkt weiterhin diese Konstellation erwartet, wird der Euro in US-Dollar ausgedrückt gut unterstützt bleiben oder sogar weiter steigen.

Was ist Ihre Meinung? Wenn Sie mehr aus Ihrer Meinung machen wollen, sprechen Sie mich an. Ich teile gerne meine langjährige Expertise in der Entwicklung und Durchführung von Währungsstrategien mit Ihnen.

Erfolg bedeutet etwas anderes für jeden einzelnen

Jeder folge seiner eigenen Definition von Erfolg. Das wünscht Gründer und Geschäftsführer der auf Währungsmanagement in Unternehmen spezialisierten Unternehmensberatung mindful FX, Cristof Ensslin, Absolvent 2004 des European Business Programmes Portsmouth/Münster, den ehemaligen, aktuellen und zukünftigen EBP-Studierenden zum 30-jährigen Jubiläum des Studiengangs.

Let's Make Money

Letztes Wochenende bin ich auf YouTube wieder auf einen Film aufmerksam geworden, den ich im Herbst 2008 kurze Zeit nach seiner Veröffentlichung in einem Kölner Kino schon einmal gesehen hatte. Damals brodelte die Finanzkrise auf großer Flamme. In meiner Rolle als Devisenberater im Firmenkundengeschäft einer deuschen Großbank stand ich vor einer Sinnkrise. Dieser Film kam gerade zum richtigen Zeitpunkt, um mir bei meiner eigenen Reflektion zu helfen und interessante und schockierende Zusammenhänge mit der Finanzbrache im Mittelpunkt vor Augen zu führen.

Der Film heißt Let's Make Money. Er spricht für sich. Und jeder, der ihn vollständig und aufmerksam ansieht, wird seine eigene Meinung dazu bilden. Ich persönlich denke, er ist ein Weckruf, unser Finanz- und Wirtschaftssystem auf globaler Ebene gründlich zu überdenken. Im Folgenden hat mich die Lektüre des im Film erwähnten John Perkins, Autor des Thriller-Dokumentations-Buchs Bekenntnisse eines Economic Hit Man, sehr beeindruckt.

Let's Make Money gibt es auch als DVD. Auch wenn der Film derzeit auf YouTube in zehn Teilen sichtbar ist, die qualitativ hochwertige DVD-Version lohnt sich. Hier der offizielle Trailer des Films:

Ende letzten Jahres hat der ehemalige Manchester United Star und französiche Fußball Nationalspieler Eric Cantona eine Möglichkeit ins Spiel gebracht, was jeder einzelne tun kann, um Politiker und Banken zum Umdenken anzuregen. Er hatte vorgeschlagen, dass alle gleichzeitig am 7. Dezember 2010 die Geldautomaten der Banken nutzen, um ihr Geld abziehen. Das war ein Aufruf zu einem Bankrun.

Nach dem Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 war dies Gerüchten nach schon fast so weit. Das öffentliche Vertrauen in die Banken war auf dem Tiefstpunkt angelangt, die Bargeldbestände der Bankschalter und -automaten sollen auf ein kritisches Niveau gefallen gewesen sein. Die Europäische Zentralbank EZB hatte die Lage durch großzügige Geldlieferungen schnell wieder stabilisiert.

Wussten Sie, warum Islands Finanzsystem und Währung in Folge der Lehman-Pleite zusammenbrachen? Nicht eine Einlagensicherungs-Einrichtung, nicht die Regierung, sondern die Zentralbank selbst hatte die Gelder der Gläubiger versichert. Nicht nur die Einlagen in eigener, theoretisch unendlich druckbarer Isländischen Krone (ISK) waren dabei versichert, sondern ebenso Fremdwährungsanlagen wie Euro oder US-Dollar - die im Notfall schwer zu beschaffen sind, insbesondere wenn der Kurs der landeseigenen (und druckbaren) ISK verfällt. Folge: verstaatlichte Banken, Quasi-Staatsbankrott, Inflation, überschuldete Privathaushalte, Kapitalkontrollen, den laut derStandard.at ersten surrealistischen Bürgermeisters Europas (dazu auch ein unterhaltsam-informativer Artikel der Süddeutschen). Das Notfallpaket der internationalen Politikgemeinschaft verhinderte den wirklichen Staatsbankrott sowie eine Währungsreform und ermöglichte zwischenzeitlich eine teilweise Rückzahlung der Sparergelder und die Erholung der Wirtschaft.

