Aktienmarkt derzeit tabu: Premiere unseres WeltGeldStimulanzIndex

Derzeit sollte für jedermann der Aktienmarkt tabu sein - zumindest für kurz- und mittelfristige Long-Positionen. Wer auf short setzt (oder Put-Optionen kauft), könnte in den kommenden Monaten seine Freude haben. Für all diejenigen, die langfristig Aktien kaufen und mindestens fünf bis zehn Jahre halten können, könnte das Jahr 2019 sehr schöne Einstiegskurse bieten.

Denn, allgemein für die weltweiten Aktienmärkte gesprochen: der Markt fällt - und wird dies auch noch eine Weile lang tun.

Warum ich so denke?

Damit Aktien steigen können, müssen grundsätzlich zwei Voraussetzungen erfüllt sein: gute Stimmung und Geld. Wie es um die Stimmung steht, brauche ich Ihnen nicht zu erzählen - die Schlagzeilen sind voller Krisenherde, die Volatiltät ist hoch, Stimmung also entsprechend schlecht. Geld war bis vor nicht allzulanger Zeit noch zur genüge vorhanden. Zwischenzeitlich dreht aber die deutliche Mehrheit der weltweiten Zentralbanken den Geldhahn zu.

Das sehen Sie an unserem WeltGeldStimulanzIndex (WGSI), über dem wir seit einiger Zeit brüten und nun konsistent berechnen. Sie, werter Blog-Leser, erfahren hier und heute die Weltpremiere unseres WGSI.

Premiere unseres WeltGeldStimulanzIndex (WGSI)

Der WGSI stellt in einer Zahl dar, ob die Notenbanken aller Weltnationen tendenziell stimulierende oder kontrahierende Geldpolitik betreiben. Ein Wert über 50 weist auf Expansion hin, während ein Wert unter 50 den Gürtel enger schnürt.

WGSI und sein jüngster Wert für Dezember 2018: 13,3

Damit hat er sich zwar von seinem Tief bei 6,7 im November 2018 leicht erholt, ist allerdings von der Stimulanzschwelle von 50 noch weit, weit entfernt.

Sehen Sie selbst, wie wunderbar der Index die Trendphasen des Dow Jones Industrial Averages der letzten Jahre erklärt:

Daher: der Aktienmarkt ist für Long-Trades derzeit tabu. Keine nachhaltige Erholung in Sicht. Unser WeltGeldStimulanzIndex sagt eindeutig ein Fortsetzen der seit ein paar Monaten vorherrschenden Baisse voraus.

…Wäre ja auch nicht verwunderlich nach fast einem Jahrzehnt Bullenmarkt…

Beste Wünsche und gutes Durchhaltevermögen für den anstehenden Bärenmarkt
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

Daten-Quellen: http://cbrates.com/decisions.htm, https://www.onvista.de/index/Dow-Jones-Index-324977
Dow Jones® is a registered trademark of Dow Jones Trademark Holdings LLC.

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Brexit und die Brokerwahl fürs Forex-Trading

Einige von Ihnen traden bei MT4- und MT5-Brokern, die in Großbritannien angesiedelt sind. Sie mögen sich daher wundern, welche Folgen der Ende März anstehende Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit) auf die Forex-Broker haben wird. Der offizielle Zeitpunkt ist der 29.3.2019 um 23 Uhr Londoner Zeit, aber die Austritts-Verhandlungen sind noch lange nicht abgeschlossen. Daher ist noch so einiges in der Schwebe.

Nichts genaues weiß man nicht

Meine eigene Meinung ist, dass alles voraussichtlich sehr glimpflich ausgehen und sich mit der Zeit regeln wird. Aber weil hier große Befindlichkeiten und menschliche Wesen politisch am Werk sind, besteht ein gewisses Risiko, dass es zu unerwarteten und derzeit unvorstellbaren Verwerfungen kommt.

Wir wollen aber doch ungehindert weiter traden können, mit oder ohne der brititschen Krone in der EU, oder etwas nicht?

Auf dieser Absicht und mit weitsichtigem Risikomanagement im Sinn basiert auch die kürzliche Bitte um Broker-Empfehlung einer meiner Kunden:

Ich habe mit dem Brexit und somit mit Admiral Markets und der Bank in England so meine Bauchschmerzen. Können Sie mir einen oder mehrere Broker für Forex empfehlen? Ich würde gerne wechseln.
— Bernd Winter, mindful FX Kunde

Danke für Ihre Bitte um Hilfe bei der Brokerwahl. Wir haben seit 2017 eine Partnerschaft mit JFD Brokers. Ich bin von deren Ausführungs-Qualität und Swap-Konditionen sehr beeindruckt und kann JFD daher besten Gewissens weiterempfehlen. Dazu kommen super enge Spreads und niedrige Kommissionen - eine Gewinn bringende Kombination für Sie als Kunden.

Außerdem bietet JFD eine komplette Non-Dealing-Desk-Lösung mit außergewöhnlicher Transparenz an, so dass keine Interessenskonflikte mit den Kunden bestehen. Ich finde das klasse.

Hier geht's zur kostenlosen Demo-Kontoeröffnung mit meinem Partnerlink, so dass Sie JFD testen können und JFD weiß, dass ich Sie dorthin geschickt habe.

Auf Weltfrieden und gute Beziehungen mit Großbritannien auch nach dem Brexit
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

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AUD-JPY Flash Crash - Lehren fürs EA-Trading

AUD-JPY Flash Crash am Morgen des 3. Januar 2019

In den frühen Morgenstunden des 3. Januars 2019 kam es binnen Sekunden zu krassen Kursausschlägen in Währungspaaren, die den Australischen Dollar (AUD) und den Japanischen Yen (JPY) beinhalteten. Weltwirtschaftliche Hiobsbotschaften (Chinesische Fabrikproduktion), traurige Unternehmensausblicke (Apple), zu rettende Banken (Banca Carige) und weltpolitische, ego-getriebene Sperenzchen (USA vs. China/Nord Korea) trafen auf dünne Liquidität, was einen lawinenhaften Ausverkauf, auch “Flash-Crash” genannt, in AUD-JPY (teilweise -7% binnen Sekunden!), mit entsprechend korrelierten Auswirkungen auf andere wichtige Währungspaare wie AUDUSD und USDJPY verursachte.

Wer den Aussie short oder den Yen long war, konnte schon zwei Tage nach dem Knallen der Neujahrskorken die nächste Champagnerflasche aus dem Kühlfach holen (oder frischen O-Saft aus Bio-Flug-Orangen pressen - für uns Abstinenzler). Was aber, wer - wie ich und einer meiner Trading-Spezls - in Gegenrichtung positioniert war?

EA-Portfolio vs. manuellem Trading

Wegen diverser Longs im AUD und einiger Shorts im JPY kam mein eigenes ProdiveLiquidityDaily EA-Portfolio mächtig unter Druck. Zeitweise belief sich der Equity-Rückgang im Vergleich zum Kontostand bei 49%, so viel wie nie zuvor. Das war zwar viel und tat weh, aber das Konto hat gehalten. Alle Positionen konnten offen gehalten werden, wodurch es sich wieder vom Allerschlimmsten erholen konnte. Zwar werde ich einige Verlustdeals realisieren müssen, verbleibe aber unterm Strich noch deutlich im positiven Bereich.

Mein Konto ist also

  1. heil geblieben,

  2. war keinerlei Zwangsschließungen unterzogen und

  3. es verbleibt unterm Strich noch immer ein Gewinn im bisherigen, 15 Monate alten EA-Portfolio-Trading-Ansatz übrig.

Das Risiko über insgesamt 17 Währungspaare zu verteilen und jede einzelne Position mit einem Hebel von kleiner als 1 zu handeln, hat sich also ausgezahlt.

Anders bei einem meiner Trading-Spezl. Er war USDJPY long, manuell, ohne System und ohne Expert Advisor. Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern insgesamt 22-fach gehebelt. Der Kurs des US-Dollars in Yen fiel zeitweise um knapp 5% - jetzt können Sie sich schon denken, was mit dem Konto geschehen ist. Richtig: 22 x 5 ergibt mehr als 100, also wurde das Konto geplättet, der allseits gefürchtete Totalverlust war ganz plötzlich Realität.

Der einzige Wehrmuts-Tropfen ist, dass mein Spezl vor ein paar Monaten aufgrund von hohen Gewinnen im ersten Halbjahr sein ursprünglich eingesetztes Kapital abgezogen hatte und folgerichtig nur noch mit den Profiten spekulierte. Somit ist im Großen und Ganzen zumindest nichts verloren.

Sein Konto ist also leider

  1. leer getradet,

  2. wurde zwangsliquidiert und

  3. erleidet einen Totalverlust (wobei er glücklicherweise durch sein mutiges Kontokapitalmanagement “nur” vorher erzielte Gewinne verlor).

Was wir aus dem AUD-JPY Flash Crash lernen

  1. Wer gerne mit hohen Hebeln arbeitet, sollte sich selbst zumindest in der Form managen, das eingesetzte Kapital schnellstmöglich vom Konto abzuziehen, um “nur” Gewinne zu verlieren, möglichst nicht aber sein Kapital. Klar, das Spiel kann auch beim ersten Mal gleich schief laufen, daher ist bei einem solchen Trading-Ansatz nur der Teil des eigenen Geldes einzusetzen, auf den man absolut schmerzfrei verzichten kann. Ganz wichtig!

  2. Auch für niedriger gewählte Hebel sollte ein Kapitalmanagement-Mechanismus angewendet werden, durch den regelmäßig ein gewisser Prozentsatz des Trading-Kapitals abgezogen und somit gesichert wird. Siehe dazu auch unseren Blog-Artikel Wie man Trading zu Einkommen macht vom 24.11.2017.

  3. Wir selbst haben sofort unser Portfolio-Management (in unseren Signal-Konten ProvideLiquidityDaily, Select7D und ArrayTrading) weiter verbessert. Es ist nun noch konservativer. Die Zeit, die zwischen zwei Short- bzw. Long-Dealeröffnungen in der gleichen Währung liegen darf, unterliegt einem gewissen Minimum und wird von Position zu Position verlängert. Beispiel: USDJPY-long, also Yen short, am 2.1. um 6 Uhr, der nächste JPY-short (z.B. USDJPY long, CADJPY long oder AUDJPY long) darf erst frühestens um 18 Uhr geschehen; für den dritten JPY-short müssen statt 12 schon mindestens 24 Stunden vergangen sein. Das gibt weiteren Puffer für starke Bewegungen entgegen unserer Positionierung.

