Von den Besten lernen

Von den Besten lernen: André Kostolany

Was Tulpenzwiebeln mit Kryptowährungen zu tun haben

Neulich las ich (mal wieder) Börsenaltmeister André Kostolanys Buch "Die Kunst, über Geld nachzudenken". Immer wieder eine unterhaltsame und vor allem lehrreiche Lektüre.

Als ich das Kapitel über den Tulpenzwiebel-Hype aus den 1630er-Jahren las, traf es mich wie eine Bratpfanne auf den Kopf:

Das unvernünftige Spiel mit dem ‘Wertlosen’ ist geradezu ein Symptom für das Ende großer wirtschaftlicher Booms, für die letzte Phase der Prosperität und die dritte Phase des Bullenmarktes, wo das Geld in Strömen fließt. Und dieses Phänomen kehrt immer wieder zurück. Eine Haussebewegung bleibt anfangs im klassischen Rahmen, dann greift sie auf die fragwürdigen Werte über.
— André Kostolany in "Die Kunst, über Geld nachzudenken"

Ein paar Sätze weiter kommt's dann erneut wie der Wink mit dem Zaunpfahl:

Schließlich erfasst diese Aufwärtsbewegung eine große Zahl von Unwerten, ja, von Antiwerten. [...] Alle Welt wollte verdienen und bezahlte unglaubliche Preise. Glücksritter aus ganz Europa kamen nach Holland, um Tulpen zu erwerben, die ja im Preis steigen mussten. Ähnlich wie heute kleine Sparer jeden Preis für Internet-Aktien bezahlen.”
— André Kostolany in "Die Kunst, über Geld nachzudenken"

Kostolany schrieb diese Worte 1999. Was ab März 2000 nach Platzen der Internetblase gut zweieinhalb Jahre lang mit den Aktienmärkten geschah, daran erinnere ich mich noch gut. Als Kind des Bullenmarktes der neunziger Jahre sah ich kopfschüttelnd zu, wie ein Tief nach dem anderen erreicht wurde!

Nun ersetzen Sie in Kostolanys Zitat das Wort "Internet-Aktien" mit "Kryptowährungen". Fällt es Ihnen nicht ebenso wie Schuppen von den Augen?

Zwar steht das Argument der begrenzten Coin-Menge pro Coin-Emission im Raum als Argument, das für die Stabilität einer einzelnen Kryptowährung spricht. Allerdings gibt es keine Begrenzung, wie viele verschiedene der digitalen "Werte" geschaffen werden können. Es wimmelt doch nur so von neuen ICOs, Initial Coin Offerings!

Denken Sie mal darüber nach! Vielleicht hilft Ihnen ein Buch wie dieses von Kostolany zu eigenen, neuen Erkenntnissen, die Sie für Ihren verdienten Trading- und Börsenerfolg schulend vorbereiten.

Zwar sind Bitcoin und Co. schon wochenlang auf Sinkflug. Dennoch kann (und meines Erachtens muss) die Entwertung der in sich wertlosen Kryptowährungen in Richtung der theoretisch möglichen 0-Linie weiter gehen.

Herzliche Grüße und beste Börsenerfolge wünscht
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA Programmierer

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Von den Besten lernen: Ray Dalio

Einer der seit mehreren Jahrzehnten erfolgreichsten und bekanntesten Investoren und Trader ist Hedgefonds-Manager Ray Dalio. Er gründete die Investmentfirma Bridgewater Associates im Bundesstaat Connecticut im Nordosten der Vereinigten Staaten von Amerika, in guter Reichweite der Finanzmetropole New York City mit Manhattan und natürlich der Wall Street.

Ray Dalio ist aber nicht nur ein gewiefter Finanzjongleur, sondern auch eine Persönlichkeit, die gerne ihre am eigenen Leib erlernten Lebensweisheiten mit anderen Menschen teilt. Ich selbst bin auf seinem Email-Verteiler, über den er gelegentlich seine Meinungen veröffentlicht.

So habe ich Anfang dieser Woche über die folgende Videoserie von ihm erfahren, in der er die wichtigsten Elemente aus seinem, im Juni auch auf deutsch erscheindenen, Buch Die Prinzipien des Erfolgs (ein New York Times #1 Bestseller übrigens) unterhaltsam animiert zusammenfasst. Sehen Sie selbst:

Ob fürs Trading oder das Leben allgemein: von erfahreneren, erfolgreicheren Menschen zu lernen ist eine der spannendsten Beschäftigungen für mich. Vielleicht auch für Sie?

Drei Dinge, die für mich aus den acht Episoden oben besonders hervorstechen:

  1. Ray Dalio empfiehlt, sich mit klar denkenden Menschen zusammen zu tun, die aus anderen Blickwinkeln ein und dieselbe Sache betrachten können. So entsteht ein interessanter Austausch an Meinungen, mit dessen Hilfe man selbst über seinen eigenen Tellerrand zu blicken lernt.
  2. Als Trader lag er Anfang der 1980er-Jahre einmal so fehl, dass er alles wieder von Neuem aufbauen musste - daraus aber seine erfolgreichsten Lehren zog. Damit kann ich mich voll identifizieren.
  3. Alles ist ein Prozess. Am Weg zum Ziel muss man Freude finden, weil ansonsten das Erreichen der eigenen Erfolgsmaßstäbe selbst nur zur Hetzjagd von der einen zur nächsten Errungenschaft wird.

Was können Sie von Meister-Trader Ray Dalio lernen?

Allerbeste Trading-Erfolge wünscht Ihnen


Cristof Ensslin
von mindful FX,
Ihr EA Programmierer