Eines ist mir deutlich geworden. Die Exzesse in der Finanzwelt haben viel Unruhe und Ungerechtigkeit in die Welt gebracht. Sie haben aber auch viel Gutes ermöglicht. Das auf einem Schulden-Kartenhaus basierende Finanzsystem brachte großartige technologische Entwicklungen wie Öko-Energie, weltweite Kommunikationsmöglichkeiten, höhere Gesundheitsstandards und andere bahnbrechende Innovationen. Da das Spiel mit den Schulden und persönlicher Bereicherung einiger weniger, die die Regeln machen, nicht unendlich weitergehen kann, ist es jetzt an der Zeit umzudenken. Katastrophen wie die Tsunami in Thailand, Ölpest im Golf von Mexiko und der aktuellen Situation in Japan mit Erdbeben, Tsunami und Atomunfall machen überdies deutlich, dass unser schöner Planet die Exzesse der Menschen nicht mehr verträgt. So tragisch diese Unglücke für die individuellen Schicksale sind, zeigen sie auch positive Seiten. Mehr und mehr Weltbürger besinnen sich wieder auf nachhaltige Werte, die Menschheit rückt weltumspannend näher zusammen.

Möglichkeiten, die jeder einzelne von uns zum fairen, globalen Miteinander beitragen können, sind:

  • Nachweislich fair gehandelte Lebensmittel und Waren kaufen
  • Bei der Bankwahl und Geldanlage gezielt und bewusst vorgehen und mehr hinterfragen (als gäbe es keine Einlagensicherung)
  • Ggf. Gelder aus Steueroasen abziehen
  • Sich der Immigration von Menschen aus ärmeren Ländern geistig öffnen
  • Natürliche Ressourcen schonen
  • Bei demokratischen Wahlen für Parteien stimmen, die Subventionsabbau befürworten
  • Bei demokratischen Wahlen für Persönlichkeiten stimmen, die Argumenten der Lobbies widerstehen
  • Eigene berufliche bzw. geschäftliche Aktivitäten auf deren Nachhaltigkeit und Verantwortlichkeit überprüfen und ggf. Konsequenzen ziehen

Bei all Ihren Unternehmungen viel Erfolg wünscht Ihnen
Ihr Cristof Ensslin 

Ab in den Süden - dank griechischer Drachme

In den beiden vergangenen Wochen konnte ich meinem Geschäftspartner Maik Schober auf unseren gemeinsamen Workshops Die große Währungsrisiko-Chance seinen spannden Ausführungen wiederholt zuhören. Er sprach über natürliches Wachstum, das auf Arbeitskraft, Ressourcenverwertung und Bevölkerungswachstum aufbaut. Er sprach auch von künstlichem Wachstum, das von Verschuldung genährt ist. Meine eigene Meinung ist, dass Letzteres, in vernünftigen Maßen, Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte gut gehen könnte, wenn wir das Wissen voriger Generationen nicht vergessen würden. Daher wiederholt sich die Geschichte auch immer wieder, jeweils in leicht abgewandelter Form. So hat es berühmte Blasenbildungen schon in der frühen Neuzeit gegeben, als Tulpenzwiebeln in Holland in den 1630er Jahren kurzzeitig soviel Wert waren wie eine Eigentumswohnung.