  4. Es ist vorteilhaft, ein Portfolio aus erfolgreichen EAs über ein Portfolio von Währungspaaren zu streuen. Man ist zwar nicht vor Verlusten schlechthin gefeit, der Diversifizierungseffekt hält diese aber im Rahmen des verträglichen.

  5. Unser Forex-Portfolio sollte Schocks von 10-15% pro Währung vertragen können, ohne dass einerseits ein gewünschter maximaler Drawdown überschritten wird und ohne dass andererseits das Equity unter die Close-Out-Schwelle Ihres Brokers rutscht. Vor jeder Deal-Eröffnung muss dies überprüft und ein Handelssignal bei Nichteinhalten dieser Bedingung verworfen werden.

Mit diesen Vorkehrungen werden wir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weder zu hohe Risiken in Form von über-hebelten Deals eingehen noch zu große Gesamtpositionen aufbauen. Das hält uns diszipliniert, so dass wir zwar eventuell schmälere Renditen akzeptieren müssen, aber nicht mehr den Gefahren unserer eigenen Gier ausgesetzt sind.

In der Hoffnung, dass Sie vom AUD-JPY-Flash Crash unberührt blieben oder gar profitieren konnten
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

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Wie man ein MT4-Signal von mql5.com abonniert und somit erfolgreiche EA Trades automatisch kopiert

Auf dem offiziellen MetaTrader Forum mql5.com, welches übrigens alle Interessen für MT4 und MT5 abdeckt, finden sich Signale verschiedener Anbieter. Signale sind ganz einfach die Trades, die ein Trader, in diesem Zusammenhang auch Signalgeber genannt, entweder manuell oder per erfolgreichem EA (Expert Advisor) voll automatisiert in seinem eigenen Konto handelt.

Einige von Ihnen möchten nun gerne wissen, wie genau man nun die gewinnbringenden Signale, also hoffentlich langfristig profitable Portfolios an Forex- oder CFD-Deals, von mql5.com direkt auf Ihr eigenes Konto kopiert. Möglichst voll automatisiert, damit Sie nicht ständig vor dem Rechner sitzen müssen!

Im folgenden Video erkläre ich Ihnen dies am Beispiel unseres eigenen, bislang sehr erfolgreichen und per MT4-EA auf einem Portfolio aus Major- und Minor-Forex-Paaren voll automatisiert handelnden Signals ProvideLiquidityDaily. Mit einem Klick auf den Screenshot rechts gelangen Sie direkt zur Website dieses Signals, um die Videoanleitung eigens nachvollziehen zu können.

Beste Erfolge beim Trading und Kopieren von Signalen und einen schwungvollen Start ins neue Jahr 2019
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA Programmierer

PS: eine Übersicht aller unserer hauseigenen Echtgeld-Trading-Signale finden Sie hier unter diesem Link.

UNSERE WÖCHENTLICHEN INFOMAILS ZU DEN THEMEN TRADING, EXPERT ADVISORS UND EA-PROGRAMMIERUNG ERHALTEN:

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Welche EAs ich live verwende

Viele von Ihnen machen bislang (noch) Verluste im Trading mit Robots und möchten daher wissen, welche Expert Advisors (EAs) ich persönlich im Einsatz habe. Bin ich also ein reiner EA-Programmierer oder trade ich auch selbst mit Eigen- oder Fremd-EAs?

Vorab: ich handle ausschließlich mit eigenen Entwicklungen, die sich hauptsächlich aus meiner Trading-Philosophie des “wertschöpfenden Tradings” ergeben. (Vergleichen Sie dazu meinen Blog-Artikel vom 29. Dezember 2017: Wert geben = Wert erhalten.) Die vollautomatisierte Umsetzung erfolgt ausnahmslos auf Forex-Paaren.

Jetzt zum Eingemachten:

Ich habe aktuell vier EAs auf Echtgeldkonten laufen.

1+2) mFX-MartingaleKlassisch, käuflich erwerbbar unter https://www.mindfulfx.de/martingale-ea-1. Ich verwende ihn auf EURUSD als Beimischung zusammen mit einem (noch nicht veröffentlichten, im Rahmen eines derzeit im fortgeschrittenen Schreibstadium befindlichen Buch-Projekts entwickelten) USDJPY-EA und einer mechanischen, aber manuell umgesetzten EURZAR-Stratgie. Außerdem sind seit kurzem ein paar “Minor” Währungspaare mit mFX-ProvideLiquidity (s. unter Punkt 3) zugeschaltet. All das läuft auf einem MT4-Konto, dessen Entwicklung Sie unter https://www.mql5.com/de/signals/409233 beobachten und sogar Signal zum automatischen Deal-Kopieren abonnieren können. Performance (Stand 14.12.2018, ca. 17 Uhr): +51% Wachstum des Startkapitals seit Handelsstart vor 38 Wochen.

Den aktuellen Stand des Kontos sehen Sie hier:

3) mFX-ProvideLiquidity, derzeit (noch) nicht öffentlich erhältlich, dafür aber schon als Signal zum automatischen Deal-Kopieren abonnierbar. Den EA verwende ich derzeit auf einem Portfolio von 17 verschiedenen Chart-Symbolen, die ich aus Major- und den wichtigsten Minor-Währungen zusammengestellt habe. Das Handelsergebnis (Stand 14.12.2018, ca. 17 Uhr) beträgt +79% aufs Anfangskapital vom November 2017 gerechnet. Sie können den EA-Handel unter folgendem Link verfolgen und das Signal zum automatischen Deal-Kopieren unter https://www.mql5.com/de/signals/364198 abonnieren.

Hier der Einblick auf den aktuellen Stand der Dinge:

4) mFX-ArrayTrading, ebenfalls (noch) nicht öffentlich verfügbar. Die Handelsfrequenz pro Chart ist recht gering, daher sind in diesem Portfolio ca. 60 verschiedene Währungspaare in Verwendung. Dieses Setup hat bislang, seit Oktober 2017, +2% Performance erzielt (Stand 14.12.2018, ca. 17 Uhr). Auch hier können Sie den EA Trade für Trade verfolgen unter https://www.mql5.com/de/signals/354988. Ich teste diesen EA derzeit auch auf einem Portfolio von US-Aktien mit ergänzendem Portfolio-Risiko-Mangement, mit bislang leicht positiven Ergebnissen. Jüngste Ergänzungen am EA habe ich durchgeführt, um das Risiko aus Long- und Short-Positionen der gleichen Währung besser zu verteilen. Daher gehe ich von steigenden Renditen für diese Strategie aus.

So sieht’s damit realtime aus:

All diese Expert Advisor Setups laufen auf MetaTrader 4. Diese drei Konten und weitere Test-Setups laufen auf einem sehr stabilen VPS, über den ich schon geschrieben habe (siehe mein Blog vom 29. Juni: Welchen Virtual Private Server (VPS) soll ich für meinen EA Dauerlauf verwenden?). Der Server-Betreiber informiert mich, wenn Windows-Updates verfügbar sind, lässt mich aber selbst entscheiden, ob und wann ich diese installiere. Das gibt mir optimale Kontrolle über meine EAs.

Ihnen eine schöne Weihnachtszeit
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer.

PS: Warum mache ich nur Forex? Einerseits ist der Devisenmarkt mein Erfahrungsschwerpunkt. Hierin fühle ich mich wohl und kenne mich aus. Vielleicht würde ich mich auch in der Welt der CFDs austoben, aber aufgrund meines privaten Wohnsitzes in den USA unterliege ich den US-Vorschriften, die Forex erlauben, CFDs aber verbieten. Echte Aktien handle ich allerdings, nicht aber vollautomatisiert mittels EA, sondern halb-automatisch mittels eigener EA-Signale aus Einzelaktien-CFDs von nicht-US-basierten MT4-Demokonten, die ich dann selektiv an der Wall Street umsetze.

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Gutes tun mit EA-Trading in Forex und CFDs

Klar: was wir Trader gerne möchten, ist, von unseren Trading-Aktivitäten leben zu können. Das ist für viele ein Traum, weil wir dann von zu Hause aus arbeiten (lies: traden) können. Wenn wir dann noch mit Expert Advisors (EAs) alle oder zumindest Teile unserer Handelsansätze automatisieren, dann ist sogar Zeit “weg vom Bildschirm” denkbar und machbar.

Themawechsel: Die Macht und Kraft von “Gutes tun” ist vielen von uns bewusst. Wer anderen hilft, eigenes Geld spendet, Freiwilligendienst verrichtet, weiß, dass man im Endeffekt sich selbst Gutes tut - ohne das dies aber im Vordergrund steht. Denn man ist im Dienste der Interessen von Anderen unterwegs, darauf fokussiert, was für den Hilfeempfänger das Beste ist. Gleichzeitig erfüllt uns ein Gefühl der unfassbaren Freude, unser Ego für ein paar Momente unseres Lebens aufzugeben.

Ist das nicht erstaunlich?

Wir gehen täglich unserer Arbeit (und dem Trading) nach und stumpfen umso mehr ab, je mehr wir nur an uns selber denken. Wir wollen mehr Gehalt, mehr Gewinn, mehr Rendite, mehr Anerkennung, mehr Respekt, mehr Einfluss, mehr Erfolg. Während daran grundsätzlich überhaupt nichts auszusetzen ist, weil wir uns selbstverständlich selbst um die Grundbedürfnisse von uns und unseren abhängigen Familienmitgliedern kümmern müsen, ist es doch umso wichtiger zu erkennen, dass wir eine einzige große Weltgemeinschaft von Menschen und anderen Wesen sind, die alle im sprichwörtlichen selben Boot sitzen.

Wir alle wollen glücklich sein. Wir alle wollen einen friedlichen Geist und somit innere Ruhe finden.

Was man sät, das erntet man
— Lebensphilosophie, welche sich in den weisen Büchern und Lehren aller Weltreligionen wiederfindet


Um selbst Glück zu empfinden, muss man daher anderen helfen, glücklich zu sein. Das sät die richtige Saat. Genausowenig wie wir von einem Apfelkern erwarten würden, dass er zu einem Birnbaum oder einer Tulpe heranwächst, dürfen wir von egoistischen Gedanken, Worten und Taten nicht im Ernst annehmen, dass sie in Zufriedenheit und Ruhe enden.