Eine solche Blase hat sich zwischenzeitlich bei Staatsschulden gebildet, in Form von überbewerteten Staatsanleihen. In Ländern wie Japan, USA und auch Deutschland hat der Staat seine Fähigkeit, Steuern einzutreiben, im Griff. Daher ist das Vertrauen in die Regierungen dieser Länder so groß, dass der Zins, der für diese Schulden zu berappen ist, relativ niedrig ist. Er ist über die letzten beiden Jahrzehnte systematisch in Richtung null gefallen. Seit Maik Schobers Vortrag weiß ich auch, dass das Verhältnis von Schuldendienst zu Staatseinnahmen immer weiter gefallen ist. Somit ist alles in Ordnung, die Blase bei Staatsanleihen dieser Länder ist also noch lange nicht am Platzen.

Seit 2009 steigen die Zinsaufschläge, die andere Euro-Länder wie Griechenland, Irland, Portugal und zuletzt auch Spanien und Italien im Vergleich zu Deutschland auf neu herausgegebene Staatsanleihen zu bezahlen haben, dramatisch an. Die Blase der Staatsschulden dieser Länder ist somit geplatzt bzw. derzeit am Platzen. Das ist die Quittung für großzügige Regierungen, die unterm Strich mehr ausgaben als sie einnehmen konnten. Nicht zuletzt ist das auch die Quittung für den festen Wechselkurs zwischen diesen Staaten und Deutschland, den die Einführung des Euros mit sich brachte und von dem Deutschland als unangefochtener Export-Meister innerhalb Europas unglaublich profitierte.

Der Zinssatz zur Refinanzierung der Staatsschulden verschiedener Euro-Länder ist also deutlich in die Höhe geschnellt. Rigorose Sparprogramme hin oder her, bei 150% Staatsverschuldung im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt – wie im Falle Griechenlands – sind stark steigende Zinsen eine Katastrophe. Die logische Folge müsste über kurz oder lang der Staatsbankrott sein. Wie sähen die Konsequenzen aus, wenn z.B. Griechenland seine Schulden nicht mehr bedienen kann?

Szenario 1: Griechenland steigt aus dem Euro aus, führt die Drachme wieder ein, Anleihen werden in dieser redenominiert, sie wertet kräftig ab, die Schulden werden in entwerteter Währung zurückbezahlt, der Staatshaushalt somit saniert, ausländische Gläubiger erleiden heftige Verluste, inländische verlieren lediglich Kaufkraft für Importe, inländische Produkte müssten preislich günstiger werden, die Exportwirtschaft – allen voran der Tourismus – würde profitieren, ein Ende mit Schrecken statt Schrecken ohne Ende, der Euro würde im Außenwert tendenziell wertvoller.

Szenario 2: Griechenland bleibt im Euro, erklärt Staatsbankrott, Laufzeiten von Anleihen werden verlängert, Nominalbeträge und -Zinssätze der Schulden werden gekürzt oder im für die Gläubiger schlimmsten Fall komlett gestrichen. Griechenland entledigt sich somit auf Kosten der Anleihebesitzer (derzeit zu einem großen Teil deutsche und französische Banken) mindestens zu einem Teil seiner Schulden, kann wieder frei atmen und von vorne anfangen. Das strukturelle Leistungsbilanzdefizit ist durch den weiter starren Wechselkurs mit Haupthandelspartner Euroland nicht gelöst, über kurz oder lang müsste es wieder zur gleichen oder einer ähnlichen Situation kommen, Schrecken ohne Ende statt ein Ende mit Schrecken, es sei denn, ein beträchtlicher Teil der griechischen Bevölkerung migriert in Länder mit Leistungsbilanzüberschüssen, wie z.B. Deutschland, was den Importdruck durch den Euro mindern würde.

Szenario 3: Griechenland bleibt im Euro, die EU oder ein Euroland-Rettungsschirm hilft dem Mittelmeer-Staat aus der Schuldenmisere, ob als direkten Kredit oder als Übernahme der Schulden und darauf folgender Restrukturierung zu Gunsten des griechischen Schuldners, Deutschland bezahlt dafür zwar seinen Teil (alle Bürger über Steuern – Verluste werden sozialisiert), profitiert als Export-Europameister weiterhin vom innerhalb der Eurozone künstlich unterbewerteten "Deutschmark"-Teil des Euros (Gewinne werden privatisiert), weiter wie in Szenario 2 ab „Das strukturelle Leistungsbilanzdefizit“.