Sie fragen sich nun zu recht: Was hat das alles mit Traden zu tun?

Mehr als wir gemeinhin annehmen:

  1. Wenn wir traden, nur um der in wohl jedem Menschen inhärenten Gier nachzugehen, wird uns das ertradete Geld nicht weiterhelfen, um Lebensglück zu erreichen. Womöglich wird uns der nachhaltige Trading-Erfolg gar nicht erst finden. Denn nur wenn wir unserer Gier bewusst sind und sie zu kontrollieren lernen, werden wir einerseits vernünftige Risiken eingehen und andererseits aus unseren Fehlern der Vergangenheit Verhaltensänderungen ableiten können.

  2. Wenn wir den Markt betrachten, als wäre er eine ewig und unbegrenzt melkbare Milchkuh, werden wir hinter den möglichen Renditen herhinken. Denn es verhält sich so: unser Arbeitgeber gibt uns Lohn, weil wir ihm/ihr (und direkt oder indirekt dessen/deren Kunden) mit unserer Arbeitskraft einen Mehrwert schaffen. Wir geben dem Bäcker in unserer Arbeitspause unser hart verdientes Geld, weil wir von seiner Butterbrezel einen Mehrwert erhalten. Genauso trifft dieses Prinzip auf den Finanzmarkt zu: nur wenn wir den anderen Marktteilnehmern einen Mehrwert herstellen mit unseren Trades, wird er uns im Gegenzug eine positive Rendite überlassen.

Und was sonst?

Wir haben uns selbst dazu verpflichtet, ganz im Sinne der Aktion “1% for the planet”, uns selbst eine freiwillige Umweltsteuer aufzuerlegen. Damit erhält unser Trading und unsere EA-Programmier-Dienstleistungen sofort einen guten Zweck und eine tiefere Bedeutung.

Dieses Jahr haben wir 1% unseres Umsatzes der Umwelt-Bildungs-Organisation Schützer der Erde e.V. gespendet. Der gemeinnützige Verein hat laut seiner Webseite zum Ziel, “bei Kindern und Jugendlichen einen achtungs- und verantwortungsvollen Umgang mit Tieren, Pflanzen, Menschen und der gesamten Mitwelt zu fördern.” Das ist meiner Meinung nach so wichtig, denn die Jugend von heute wird unsere Gesellschaft mehr prägen als wir Erwachsenen. Ein Sinn für die Umwelt bei zukünftig einflussreichen Personen ist Lebensgrundlage für uns alle.

Warum 1% vom Umsatz und nicht z.B. 10% vom Gewinn? Nun, der Gewinn ist buchhalterisch eine weitaus steuerbarere Größe als der Umsatz. Das führt dazu, dass wir wirklich jedes Jahr geben können, was wiederum der regelmäßigen Versorgung und Planbarkeit des begünstigten gemeinnützigen Projekts dient.

Behalten wir alle also das Große und Ganze im Auge! Lassen Sie uns alle Gutes tun mit unserem Trading! Nur dann wird es einem jedem Trader und einer jeden Traderin unter uns langfristig möglich sein, Lebensunterhalt auf der einen Seite und Lebensglück auf der anderen Seite zu erzielen. Davon bin ich überzeugt.

Stellen Sie sich vor, in was für einer friedvollen Welt wir leben könnten, wenn jeder so agieren würde?!

Einen frohen Jahresendspurt mit hoffentlich einer odentlichen Rally für Ihr Kapital
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

Von den Besten lernen: André Kostolany

Was Tulpenzwiebeln mit Kryptowährungen zu tun haben

Neulich las ich (mal wieder) Börsenaltmeister André Kostolanys Buch "Die Kunst, über Geld nachzudenken". Immer wieder eine unterhaltsame und vor allem lehrreiche Lektüre.

Als ich das Kapitel über den Tulpenzwiebel-Hype aus den 1630er-Jahren las, traf es mich wie eine Bratpfanne auf den Kopf:

Das unvernünftige Spiel mit dem ‘Wertlosen’ ist geradezu ein Symptom für das Ende großer wirtschaftlicher Booms, für die letzte Phase der Prosperität und die dritte Phase des Bullenmarktes, wo das Geld in Strömen fließt. Und dieses Phänomen kehrt immer wieder zurück. Eine Haussebewegung bleibt anfangs im klassischen Rahmen, dann greift sie auf die fragwürdigen Werte über.
— André Kostolany in "Die Kunst, über Geld nachzudenken"

Ein paar Sätze weiter kommt's dann erneut wie der Wink mit dem Zaunpfahl:

Schließlich erfasst diese Aufwärtsbewegung eine große Zahl von Unwerten, ja, von Antiwerten. [...] Alle Welt wollte verdienen und bezahlte unglaubliche Preise. Glücksritter aus ganz Europa kamen nach Holland, um Tulpen zu erwerben, die ja im Preis steigen mussten. Ähnlich wie heute kleine Sparer jeden Preis für Internet-Aktien bezahlen.”
— André Kostolany in "Die Kunst, über Geld nachzudenken"

Kostolany schrieb diese Worte 1999. Was ab März 2000 nach Platzen der Internetblase gut zweieinhalb Jahre lang mit den Aktienmärkten geschah, daran erinnere ich mich noch gut. Als Kind des Bullenmarktes der neunziger Jahre sah ich kopfschüttelnd zu, wie ein Tief nach dem anderen erreicht wurde!

Nun ersetzen Sie in Kostolanys Zitat das Wort "Internet-Aktien" mit "Kryptowährungen". Fällt es Ihnen nicht ebenso wie Schuppen von den Augen?

Zwar steht das Argument der begrenzten Coin-Menge pro Coin-Emission im Raum als Argument, das für die Stabilität einer einzelnen Kryptowährung spricht. Allerdings gibt es keine Begrenzung, wie viele verschiedene der digitalen "Werte" geschaffen werden können. Es wimmelt doch nur so von neuen ICOs, Initial Coin Offerings!

Denken Sie mal darüber nach! Vielleicht hilft Ihnen ein Buch wie dieses von Kostolany zu eigenen, neuen Erkenntnissen, die Sie für Ihren verdienten Trading- und Börsenerfolg schulend vorbereiten.

Zwar sind Bitcoin und Co. schon wochenlang auf Sinkflug. Dennoch kann (und meines Erachtens muss) die Entwertung der in sich wertlosen Kryptowährungen in Richtung der theoretisch möglichen 0-Linie weiter gehen.

Herzliche Grüße und beste Börsenerfolge wünscht
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA Programmierer

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Übernachtdeals sind nun möglich in neuer Version von Dealtimer-EA

Ab sofort ist die Programm-Version v1.20 unseres Dealtimer-Expert-Advisors für MetaTrader 4 mFX-DealTimerDELUXE verfügbar. Sie hat als zusätzliche Funktionalität, dass nun auch Übernachdeals möglich sind. So kann z.B. um 17:30 ein Deal eröffnet werden, der dann um 9 Uhr morgens geschlossen wird. Damit können Sie beispielsweise auf Dax-Eröffnungs-Gaps oder andere Übernacht-Events voll automatisiert und emotionsfrei setzen.

Dazu stellen Sie im gewünschten MT4-Chart in den EA Eigenschaften folgende Eingabevariablen abweichend von den Standardeinstellungen ein:

  1. Eröffnungsmodus = täglich, wenn Sie den EA das gleiche Eröffnungs-Vorgehen jeden Tag wiederholen lassen möchten.

  2. Eröffnung ab (MT4-Zeitzone… = 17:29, wobei das davorstehende Datum irrelevant ist, solange es in der Vergangenheit liegt. Der EA eröffnet dann täglich um 17:29 Uhr den im Abschnitt Dealmanagement eingestellten Deal. Diese Uhrzeit können Sie übrigens sekundengenau eingeben, damit Sie gegebenenfalls noch mehr an den Xetra-Dax-Schlusskurs um 17:30 Uhr annähern. Wichtig: beachten Sie, dass die Zeitzone Ihres MT4-Brokers von der deutschen Zeit MEZ/MESZ abweichen kann. Die Dealserverzeit des Brokers sehen Sie im MT4-Fenster “Marktübersicht”. Die Dealeröffnungs-Uhrzeit ist in eben dieser Zeitzone einzugeben.

  3. Dealschliessen-Modus… = täglich, damit der EA wirklich jeden Tag die Schließung um die folgende Uhrzeit durchführt.

  4. Deal schliessen ab (MT4-Zeitzone… = 9:01. Auch hier muss das eingegebene Datum in der Vergangenheit liegen, es sei denn der EA soll erst ab einem bestimmten zukünftigen Datum Dealschließungen für Sie automatisch ausführen. Die Uhrzeit ist auch hier in der MT4-Zeitzone siehe Fenster “Marktübersicht” einzugeben.

  5. Toleranz-Sekunden (0=erster Tick ab Deal-Schliessen-Zeit) muss auf alle Fälle größer als 0 eingestellt werden, damit der Übernachthandel funktioniert. Am besten, Sie belassen hier die Standardeinstellung von 60. Dann hat der EA von 9:01 Uhr bis 9:02 Uhr Zeit, bei einem im MT4 eingehenden Chartsymbol-Tick die Schließung durchführt. In einem zu dieser Tageszeit rege gehandelten CFD wie DE30/GER30 wird das Closing der vom EA verwalteten Positionen in aller Regel in den ersten wenigen Sekunden nach der eigentlich eingegebenen Deal-Schliessen-Zeit geschehen, also z.B. 9:01:01 Uhr.

Die Ermöglichung der Übernacht-Deals in unserem MT4-EA mFX-DealTimerDELUXE war ein Verfeinerungs-Wunsch einiger Kunden und EA-Käufer. Ich wünsche Ihnen allen damit eine wirkungsvolle Bereicherung Ihres Trader-Werkzeugkastens!

Alles Gute für das anstehende erste Adventswochenende
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

PS: Als Käufer des mFX-DealTimerDELUXE EA's erhalten Sie 6 Monate (Variante EX4) bzw. 12 Monate (Variante MQ4) kostenlose Updates. Wenn Ihr Kaufdatum in diesem Zeitraum liegt, finden Sie die neuen EA-Dateien ganz einfach im Download-Link von Digistore24, unserem Auslieferungspartner.