Die politischen Entwicklungen mit Rettungsschirm etc. tendieren Richtung Szenario 3. Da eine große Völkerwanderung migrationspolitisch eher unwahrscheinlich ist, stünden wir in einigen Jahren oder wenigen Jahrzehnten wieder vor dem gleichen Schuldenberg. Unter diesem Szenario könnte man ironischerweise bis es wieder soweit gekommen ist sogar von den aktuell hohen Renditen griechischer Anleihen profitieren. Derzeit ist das (lobby-) politisch vielleicht sogar gewollt, zumindest solange deutsche und französische Großbanken Großgläubiger der Griechen sind – wer will schon das Risiko einer weiteren Finanzkrise politisch verantworten müssen.

Szenario 1 dagegen wäre meines Erachtens die fairste und am schnellsten umsetzbare Variante. Wer Risiken eingeht, sollte sich schlechter Szenarien bewusst sein und dafür vorsorgen. Dann kann er auch einhergehende Verluste verkraften und fährt langfristig dennoch gut damit. Was kurzfristig Schmerzen verursacht, kann langfristig dennoch die bessere Lösung sein. Für den Außenwert des Euros, sprich den Wechselkurs gegenüber anderen Währungen, müsste sich ein solches Szenario positiv auswirken. Nicht zuletzt die Wirkung der klaren Lösung würde das Vertrauen in die Währung stärken. Unser sonnig entspannender und kulturell anregender Griechenland-Urlaub würde wieder deutlich günstiger werden! Die anderen Szenarien sehe ich im Gegenzug isoliert betrachtet als eher belastend für den Euro.

Für Irland und Portugal, eventuell auch Spanien und Italien gelten im Übrigen ähnliche Szenarien. Auch ihnen fehlt der Wechselkursmechanismus, um verschiedene wirtschaftliche Entwicklungen innerhalb der Eurozone kurz- und mittelfristig ausgleichen zu können.

Herzliche Grüße und profitable Geschäfte bei all Ihren Unternehmungen wünscht

Ihr Cristof Ensslin

Die 3 Schlüsselfaktoren zum Erfolg mit Euro, Dollar und Co.

In den letzten Monaten ist die Anzahl der Leser von Cristofs Bild der Welt deutlich gestiegen. Auch auf meiner Website erhalte ich soviel Klicks wie noch nie. Ich bin begeistert, herzlichen Dank für Ihr Vertrauen!

Mit dieser Ausgabe von Cristofs Bild der Welt starte ich ein kostenloses E-Mail-Training: Die 3 Schlüsselfaktoren für Unternehmer zum Erfolg mit Euro, Dollar und Co.

http://www.SichereDevisen.de

Wieso, weshalb, warum?

Dazu erzähle ich am besten drei kleine Geschichten.

Eigene Geschäfte

Als ich 9 Jahre alt war, im Jahr 1987, kaufte ich dank des Einsatzes meiner Eltern sowie eines elterlichen Freunds und eines sehr geduldigen Bankberaters zum ersten Mal eine Aktie. Es war eine Thyssen-Aktie. Innerhalb weniger Jahre hatte sie sich verdreifacht! Was für ein Einstand in die Finanzwelt. So fühlte ich mich zu Beginn dieses Jahrtausends unbesiegbar. Denn so gut wie alles, was ich kaufte, brachte Gewinn. Dann platzte die Internetblase und ich verlor mehr Geld als ich je zuvor gewonnen hatte. Das war schmerzhaft. Doch im Nachhinein ist es das beste, was mir passieren konnte. Denn ein Misserfolg ist die beste Gelegenheit, wichtige Lehren zu ziehen, wieder aufzustehen und von Neuem zu beginnen.