Günstige Alternative zum Einbau von Teilschließungen in einen EA

Oft soll in Trading-Robots die Mitnahme von Teilgewinnen eingebaut werden, um im Gewinnfall schon vor Erreichen des eigentlichen Gewinnziels das Risiko der Position zu senken. Denn der Kurs könnte ja (und tut es auch oft) kurz vor Erreichen des Gewinnziels drehen und somit alle zwischenzeitlich vorhanden gewesenen, schwebenden Gewinne zunichte machen - ein äußerst schmerzhafter Sachverhalt des Trading-Alltags.

Im September veröffentlichte ich dazu den Blog-Artikel Wie man in MQL4 einen Teilverkauf mit Breakeven für die Restposition programmiert, der dem geneigten Leser aufzeigt, was im Code eines Expert Advisors (EA) für MetaTrader 4 (MT4) programmiert werden muss, um einen solchen Teilverkauf sauber zu automatisieren. Einen einzigen Teilverkauf zu programmieren, ist somit vergleichsweise leicht und schnell getan. Wenn ein EA aber mehrere Teilverkäufe gestaffelt durchführen soll, wird der Programmieraufwand schon ein bisschen aufwändiger.

Mehr Aufwand = höhere Kosten, daher will ich Ihnen hier und heute eine günstige Alternative zum Einbau von mehreren Teilschließungen in einen EA vorstellen.

Mit “günstig” meine ich sogar kostenfrei!

Alles, was Sie dazu tun müssen, ist, den EA auf mehrere Charts des gleichen Symbols gleichzeitig, aber mit leicht unterschiedlichen Einstellungen zu installieren. Die Dealeröffnungsregeln müssen dabei auf alle Fälle identisch eingestellt sein. Wenn Sie beispielsweise zwei Teilschließungen haben möchten, gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  1. Öffnen Sie drei Charts im gleichen Timeframe (z.B. M5) des gleichen Symbols (z.B. EURUSD).

  2. Ziehen Sie den EA auf alle drei Charts, eins nach dem anderen.

  3. Stellen Sie in den EA Einstellungen unbedingt sicher, dass Sie drei unterschiedliche MagicNumbers / IDs vergeben, damit jeder der drei EAs auch wirklich seine eigenen Deals wiedererkennen kann.

  4. Wählen Sie die TP-Abstände der drei EAs nun so aus, dass Sie den angestrebten Teilclose-Levels entsprechen: z.B. 10 Pips Teilclose 1 für den ersten EA, 25 Pips Teilclose 2 für den zweiten und 50 Pips eigentliches Gewinnziel im dritten Trading-Robot.

  5. Teilen Sie in den drei EAs die Handelslotsizes so auf, dass sie den geplanten Teilclose-Prozentsätzen gleichkommen. Bei einfacher Drittelung wäre dann in den drei Experts jeweils die gleiche Lotsize einzugeben. Achtung: die drei Lotsizes aufaddiert muss der ansonsten in einem EA verwendeten Lotsize entsprechen. Wenn Sie also normalerweise mit 0.10 Lots handeln, geben Sie ein EA 1 und 2 z.B. 0.03 Lots und in EA 3 0.04 Lots ein.

Im Ergebnis haben Sie nun das gleiche Setup wie wenn Sie im EA die Teilverkäufe eingebaut haben. Größter Vorteil sind die gesparten Programmierkosten. Zwei wichtig zu erwähndene Nachteile sind, dass

  • Sie nun drei statt nur ein Chart offen und somit mehr Verwaltungsaufwand haben

  • der MT4 bei der Dealeröffnung und im Close-All-Fall (z.B. bei Gegensignal ohne dass vorher eines der TP-Levels erreicht wurde) nun drei statt nur einer Position managen muss. Das dauert länger und kann somit, je nach Marktlage zu erhöhter Slippage führen.

Wenn Sie mit diesen Nachteilen leben können, können Sie mit der hier im Artikel vorgestellten Vorgehensweise schnell und einfach und vor allem ohne Programmieraufwand im Handumdrehen Teilschließungen simulieren.

Beste Tradingerfolge wünscht Ihnen
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

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Wie man den SL und TP als Faktor einer Range berechnet (und einen EA entsprechend programmiert)

Hier und heute geht es um Range-bezogene Strategien wie zum Beispiel einer Open-Range-Breakout-Strategie oder einer gleitenden Handelsspanne à la Donchian Channel bzw. Turtle Traders. Bei solchen Systemen bietet es sich oftmals an, auf fixe Stop-Loss- und Take-Profit-Abstände in Pips zu verzichten und stattdessen das Kursrisiko und die Kurschance als Vielfaches der gemessenen Range zu definieren.

Wenn z.B. der Kurs aus einer EURUSD-Range zwischen 1,1325 und 1,1355 ausbricht, ist die gemessene Handelsspanne 0,0030 USD pro EUR, was 30 Pips oder, bei 5-stelliger Quotierung, 130 Punkten entspricht. Ein Expert Advisor (EA) für MetaTrader (MT4/MT5), der nun mit 1-facher Range den SL-Abstand setzt, würde bei einem Short den Stop-Loss (SL) 30 Pips über, bei einem Long 30 Pips unter dem jeweiligen Einstandskurs setzen.

Analoge Vorgehensweise beim Take-Profit (TP): wählen wir beispielsweise das 3-fache der Handelsspanne als Kurschance, würde der EA den TP beim Buy 3 x 30 Pips = 90 Pips über dem Einstiegskurs platzieren. Bei einer Sell-Position wäre der TP 0,00900 USD pro EUR unterhalb der Dealeröffnung durchzuführen.

Ich zeige Ihnen im Rest dieses Artikels anhand unseres EA’s mFX-HochTiefAusbruch, der quasi ein Donchian-System, also Ausbrüche aus einer gleitend gemessenen Range im MT4 automatisiert, wie Sie den MQL4-Code eines EA’s von fixen Pips auf Range-Faktoren umprogrammieren können.

Los geht’s!

EA mit Range-Faktoren für SL und TP ausstatten

Wir gehen wie immer Schritt für Schritt vor, damit Sie alles leicht nachvollziehen können. Alle Code-Veränderungen und -Ergänzungen markiere ich mit Fettschrift.

Wichtiger Hinweis: die folgende Vorgehensweise ist eine von vielen Möglichkeiten. Jeder Programmierer hat seine eigene Art und Weise, die Programmiersprache MQL4 so zu verwenden, dass der Expert Advisor am Ende das tut, was er soll.

Schritt 1: EA-Datei unter neuem Namen abspeichern

Wir öffnen die existierende MQ4-Datei mFX-HochTiefAusbruch_v1.50 im MetaEditor. Im Menü Datei wählen wir Speichern Als… und speichern die Datei unter dem neuen Namen mFX-HochTiefAusbruch_v1.60 ab. Damit stellen wir sicher, dass wir jederzeit auf die gut und zuverlässig funktionierende Version v1.50 zurückgreifen können - eine Vorsichtsmaßnahme also.

Schritt 2: Versionsnummer und Erstellungsdatum ändern

Nun ändere ich die Versionsnummer und das Datum, wann ich zuletzt daran gearbeitet habe. Das dient meiner eigenen Dokumentation und unterstützt sozusagen mein Erinnerungsvermögen.

#property version "1.60" //16.11.2018

Das Datum hinter den zwei Schrägstrichen hat dabei keinerlei funktionale Bedeutung für den EA. Denn die beiden zwei Schrägstriche markieren alles folgende in dieser Zeile als Programmierer-Kommentar, welches im Kompilierprozess nicht in Programmcode umgewandelt wird.

Schritt 3: Auswahlliste erstellen

Wir erstellen nun eine Auswahlliste, um zwischen dem bisherigen Pip-basierten und dem neuen Range-Faktor-gestützten Dealmanagement hin und her wechseln zu können. Ich füge folgenden Code direkt vor die Eingabevariablen für TP, SL und Trailing Stop (TS) ein:

enum BASIS_DEALMANAGEMENT
{
PIPS,
RANGE
};

enum definiert immer die darauffolgende Auswahlliste (Enumeration), deren Bestandteile innerhalb der geschwungenen Klammern aufgeführt werden. Diese Auswahlliste können wir nun als Variablenart verwenden, indem wir die Eingabevariable Pips_oder_Range damit definieren und mit dem Standardwert RANGE versehen:

extern BASIS_DEALMANAGEMENT Pips_oder_Range = RANGE;

Beide Code-Bestandteil habe ich vor die TP-/SL-/TS-Eingabevariablen platziert, siehe folgender Screenshot.

Die existierenden Eingabevariablen für TP, SL und TS können wir nun in der EA-Programmierung so verwenden, dass Sie Pips ausdrücken, wenn unter Pips_oder_Range “PIPS” ausgewählt ist. Wenn hingegen “RANGE” ausgewählt ist, wie nun standardmäßig der Fall, werden die Eingaben als Range-Vielfaches ausgelegt.

Schritt 4: Voreinstellungen für Eingabevariablen ändern

Da wir als Standardeinstellung “RANGE” verwenden, ist es ratsam, auch gleich die Standardwerte für TP, SL und TS auf sinnvolle Werte anzupassen. Während beim TP z.B. 55 Pips durchaus Sinn macht, wäre das 55-fache der Range als TP-Abstand hingegen viel zu hoch gegriffen. Daher ändern wir die Voreinstellungen folgendermaßen:

extern double TP = 3;
extern double SL = 1;
extern bool TrailingStopp = false;
extern double TrailingStopp_AktivProfit = 0.1,
TrailingStopp_Abstand = 1,
TrailingStopp_Schritt = 0.01;

Wenn der Nutzer des EA’s mFX-HochTiefAusbruch diese Standards fürs Trading übernimmt, würde der EA folgendermaßen agieren:

  1. TP-Abstand ist das 3-fache der Range, im obigen Beispiel also 3 x 0,0030 USD pro EUR, also 0,0090 Kursgewinn als Ziel.

  2. SL-Abstand ist das 1-fache der Range, im obigen Beispiel wären das 0,0030 Kursrisiko.

  3. Trailing-Stopp ist durch “false” ausgeschaltet. Wenn es aber durch Auswahl von “true” aktiviert würde, wäre es aktiv (TrailingStopp_AktivProfit) ab einem Positionsgewinn von 0,1 x die Range von 0,0030, also ab 0,0003 oder 3 Pips Deal-Gewinn. Der eigentliche Nachzieh-Abstand TrailingStopp ist mit 1 eingestellt, was 0,0030, also die einfache Range, ergibt. Jeder SL-Nachzug muss einen SL-Schritt von mindestens 0,01 der Range ausmachen (TrailingStopp_Schritt), was 0,01 x 0,0030 USD pro EUR, also 0,00003 Kursdifferenz bedeutet.

Schritt 5: Handelsspanne in einer Variable speichern

Jetzt kommen wir dazu, die Handelsspanne zu messen und weiter zu verarbeiten. Im Haupt-Code, der vom EA bei jedem empfangenen Kurstick durchlaufen wird, haben wir schon das gleitende Range-Hoch sowie -Tief ermittelt:

Aus dem Handelsspannen-Hoch RangeUp und dem Range-Tief RangeLo können wir nun die Handelsspannen-Größe errechnen. Dazu fügen

double Range = RangeUp - RangeLo ;

Diese neue Variable Range können wir im nächsten Schritt mit den Dealmanagement-Faktoren multiplizieren.

Schritt 6: Range und Multiplikator zum Dealmanagement verwenden

Wie wir nun die Range-abhängigen SL-, TP- und Trailing-Stop-Abstände berechnen, zeige ich Ihnen am Beispiel des Stop-Losses. Bislang berechnen wir den SL-Kurs, den der EA bei Übermittlung eines Buy-Deals verwendet, durch folgende Code-Zeile:

double SLset = NormalizeDouble ( Ask - ( SL * UsePoint ) , Digits ) ;

Die an dieser Stelle belegen wir die neu eingeführte Variable SLset, die dann in der OrderSend- oder OrderModify-Funktion verwendet werden kann, mit dem SL-Kurs. Dabei hält die Variable UsePoint bei 4- und 5-stelliger Quotierung den Wert 0,0001. Die Funktion NormalizeDouble rundet den Wert auf die Anzahl der Nachkommastellen des Chartsymbols Digits. Im Endeffekt rechnen wir also Ask-Preis minus der Pip-Anzahl, die wir in der Eingabe-Variable SL eingestellt haben.

Nun fügen wir unter diese Zeile den Code hinzu, der den Range-Bezug herstellt:

if ( Pips_oder_Range == RANGE )
SLset = NormalizeDouble ( Ask - ( SL * Range ) , Digits ) ;

Wenn also die Eingabe-Variable Pips_oder_Range durch den Nutzer des EA’s mFX-HochTiefAusbruch mit dem Auswahl-Wert RANGE belegt wurde, wird fast die exakt gleiche Berechnung durchgeführt. Der einzige Unterschied ist, dass die Eingabe-Variable SL nicht mehr mit UsePoint (bei EURUSD also 0,0001), sondern mit der Größe der Handelsspanne Range multipliziert wird.

Die beiden Code-Zeilen des EA’s sehen nun im MetaEditor folgendermaßen aus:

SLset wird also zunächst mit dem Pip-abhängigen SL belegt. Nur wenn RANGE als Dealmanagement-Methode ausgewählt ist, wird die Variable SLset noch entsprechend verändert. Das ist praktisch und robust.

Schritt 7: Wiederholen Sie die Variablenberechnung analog für den Sell-SL sowie für TP und Trailing Stop auf beiden Seiten.

Nun sind Sie an der Reihe, die eben gelernte Lektion sofort und direkt anzuwenden. Zunächst für den SL der Sell-Seite, danach für TP und Trailing Stop für Long und Short. Wie ergeht es Ihnen bei diesem Versuch? Schreiben Sie Ihre Antworten unten in die Kommentare.

Ich hoffe, dass Ihnen dieser Blog-Artikel bei Ihren eigenen Programmier-Bemühungen weiterhilft.

Neue EA Version v1.60 ab sofort verfügbar

Diese neue Dealmanagement-Methode ist ab sofort in der neuen EA-Version v1.60 des mFX-HochTiefAusbruch eingebaut. Alle Informationen zu diesem MT4-EA, der Ausbrüche aus gleitend gemessenen Handelspannen automatisch handelt, inklusive Kaufpreis, Lizenzbedingungen und Sofort-Download finden Sie hier unter folgendem Link: https://www.mindfulfx.de/hochtiefausbruch/

Alles Gute für Ihr Trading wünscht
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA Programmierer

Schriftgröße im MetaEditor verändern

Wer im MetaEditor einen Expert Advisor (EA) oder Indikator programmiert, hat sich vielleicht schon mal gewundert, warum die angezeigte Schriftgröße nicht mit der 2-Finger-Technik auf dem Touchpad veränderbar ist, wie z.B. in Microsoft Word oder einem Browser wie Google Chrome. Ich selbst habe daraus lange Zeit die (falsche) Schlussfolgerung gezogen, dass die Schriftanzeige im MetaEditor einfach fix ist, ich sie also nicht verändern kann.

Kürzlich bin ich darauf gestoßen, dass ich aber auf andere (schon fast alt-herkömmliche) Art und Weise die Anzeige vergrößern kann. Insbesondere ist das wertvoll, wenn ich Webinare oder Videokonferenzen halte, in denen ich den EA Code erkläre.

So verändern Sie die Schriftgröße im MetaEditor

Drei einfache Schritt führen Sie zum Ziel.

Schritt 1: öffnen Sie eine Code-Datei (.mq4 oder .mq5) im MetaEditor.

Ich öffne eine mq4-Datei, z.B. die Code-Datei unseres Moving-Average-Crossover EA’s mFX-MAXingPro im MetaEditor.

Schritt 2: wählen Sie im Menü Werkzeuge den Punkt Optionen aus.

Im Menü Werkzeuge des MetaEditors wähle ich nun also den Unterpunkt Optionen aus.

Dadurch öffnet sich ein Fenster zu Einstellung verschiedener Programm-Eigenschaften.

Schritt 3: im Reiter Schriftart legen Sie die gewünschte Schriftgröße fest.

Nun klicke ich auf den Reiter Schriftart. Dort kann ich Schriftart und Größe ändern. Die Schriftart belasse ich hier auf Courier New, während ich bei Größe 16 einstelle. Nun klicke ich auf OK.

Zum Abschluss sehe ich den gleichen EA Code wie vorher, aber in geänderter Schriftgröße. Die größere Anzeige dient mir zum Beispiel zur besseren Leserlichkeit für mich selbst oder aber meinen Zuschauern in YouTube-Videos, Webinaren oder Videokonferenzen mit Bildschirmübertraung.

Ihnen viel Erfolg beim EA Programmieren und Traden
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

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Expert Advisor mFX-EquityWatch so einstellen, dass zuerst alle Deals geschlossen werden und dann erst alle anderen EAs deaktiviert werden

Unser Risiko-Management-EA mFX-EquityWatch, ein Expert Advisor für MT4, ist bislang so ausgelegt, dass bei Erreichen des Equity-Stops-Levels zuerst alle anderen EAs in der laufenden MT4-Instanz entweder blockiert oder gelöscht werden. Erst danach aktiviert sich die Alles-Schließen-Routine, die alle offenen Orders schließt oder löscht.

Das verfolgt das Ziel sicherzustellen, dass die anderen Charts, auf denen eventuell andere EAs arbeiten, nicht sofort wieder neue Deals eröffnen können. Es soll ja bei Erreichen des Equity-Stop-Levels erst mal über die Strategie-Fortsetzung nachgedacht werden. Nur so lässt sich bewusst handeln.

Was aber, wenn Sie auf Ihrem MetaTrader einen Deal-Kopierer-EA laufen haben, der diese Dealschließungen automatisch an andere, abhängige Konten weitergeben muss?

Dann hätten Sie mit obiger Vorgehensweise das Problem, dass der Deal-Kopier-EA deaktiviert ist, bevor er die Dealschließungen kommunizieren kann. In den Worten eines Käufers des EA's mFX-EquityWatch ausgedrückt:

Ich brauche [den EA mFX-] EquityWatch, um alle anderen EAs zu schließen, aber es darf erst nach [Schließung aller offenen Deals] erfolgen. Ich verwende folgendes System: Trades, die vom Quellkonto (Demo) zum Zwischenkonto (Demo) und von dort zum Empfängerkonto (echt) übertragen werden. Das bedeutet, dass auf dem intermediate Account sowohl Receiver-EA als auch Sender-EA [des Deal-Kopierers] bei der Arbeit sind. EquityWatch ist auch auf dem Zwischenkonto. Bei Zwischengeschäften werden einige Trades invertiert, manche Trades werden so weiter übertragen wie sie sind. Die EquityWatch-Aufgabe besteht darin, alle Geschäfte zu schließen, wenn das Eigenkapital des Zwischenkontos ein vordefiniertes Niveau erreicht; sehr wichtig ist, dass die Aktien-Überwachung auch Empfänger- und Sender-EA [deaktiviert], aber eben erst, nachdem alle Geschäfte geschlossen wurden. Ansonsten bleiben auf dem (realen) Konto Handelsgeschäfte offen. Darüber hinaus gibt es einen Alert-Absender-EA auf dem Intermediate-Konto, der ebenfalls geschlossen wird, bevor er eine Warnung zum Abschluss von Geschäften senden könnte.
— Vladimir S., Käufer des EA's mFX-EquityWatch
Zwei neue Eingabevariablen für Risikomanagement EA mFX-EquityWatch

Zwei neue Eingabevariablen für Risikomanagement EA mFX-EquityWatch

Um den EA mFX-EquityWatch auf diese Anforderung zuzuschneidern, gibt es ab sofort eine neue Version dieses unseres Risikomanagement-EA's. Durch dieses Update können Sie den mFX-EquityWatch EA so einstellen, dass zuerst alle Deals geschlossen werden und dann erst (z.B. 3 Sekunden später, selbstverständlich einstellbar) alle anderen EAs deaktiviert werden. Rechts im Bild sehen Sie einen Screenshot der neuen Eingabevariablen zur Steuerung des EA’s.

Hier gibt’s die neue Version im Sofortdownload zu kaufen: https://www.mindfulfx.de/equitywatch-ea/

Falls Sie den EA in den letzten 6 (Variante EX4) bzw. 12 Monaten (Variante MQ4) gekauft haben, finden Sie die neue Programm- bzw. Code-Version unter Ihrem persönlichen Downloadlink wieder, den Sie beim Kauf erhalten haben. Geben Sie mir bitte Bescheid, falls Sie beim Finden des Links oder Herunterladen der Dateien Hilfe benötigen.