Beim Daimler

Zum allerersten Mal kam ich im Jahr 2001 mit Devisen in Berührung. Ich hatte das Glück, ein Sommerpraktikum bei DaimlerChryslers Konzern-Treasury (wörtlich übersetzt heißt das Schatzmeisterei) in der Devisenstrategie-Abteilung machen zu können. Die Wochen dort gehören zu den spannendsten meiner Erfahrungen und brachten mich dazu, als erneuter Praktikant, Diplomand und Berufseinsteiger anzuheuern. Alle Stufen des Risikomanagement-Prozesses wurden dort abgedeckt. Begonnen mit Zieldefinition und Risikoanalyse, über Erarbeitung und Festlegung der Strategie, bis hin zur Umsetzung durch die hauseigenen Devisenhändler und Nachbereitung durch Kontrollorgane. Heute bin ich davon überzeugt, dass von dieser Herangehensweise jeder, auch die kleinsten Unternehmen, etwas lernen können.

Meine Kunden

Während der letzten sechs Jahre sah ich als Devisenberater in Banken sowie in meiner Selbständigkeit, dass Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen immer wieder in die gleichen Fallen am Währungsmarkt treten. Das ist ihnen gar nicht zu verübeln, denn diese Fehler sind ganz menschlich. Ich habe sie selbst in aller Ausführlichkeit durchlebt. Im Jahr 2010 habe ich beobachtet, wie ein als Reiseveranstalter tätiger Einzelunternehmer dem im Jahresverlauf immer schwächer werdenden Euro und immer teurer werdenden Südafrikanischen Rand tatenlos zusah – in der Hoffnung, der Kurs würde sich wieder erholen. Er konnte nicht mehr die geplanten Erträge erzielen. Seine Liquidität wurde immer knapper. Die Sorgen nahmen zu. Er musste sogar seine lange herbeigesehnte Entlastung, eine kompetente Teilzeitkraft, wieder entlassen. Erst unsere neuerliche Zusammenarbeit sowie weitere Maßnahmen brachten wieder Luft zum Atmen. Das Überleben ist gesichert. Er kann nun auch in Zukunft vielen Menschen ein wunderbares Urlauberlebnis ermöglichen.

Speziell für kleine Unternehmen habe ich aus all meinen Erfahrungen und Erfolgen 3 Schlüsselfaktoren zum sicheren Umgang mit Devisen abgeleitet. Ich habe sie zu einem dreiteiligen E-Mail-Training geformt, das ich Ihnen jetzt absolut kostenfrei zur Verfügung stelle. Denn ich bin davon überzeugt, dass diese Erkenntnisse jedem helfen können – ob beim Devisenhandel im Unternehmenskontext oder in sonstigen Bereichen des Lebens.

http://www.SichereDevisen.de

Diese 3 Schlüsselfaktoren haben meinen Umgang mit Entscheidungen deutlich verändert – ob es sich um Fremdwährungs-Cashflows, andere finanzielle Anliegen oder gar weitere Unternehmensbereiche handelt. In diesem komplett kostenfreien und bequem von Ihrem E-Mail-Postfach aus durchführbaren Training zeige ich Ihnen,

  • warum Sie sich mit dem Devisenmarkt auseinandersetzen müssen

  • in welche Fallen des Devisenmarkts die meisten Unternehmensenstscheider wiederholt treten

  • welche Zielsetzungen Sie auf den richtigen "Devisen-Pfad" bringen

  • wie Sie diese Ihre Ziele in eine sinn- und wirkungsvolle Strategie umwandeln

  • was kleine Unternehmen von den Profis am Devisenmarkt lernen können

  • das Geheimnis, wie eine Strategie vom Papiertiger zum Erfolgsfaktor wird

Viel Spaß und Erfolg damit!

Gutes Gelingen bei all Ihren Unternehmungen wünscht Ihnen

Ihr Cristof Ensslin

Warren Buffet hat mal wieder recht

If you cannot control your emotions, you cannot control your money. -Warren Buffet

Die letzten Wochen habe ich sehr strikt und fein meine Handelsstrategien befolgt. Mit Erfolg. All die "Lessons learnt" der letzten Jahre zahlen sich nun aus. Das ist ein wirklich gutes, zufriedenstellendes Gefühl.