Beste Trading-Erfolge und solides Risikomanagement wünscht
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

EA Programmieren anfangen mit MQL4 oder MQL5?

Bei meinem letzten JFD-Webinar am 2.10.2018 wurde ich nach einer Empfehlung gefragt, ob man besser auf MT4 oder gleich auf MT5 das Programmieren von Expert Advisors lernen sollte. Hier meine Antwort.

Die Programmiersprache MQL4 für den MetaTrader 4 ist sehr viel einfacher als die Programmiersprache MQL5 für den MetaTrader 5. Damit eignet sie sich schlicht und ergreifend besser für Programmier-Einsteiger.

Die beiden Sprachen sind weiter voneinander entfernt als es deren Namensgebung erwarten lässt. EAs für MT5 zu programmieren kann man dan als zweiten Schritt lernen, wenn man den Einstieg ins Programmieren durch MT4 EAs geschafft hat.

Ich vergleiche das gerne mit Spanisch und Portugiesisch. Beide Sprachen sind eng miteinander verwandt. Spanisch ist aber viel leichter zu lernen, unter anderem weil die Aussprache sehr nah am geschriebenen Wort liegt. Das kommt dem deutschen Muttersprachler sehr entgegen. Portugiesisch hingegen hat zusätzlich ganz andere Ausspracheregeln, so dass dies zu einem höheren Schwierigkeitsgrad für das Erlernen dieser schönen Sprache führt.

Wenn Sie sich die einfachere Sprache zuerst aneignen, erhalten Sie zunächst das Verständnis für Vokabular und Grammatik. Noch wichtiger: Sie generieren in sich selbst die Fähigkeit, eine Sprache zu lernen. Das erleichtert den nächsten Schritt, eine weitere Sprache zu lernen.

Weil das EA-programmieren in MT5 deutlich schwieriger ist, halte ich es für Programmierneulinge für die überlegene Strategie, zunächst mit MQL4 zu beginnen.

“Wird nicht MT5 den MT4 irgendwann komplett ersetzen?” höre ich als Einwurf immer wieder. Das kann gut sein, wird aber sicherlich sich noch über Jahre hinziehen. Die Firma MetaQuotes, die beide Versionen des MetaTraders entwickelt, hat meines Erachtens sogar ein großes Interesse daran, entweder MT4 langfristig beizubehalten oder aber die Masse an MT4-Programmen für MT5 kompatibel zu machen. Warum?

Über deren Website mql5.com, die deren offizielle Plattform für MT4 und MT5 ist, gibt es tausende von EAs, Indikatoren und Signale für MT4 zu kaufen oder mieten. Die Anzahl der für MT5 verfügbaren Programme ist deutlich niedriger. An jedem Kauf, an jeder Miete und an jedem Abonnement verdient MetaQuotes mit ca. 20% mit.

Würden Sie eine solche Einkommensquelle einfach so abschalten? Wahrscheinlich nicht. Daher werden EAs und Co für MT4 in meiner idealen Welt voll kompatibel werden für MT5. Hinweise dafür gibt es schon:

Im Juni 2018 wurde seitens MetaQuotes bekannt gegeben, dass die in MQL4 verfügbaren Funktionen zum Kursdetail-Abruf (z.B. iTime, iOpen, iHigh, iLow, iClose, iVolume etc.) nun auch in MQL5 verwendet werden können. Das erleichtert das “Übersetzen” von MT4 EAs in MT5 EAs ungemein.

Außerdem seien laut Christian Kämmerer von JFD Brokers noch immer sieben mal mehr Lizenzen für MT4 im Umlauf als für MT5, wie er während unseres gemeinsamen Webinars vom 2.10.2018 erwähnte. Das bedeutet, dass der Umstellungsprozess noch eine ganze Weile dauern wird.

Daher ist es meines Erachtens weiterhin sehr sinnvoll, die Programmiersprache MQL4 für MT4 zu lernen und somit die Chance wahrzunehmen, den einfacheren Weg in die Welt des EA-programmierens zu nehmen.

Heute ist Anmeldeschluss für Oktober-Kurs

Heute ist Anmeldeschluss für Oktober-Kurs

Übrigens: heute ist Anmeldeschluss für die nächste Ausgabe für unseren MQL4-Intensivkurs - EA-programmieren lernen. Noch ein paar Plätze sind verfügbar, so dass Schnellentschlossene am 29. und 30. Oktober 2018 direkt von mir das EA-Programmieren für MT4 lernen können. Klicken Sie rechts auf die Grafik oder oben auf den Link, um sich vollständig zu informieren und anzumelden.

Ich würde mich freuen, Sie Ende Oktober in Stuttgart zu sehen.

Herzliche Grüße
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

MQL4-Intensivkurs - EA-programmieren lernen

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MQL5-Intensivkurs - EA-programmieren lernen

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Webinaraufzeichnung: EA programmieren in 60 Minuten (oder ein paar Minuten mehr…)

Letzte Woche Dienstag, 2.10.2018, hatte ich die Ehre, bei JFD Brokers in ihrem Oktober 2018 - JFD Live Event - Regelbasierte Trading Strategien und Algos im Einsatz zu Gast sein zu dürfen. Im Webinar habe ich live zum Zuschauen und Mitmachen die Zuschauerschaft ins EA-programmieren für MT4 eingeführt.

Wir haben eine Ausbruchsstrategie nach meiner Wert-gebenden Trading-Philosophie aufgesetzt. Fertig wurden wir dabei auf der Buy-Seite. Gerne noch dazu programmiert hätte ich die Sell-Seite sowie eine Schleife, die die Range-Begrenzungen von nicht nur der Vorkerze, sondern mehreren Vorkerzen ermittelt. Dazu hatte die Zeit aber am Ende nicht ausgereicht, vielleicht können wir’s beim nächsten Mal nachholen.

Wie einfach Sie das EA-Programmieren lernen können, sehen Sie hier selbst in der Aufzeichnung des Webinars, kostenfrei in voller Länge:

Den gemeinsam programmierten Expert Advisor MQL4-Code gibt’s ab sofort hier und heute kostenfrei zum Download, unter dem wichtigen HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEIS, dass dieser EA keine Handelsempfehlung darstellt, sondern lediglich zur Veranschaulichung des MQL4-Programmierens und somit nur für Lernzwecke des EA-Programmierens dient. Nutzen Sie ihn ausschließlich auf Demo-Konten!

Webinar-EA per Email bestellen

Bitte senden Sie mir den gemeinsam im Webinar vom 2.10.2018 entwickelten MQL4-Code für den MT4-EA an folgende Email-Adresse:

    Freitagsmails mit wichtigen und spannenden Themen rund ums EA-Programmieren und Trading gewünscht (kostenlos und jederzeit abbestellbar):

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    Danke für Ihr Interesse!

    Viel Spaß und Erfolg beim selbst Programmieren und Traden
    Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA Programmierer

    PS: wenn Sie das EA Programmieren von Grund auf lernen möchten, lege ich Ihnen unseren MQL4-Intensivkurs - EA-programmieren lernen vom 29.-30. Oktober 2018 in Stuttgart wärmstens ans Herz. Alle Infos hier: https://www.mindfulfx.de/mql4intensivkurs/

    Gewinn und Rendite eines Expert Advisors

    In zwei der letzten Blog-Artikel hatte ich Ihnen Drawdown (Drawdown: zwei Definitionen zum Messen von Expert Advisors) und Profitfaktor (Profitfaktor als Erfolgsmaß von Expert Advisor Deals) als Risiko- und Erfolgsmaß für das automatisierte Trading mit Expert Advisors (EAs) vorgestellt. Während diese beiden Kennzahlen eher das Risiko sowie die Gewinn- und Verlustverteilung einer Tradingstrategie beschreiben, benötigen wir abschließend noch das Erfolgsmaß schlechthin, um festzustellen, ob wir unser Geld in das untersuchte System investieren wollen oder nicht.

    Die Berechnung funktioniert eigentlich ganz einfach: wir betrachten den Netto-Gewinn nach Abzug aller Kosten. Diese Summe bezeichnen wir gerne auch als „Gewinn in Kontowährung”. Wir müssen also alle Kursgewinne und Kursverluste aufsummieren und eventuelle Finanzierungskosten sowie Gebühren davon abziehen.

    Setzen wir diesen Gewinn ins Verhältnis mit dem Startkapital, erhalten wir die Rendite, den Gewinn in Prozent des eingesetzten Kapitals, also:

    Um nun die Profitabilität eines EAs mit einer anderen Strategie oder gar komplett anderer Anlageformen vergleichen zu können, ist es sinnvoll, diese Rendite in eine jährliche Rendite, auch als Rendite p.a. (pro anno, lateinisch für pro Jahr) bekannt, umzurechnen. Die Formel dazu lautet wie folgt:

    oder

    oder

    Rechnen wir ein Beispiel aus. Wenn ich, wie derzeit (Stand 07.08.2018) mit unserer mFX-ProvideLiquidity Strategie, vollständig als EA für MT4 automatisiert, z.B. 27,36% Rendite habe, und das Trading mit diesem EA auf bis zu 14 Major Währungspaaren seit Mitte November 2017 aktiv ist, komme ich per Mitte August 2018, also nach neun Monaten, auf folgende annualisierte Rendite:

    Nun kann ich alles ins Verhältnis setzen. Ich kann 36,48% p.a. mit der Aktienmarktrendite oder dem Tagesgeldkonto vergleichen. Natürlich muss ich das vollständige Bild zeichnen, indem ich den wahrscheinlichen, möglichen Drawdown aller zu vergleichenden Renditen als wichtigstes Risikomaß hinzuziehe.

    Die Live Trading Resultate im MT4 zu analysieren, ist manchmal etwas mühsam. Denn die Ergebnisse werden standardmäßig im HTML-Format und zudem im englischen Zahlenformat exportiert. In einem der nächsten Blog-Posts zeige ich Ihnen eine Lösung dafür: ein Skript, mit dessen Hilfe Sie Ihre Dealhistorie in ein sehr Excel-freundliches Format umwandeln können.

    Bleiben Sie automatisch per Email über unsere Blog-Veröffentlichungen informiert:

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    Bis dahin alles Gute für Ihr EA-Trading
    Ihr Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

    Einen (ersten) EA selbst programmieren in 60 Minuten​

    Wie programmiert man einen (ersten) Expert Advisor (EA) in nur 60 Minuten?

    EA programmieren ist kein Hexenwerk. Sonst wäre ich ja eine Hexe...

    In einem zusammen mit JFD Brokers veranstalteten Live-Webinar am kommenden Dienstag, 2.10., um 16 Uhr deutscher Zeit, zeige ich Ihnen die wichtigsten Elemente für ein flexibles Grundgerüst eines Expert Advisors für MT4 - Schritt für Schritt, verständlich und interaktiv erklärt.

    Haben Sie Lust darauf?

    Es wird auch eine Fragen-und-Antworten-Session im letzten Drittel des Webinars geben. Dadurch können Sie mir alle möglichen Fragen stellen.

    Nach dem Webinar werden Sie sogar die Möglichkeit bekommen, den gemeinsam entwickelten MQL4-Code des Expert Advisors kostenfrei von mir zugesendet zu bekommen.

    Alles was Sie zur Teilnahme benötigen, ist ein MT4 Demokonto (z.B. von JFD Brokers: absolut kostenlos und zeitlich unbegrenzt) sowie die kostenlose Anmeldung und Teilnahme am Webinar. Weitere Infos dazu hier:

    Melden Sie sich fürs Webinar gleich an, um sich einen der begrenzten Plätze zu sichern und einen exklusiven Einstieg in die spannende Welt des EA-Programmierens zu schaffen:

    klicken Sie auf diesen Screenshot, um zur JFD-Anmeldeseite zu gelangen. Dort dann auf ANMELDEN klicken und sich kostenlos und unverbindlich für das Webinar registrieren.

    klicken Sie auf diesen Screenshot, um zur JFD-Anmeldeseite zu gelangen. Dort dann auf ANMELDEN klicken und sich kostenlos und unverbindlich für das Webinar registrieren.

    Bis Dienstag im Webinar
    Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

    PS: Am Ende des Webinars werde ich ein spezielles Angebot für Sie haben, wenn Sie das EA programmieren vertiefen möchten. Registrieren Sie sich daher gleich hier und jetzt.

    Profitfaktor als Erfolgsmaß von Expert Advisor Deals

    Anfang Juli hatten wir in einer Leserumfrage festgestellt, dass Drawdown, Profitfaktor und Rendite p.a. bzw. Gewinn in Kontowährung die meist beachteten Risiko- und Erfolgsmaße einer Trading-Strategie sind, ob diese nun manuell getradet wird oder voll automatisch mittels Expert Advisors (EA) für MetaTrader 4 oder 5 (MT4/MT5). Während ich in einem weiteren Blog-Artikel den Drawdown in zwei verschiedenen Definitionen untersucht habe (Drawdown: zwei Definitionen zum Messen von Expert Advisors), komme ich in diesem heutigen Artikel auf den Profitfaktor zu sprechen.

    Der Profitfaktor kombiniert sehr elegant die Trefferquote sowie die durchschnittlichen Gewinne und Verluste eines EA's zu einer einzigen Zahl. Weiter unten erkläre ich Ihnen genau mittels Formel und ein paar Beispielen, wie der Profitfaktor genau berechnet wird. Zunächst aber noch Wichtiges zum Hintergrund dieses Erfolgsmaßes.

    „Ich habe über 90% Trefferquote“... Haben Sie eine solche Aussage schon mal gehört? Sind Sie dabei aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen und haben gefragt: „Wie machst Du das denn?“

    Wenn die Antwort darauf lautet, „ich begnüge mich in meinem EA mit 1 Pip Gewinn pro Deal, während ich 100 Pips Verlust pro Deal risikiere“, wird dieser Tradingansatz voraussichtlich langfristig Verluste bringen – trotz der haushohen und fantastischen Trefferquote.

    Rechnen wir es nach. In 90 von 100 Deals macht der EA 1 Pip Gewinn. Die Summe aller Gewinndeals macht also 90 Pips aus. Ein einziger Verlust von 100 Pips macht nun den gesamten angesammelten Gewinn zunichte, selbst wenn die Trefferquote auf 99% ansteigt.

    Die Trefferquote alleine ist also nicht aussagekräftig. Wir benötigen zusätzlich den durchschnittlichen Gewinn aller Gewinndeals sowie den durchschnittlichen Verlust aller Verlustdeals, um aus der Trefferquote einen sinnvollen Reim zu machen. Hier kommt exakt der Profitfaktor ins Spiel.

    Berechnung des Profitfaktors

    Der Profitfaktor berechnet sich aus genau diesen Elementen:

    Sie sehen aus dieser Formel, dass der Profitfaktor umso höher ist,

    1. je mehr Gewinndeals vorhanden sind,

    2. je weniger Verlustdeals vorhanden sind,

    3. je höher der durchschnittliche Gewinn pro Deal ist und

    4. je niedriger der durchschnittliche Verlust pro Deal ist.

    Im obigen Beispiel mit 90% Trefferquote à 1 Pip Gewinn bei 100 Pips Risiko würde sich folgender Profitfaktor ergeben:

    Praxisbeispiel zur Profitfaktor-Berechnung

    Ein weiteres Beispiel aus der Praxis will ich anhand meiner Trading-Strategie mFX-ProvideLiquidity liefern, die ich mit Echtgeld vollautomatisch durch einen EA in MT4 handle und als abonnierbares und somit 1:1 kopierbares Signal auf dem EA- und MetaTrader 4 und 5-Forum mql5.com unter https://www.mql5.com/de/signals/364198 veröffentliche. Stand 3.8.2018 um 11:16 Uhr ergaben sich folgende Statistikwerte für das System, unabhängig berechnet und bestätigt von der mql5.com-Plattform seit Kontostart im November 2017:

    1. 100 Gewinntrades

    2. 44 Verlusttrades

    3. 8,83 USD Durchschnittlicher Profit

    4. -12,58 USD Durchschnittlicher Verlust

    ProvideLiquidity Signalstatistik lt. mql5.com-Auswertung, Screenshot vom 3.8.2018

    ProvideLiquidity Signalstatistik lt. mql5.com-Auswertung, Screenshot vom 3.8.2018

    Im Screenshot der Signalstatistik oben können Sie in der rechten Spalte, vierte Zeile von oben erkennen, dass der Profitfaktor vom mql5.com-Forum mit 1,59 berechnet wurde.

    Validieren wir diesen Wert durch Ausfüllen der oben kennengelernten Formel:

    Deutung und Bedeutung des Profitfaktors

    Ein profitabler EA wird also immer einen Profitfaktor von größer als 1 haben. Ein Wert unter 1 deutet auf rote Zahlen unterm Strich hin. Ein Profitfaktor von exakt 1 würde bedeuten, dass der EA immerhin die Transaktionskosten (Swap, Kommission, Spread, Slippage und GuV-Umrechnung in Kontowährung) verdient hat.

    Liegen noch keinerlei Verlusttrades vor, tendiert der Wert des Profitfaktor gegen unendlich. Denn dann wird durch 0 geteilt. Ein solcher Stand ist natürlich nur zeitweise vorhanden, weil auch die beste Strategie irgendwann Verlustdeals erleiden wird.

    Generell gilt: je höher der Profitfaktor, desto besser. Betrachten Sie den Profitfaktor eines EA's aber niemals alleine. Denn wenn gleichzeitig z.B. ein unangemessen hoher Drawdown vorhanden ist, ist wohl das Risiko sehr hoch. Zum Drawdown lesen Sie am besten meinen Blog-Artikel zum Thema vom 10. August 2018: Drawdown: zwei Definitionen zum Messen von Expert Advisors.

    Beste Grüße und viele erfolgreiche Trades wünscht Ihnen
    Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

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    Wie man in MQL4 einen Teilverkauf mit Breakeven für die Restposition programmiert

    Ein beliebter Ansatz des Positionsmanagements im Forex-Trading ist es, für einen Deal nicht nur ein, sondern zwei Take-Profit-Levels zu definieren. Bei Erreichen des ersten Gewinnziels wird ein Teil der Position, z.B. 50% der ursprünglichen Lotsize, glattgestellt und somit ein Mindestgewinn gesichert. Damit dieser nicht mehr verloren werden kann, wird für die verbleibende, 50-prozentige Restposition der Stop-Loss auf Einstandskurs nachgezogen.

    Das kann man selbstverständlich manuell durchführen. Diese Vorgehensweise lässt sich aber ebenso in einem Expert Advisor (EA) für MetaTrader (MT4/MT5) automatisieren. In diesem Wissen erreichte mich neulich die folgende Frage eines Kunden.

    Ich interessiere mich für den MAXingPro EA, hätte aber dazu jetzt eine Frage zu einer möglichen Änderung bzw. Anpassung des Codes. Wäre es möglich, eine Funktion in den Code einzubauen, wo man z.B. nach Erreichen von angegeben Pips einen Teilverkauf macht (diesen könnte man in % angeben) und dann die noch offene Position auf Break Even zieht und mit Trailing Stop einfach laufen lässt?
    — Philipp L., Trader und mindful FX Kunde

    Ich war mit Herrn L. so verblieben, dass diese Funktion in einer der nächsten EA-Versionen eingeführt wird. Heute ist es so weit.

    Ich zeige all denjenigen, die selbst am Programmieren interessiert sind, zudem bei dieser Gegelenheit, wie ein solcher Teilverkauf in MQL4 programmiert werden kann. Los geht's, am Beispiel unseres Trendfolge-EA's mFX-MAXingPro!

    Wichtiger Hinweis: in den folgenden Code-Beispielen sind die Änderungen bzw. Hinzufügungen in Fettschrift aufgeführt, während gleich bleibender Code in normaler Schrift geschrieben ist.

    Schritt 1: EA-Datei unter neuem Namen abspeichern und neue Versionsnummer eintragen

    Hier im ersten Schritt öffnen wir zunächst die mq4-Datei des EA's mFX-MAXingPro, der Kreuzungen von zwei Moving Averages (Gleitenden Durchschnitten) als Signalgeber verwendet. Wir speichern sie sofort unter einem neuen Namen (mFX-MAXingPro_v1.50) ab. Damit stellen wir sicher, dass wir jederzeit zur Ausgangs-Version v1.40 zurück kehren können, von der wir wissen, dass sie einwandfrei funktioniert.

    Dann ändern wir im Code die Versionsnummer und das Erstellungsdatum ab, um unsere Arbeit im EA später nachvollziehen zu können. Die Code-Zeile lautet nun:

    #property version "1.50" // 31.08.2018

    Entsprechend unserer neuen Eingaben wird die neue Versionsnummer ab sofort bei Verwendung im MT4-Terminal unter "Allgemein" in den EA-Eigenschaften angezeigt.