Bis ich Anfang des Monats über Nacht eine Strategie am Markt hatte. Bis zum Mittag des Folgetages verlief sie nach Plan. Sie lag ein drittel Prozent im Gewinn. Dann wollte ich mein eigenes Modell überlisten. Es war nämlich Freitag; der erste Freitag im Monat. Was das heißt? Um 14:30 werden die US-Arbeitsmarkt-Zahlen veröffentlicht. Die so genannten Non-Farm-Payrolls verursachen zumeist kurzfristig heftige Ausschläge.

"Ich bin schlauer," dachte ich. Meine Strategie nutzte in diesem Fall ein so genanntes "Trailing Stopp-Loss" als Ausstiegs-Strategie. Das ist eine Art von Limitorder, die mit steigendem Gewinn die eigene Untergrenze immer weiter nach oben zieht. Sie lässt Gewinne laufen, während Sie vor allzu heftigen Gegenbewegungen schützt. Bei einer heftigen Zackenbewegung, also stark runter und dann gleich wieder hoch (oder umgekehrt), wie sie oftmals an ersten Freitagen im Monat zwischen 14:30 und 15:30 geschieht beim EUR-USD-Kurs, könnte dieser Mechanismus allerdings kontraproduktiv wirken und meine Strategie ungünstig ausbremsen. Daher stellte ich meine Position einfach glatt. Denn der Spatz in der Hand ist ja bekanntlich besser als die Taube auf dem Dach, oder?

Es kam wie es kommen musste: hätte ich meine Strategie brav weiter verfolgt, hätte ich ein Vielfaches an Gewinn gemacht. Zeigt mal wieder, dass zwischen einer guten Strategie und ihrer Umsetzung Welten liegen. Interessant wird, was dahinter steckt.

Genau betrachtet hatte ich aus Angst gehandelt. Ironischerweise hatte ich erst am Vorabend über die zerstörerische Macht von Angst als stärkste negative Emotion gelesen. Napoleon Hill schreibt in seinem Bestseller Denke nach und werde reich darüber, sich vor negativen Emotionen in Acht zu nehmen: "Vergessen Sie nie: Die Kraft, mit der solche Gefühle den Menschen zu erfüllen vermögen, ist ebenso negativ und zerstörerisch wie die Gefühle selbst, und aus einem bösen Keim kann keine gute Frucht erwachsen." Schön, dass ich nach der Theoriestunde tagszuvor gleich den Praxislehrgang mitmachen und an den eigenen Emotionen erleben konnte. 

Was lerne ich also daraus? Es ist ein Unterschied, eine fundierte Strategie sich zurechtzulegen und diese dann auch umzusetzen.

Was kann ich tun, damit ich das nächste Mal mich vor meiner Angst hüten kann?

 

  1. Bevor ich eine Entscheidung treffe, werde ich mir bewusst, welche Gefühle derzeit in mir dominant sind.
  2. Bevor ich eine Entscheidung treffe, überprüfe ich ausnahmslos alle Kriterien, die meine Strategie vorgesehen hat.
  3. Nur wenn ein ich von positiven Gefühlen geleitet werde UND meine Strategie das aktuelle Szenario nicht abdeckt, dann treffe ich eine neue, diskretionäre Entscheidung.

 

Ich werde weiter von meinen weiteren Erfahrungen berichten. Die Investorenlegende Warren Buffet bleibt zwischenzeitlich mein Vorbild. Denn er hat es über Jahre geschafft, seine eigenen Strategien konsequent und erfolgreich umzusetzen.

Erfolgreiche Geschäfte bei all Ihren Unternehmungen wünscht Ihnen
Cristof Ensslin

Was machen Sie aus Ihrer Meinung?

Im Blog-Teil auf meiner Website berichtete ich vor ca. einer Woche von Jim Rogers. Jim Rogers ist einer der gefragtesten Experten, wenn es um Rohstoffe geht. Kürzlich sprach er auf einer Konferenz in Auburn, Alabama, USA, offen über sein Weltbild. Er weist deutlich auf die inflationäre Geldpolitik hin und empfiehlt reale Werte und Investments in wirtschaftlich aufstrebenden Regionen:


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Die Pumpe läuft

Diese Woche verkündete die Fed nach ihrem Zinsentscheid, weiterhin das Finanzsystem mit enormer Liquidität zu versorgen. Erste Reaktionen: Gold auf weiteren Rekordhöhen, Aktien ziehen an - Fed-Chef Bernanke schreibt von Deflationsbekämpfung. Der Finanzmarkt spielt dagegen weiterhin Inflation und US-Dollar-Geldentwertung; reale Werte zählen. Gleichzeitig wird der US-Dollar verkauft und dafür in Euro, Yen, Franken oder Pfund umgeschichtet - Währungen, deren Hüter weniger beherzt die Gelddruckmaschinen angeworfen haben. Die geringeren Übel sozusagen.

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Schokoladenkuchen mit Kiwi

Heute waren meine Frau Sophia und ich auf der Jagd nach Schokoladenkuchen. Das Kölner Angebot ist vielfältig. Vom leckeren Brownie für 1,50 EUR angefangen über die verführerische Schokoladentrüffeltorte für 3,50 EUR bis hin zur saftigen Sachertorte für 5,00 EUR pro Stück ist für jeden Geldbeutel und Geschmack was dabei. Es war ein süßer Nachmittagsspaziergang, so viel verrate ich.

Was passiert eigentlich mit diesen Sinnesgenüssen, wenn sich der horrend gestiegene Weltmarktpreis für den Rohstoff Kakao auf die Schokoladenkuchenpreise auswirkt?!

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Gold und Silber - physisch kaufen

Ein herzliches Hallo!
 

In den letzten vier Wochen ereignete sich viel Aufregendes. Damit meine ich nur am Rande meinen "Öko-Tourismus" Flug in die USA, der mir einen beeindruckenden Blick auf das isländische Naturschauspiel Eyjafjallajökull erlaubte.

Vielmehr stand mit Griechenland ein Euro-Mitgliedsland kurz vor dem Staatsbankrott und wurde nur durch einen eher unfreiwilligen Kraftakt anderer Staaten und Organisationen (vorerst) gerettet. Große Turbulenzen an den gesamten Finanzmärkten waren die Folge. Tatkräftige Unterstützung gibt es neuerdings auch seitens der Europäischen Zentralbank, die nun offiziell mit mehr Inflation flirtet.

Was mich am meisten aufrüttelte, war allerdings, dass mir von vielen Seiten immer wieder die gleiche Frage gestellt wurde: Wie kaufe ich am besten physisches Gold oder Silber?

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Staatsschulden, Inflation und Reale Investments

Nach einer Weile der Abwesenheit vom Schreiben über das aktuelle Weltwirtschaftsgeschehen melde ich mich wieder zurück. Die letzten Monate ging es zeitlich hoch her. Mit meinem Schritt ins Unternehmertum geht einher, dass ich für die Kunden und Interessenten von mindful FX regelmäßig meine Einschätzungen Kund gebe. Dabei lege ich wert darauf, nicht nur herkömmliche Empfehlungen auszusprechen. Vielmehr leite ich Handlungsstrategien her, denen der geneigte Leser von Anfang bis Ende folgen kann, sofern sie in ihre/seine Situation passen.

 

Inwiefern unterscheidet sich das von Anlageempfehlungen aus anderen Veröffentlichungen? In der Regel verlautbart eine einschlägige Zeitschrift eine Empfehlung, z.B. eine bestimmte Aktie zu kaufen. Eventuell wird noch ein Einstiegslimit, ein Stopp-Loss-Kurs und ein Ziel-Kurs genannt. Die Strategien der mindful FX werden mehr Details beinhalten. Der Leser erhält dadurch eine Anleitung, wie er/sie erstens in eine Strategie einsteigen kann und zweitens wie er/sie aufkommende menschliche Gefühle im Investitionsverlauf im Griff halten und steuern kann. Damit stellen wir sicher, dass das Strategieziel wirklich erreicht wird und nicht vorzeitig abgebrochen wird.

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