    Schritt 2: Teilverkaufs-Eingabeariable definieren

    Eine Break-Even-Funktionalität haben wir in diesem EA schon. Diese wird gesteuert durch die folgenden Eingabevariablen:

    input bool BreakEven_verwenden=true;
    input double BreakEven_Trigger=30;
    input double BreakEven_Profit=0;

    Mit der ersten Variable BreakEven_verwenden kann der EA-Nutzer nachher die Break-Even-Funktionalität ein- und ausschalten. Bei BreakEven_Trigger kann er oder sie in Pips eingeben, bei welchem Dealgewinn der SL auf Einstandskurs nachgezogen werden soll. Mit BreakEven_Profit kann die Traderin schlussendlich eine Vertikalverschiebung in Pips eingeben, so dass der SL-Nachzug auf z.B. 1 Pip im Gewinn vollzogen wird.

    Nun fügen wir zu diesem Codeblock die Eingabe-Variable hinzu, mit der wir später bei der EA Verwendung den gleichzeitigen Teilverkauf steuern können. Sinnvoll ist hier, den Prozentsatz der originalen Lotsize eingeben zu können, der teilgeschlossen werden soll:

    input double BreakEven_Teilverkauf=50;

    Wir werden das so programmieren, dass die Eingabge von 0 den Teilverkauf ausschaltet. Bei Eingabe der voreingestellten 50 würde der EA bei Erreichen der unter BreakEven_Trigger definierten Gewinn-Pips 50% der Ursprungsposition (Beispiel: 50% von 1.00 Lots = 0.50 Lots), also die Hälfte der bestehenden Lotsize teilschließen.

    Schritt 3: Teilverkauf in Break-Even-Funktionalität zunächst für Buy-Deals einfügen

    Nun bewegen wir uns hinein in die OnTick-Funktion, also die Funktion, die ein EA bei Empfang eines jeden Chartkursticks durchläuft. Dort haben wir eine schon eine Schleife programmiert, die alle bestehenden Deals auf MagicNumber und Chartsymbol filtert. Das macht den EA multi-Deal-fähig, denn somit kann er jederzeit seine eigenen Deals wiedererkennen.

    Im bestehenden Code fragen wir für BUY- und SELL-Deals getrennt schon ab, ob einerseits die Break-Even-Funktionalität überhaupt aktiviert ist und ob andererseits der Kurs-Trigger erreicht ist, der zum Nachziehen des Stop-Loss-Kurses auf Einstandskurs +/- Mindestgewinn-Pips eingestellt wurde. Hier fügen wir nun Code ein, der den Teilverkauf effektiv durchführt.

    Zuerst führen wir eine Serie von Bedingungs-Abfragen durch. Sie stellt fest, ob eine Teilschließung überhaupt zugelassen ist in diesem Moment. Am Ende, wenn also alle Bedingungen wahr sind, kommt das Closing selbst in den geschweiften Klammern.

    Ich kommentiere dabei die jeweilige Zeile zum besseren Verständnis:

    if ( BreakEven_Teilverkauf > 0 && BreakEven_Teilverkauf <= 100)
    Diese Bedingung fragt ab, ob der Teilverkauf durch den EA-Nutzer gewünscht ist. Die Abfrage ist genau dann wahr, wenn die Eingabe-Variable BreakEven_Teilverkauf größer als null und gleichzeitig maximal 100 ist. Alle anderen Eingaben schalten also die Teilverkauf-Funktionalität effektiv aus.

    if ( OrderSelect ( Count, SELECT_BY_POS ) )
    In den folgenden Bedingungen benötigen wir Zugriff auf das bestehende Orderkommentar, die Orderlotsize, die Orderticketnummer sowie den aktuell verfügbaren Closingpreis für die Order. Damit der EA auf jeden Fall all diese Orderattribute zur Verfügung hat, selektieren wir die Order nocheinmal. Denn im Fall der OrderModify-Durchführung der Breakeven-Funktionalität kann es sein, dass die bisherige Orderselektion aufgehoben wird. OrderSelect(...) gibt dann wahr zurück, wenn die Order anhand des Schleifen-Zählers Count im Dealpool (SELECT_BY_POS) erfolgreich gefunden werden konnte.

    if ( StringFind ( OrderComment(), "from #" ) < 0 )
    Nun schauen wir im Orderkommentar OrderComment() nach, ob diese Order schon einmal teilgeschlossen wurde. Alle Teilschließungen werden im MT4 automatisch mit from #1234567 anstelle eines eventuell schon bestehenden Orderkommentars kommentiert, damit man erkennen kann, von welcher ursprünglichen Order her diese Restposition stammt. Das ist hilfreich, weil Restpositionen zwar den gleichen Einstiegskurs und die selbe Einstigeszeit, jedoch eine neue Ticketnummer erhalten. Mit der in MQL4 eingebauten StringFind-Funktion durchsucht der Expert Advisor nun das OrderComment() daraufhin, ob der Text from # schon darin zu finden ist. Wenn nein, gibt uns die StringFind-Funktion einen negativen Wert zurück. Unsere if-Bedingung ist also immer dann wahr, wenn die Order noch nicht teilgeschlossen wurde.

    if ( BreakEven_Teilverkauf / 100 * OrderLots() >= MarketInfo ( Symbol(), MODE_MINLOT ) )
    Um Fehlermeldungen im EA-Ablauf der eigentlichen Teilverkäufe zu vermeiden, fragen wir hier ab, ob der Prozentsatz BreakEven_Teilverkauf / 100 der bestehenden Orderlotsize OrderLots() mindestens so groß ist wir die Mindestlotsize des Brokers. Letztere wird über die MarketInfo-Funktion für das aktuelle Chartsymbol Symbol() mit dem Bezeichner MODE_MINLOT abgefragt.

    Sind nun alle vier Bedingungen wahr, kann der EA in die geschweiften Klammern eintreten und den folgenden Code durchlaufen:
       {
       double clsLots = NormalizeDouble ( BreakEven_Teilverkauf / 100 * OrderLots() ,                                              LotsRundung ) ;

    Hier wird die Berechnung der teilschließenden Lotsize der neuen double-Variable clsLots zugewiesen. Der Wert wird dabei durch die NormalizeDouble-Funktion auf die richtige Anzahl an Nachkommastellen gerundet, welche wir in der OnInit-Funktion ermittelt und der Integer-Variable LotsRundung zugewiesen haben.

       while ( IsTradeContextBusy() ) Sleep ( 10 ) ;
    Wir lassen den Experten über die Sleep-Funktion ein in Millisekunden (hier: 10) definiertes Nickerchen machen, solange (while...) die Tradingleitung zum Broker belegt ist, was wir über IsTradeContextBusy() erfahren.

       bool oc = OrderClose ( OrderTicket(), clsLots, OrderClosePrice(), UseSlippage,                                    clrCornflowerBlue ) ;
       }

    Zu guter letzt wird der Teilverkauf an sich durchgeführt. Die OrderClose-Funktion bestücken wir entsprechend mit den notwendigen Parametern Ordernummer OrderTicket(), Lotanzahl clsLots, aktueller Schließpreis (Bid oder Ask) OrderClosePrice(), maximal akzeptierte Kursabweichung (Slippage) UseSlippage (schon in OnInit-Funktion mit dem gewünschten Maximalwert belegt) sowie die Farbe clrCornflowerBlue des Pfeils, der vom EA bei Teilschließung in den Chart eingezeichnet wird.

    Schritt 4: Teilverkauf für SELL-Deals ergänzen

    Der Code, um Sell-Deals teilzuclosen ähnelt dem im letzten Schritt geschriebenen Code sehr stark. Wir können ihn daher per Copy & Paste in die Sell-Deal-Abfrage einfügen. Wir müssen dann nur noch eine kleine Änderung ergänzen:

    if ( BreakEven_Teilverkauf > 0 && BreakEven_Teilverkauf <= 100 )
    if ( OrderSelect ( Count, SELECT_BY_POS ) )
    if ( StringFind ( OrderComment(), "from #" ) < 0 )
    if ( BreakEven_Teilverkauf / 100 * OrderLots() >= MarketInfo ( Symbol(), MODE_MINLOT ) ) 
       {
       clsLots = NormalizeDouble ( BreakEven_Teilverkauf / 100 * OrderLots() ,                                              LotsRundung ) ;
       while ( IsTradeContextBusy() ) Sleep ( 10 ) ;
       oc = OrderClose ( OrderTicket(), clsLots, OrderClosePrice(), UseSlippage,                                    clrCornflowerBlue ) ;
       }

    Vor den Variablen clsLots und oc musste ich lediglich die Variablendefinition entfernen, da wir diese schon bei der Behandlung der Buy-Orders definiert haben und wir uns nicht im strikten Kompiliermodus befinden. Alles andere konnte eins zu eins von der Buy-Seite übernommen werden. (Im strikten Kompiliermodus #property strict hätten wir den kompletten Code inklusive der Variablendefinitionen übernehmen können.)

    Hinweis: um Copy&Paste zu vermeiden, hätten wir auch eine eigene Funktion schreiben können, die dann jeweils bei BUY und SELL abgefragt wird. Das bewirkt das exakt gleiche Ergebnis in der letztendlichen EA Verwendung, spart aber Platz im Code.

    Schritt 5: testen, ob der EA mit dem neuen MQL4-Code funktioniert

    Abschließend testen wir die neue EA-Version des mFX-MAXingPro noch, um sicherzustellen, dass die neuen Code-Module auch wirklich das bewirken, was wir mit ihnen beabsichtigt haben. Dazu rufen wir den Strategietester im MetaTrader 4 auf.

    Bei solchen Funktionalitätstests ist das Modell "Kontrollpunkte" ausreichend. Im folgenden Screenshot sehen Sie wunderbar, wie die Teilclosings nun in der Chart-Grafik aussehen, sowohl für Buy als auch für Sell. Wir beobachten in diesen Fällen zwei gestrichelte Linien vom Einstiegsmoment nach rechts. Die erste hin zum Moment des Breakeven-SL-Nachzugs und Teilverkaufs, die zweite hin zum Zeitpunkt des Schließens der Restposition.

    Funktioniert also alles wie gewünscht! Insbesondere im Fall des Buy-Teilverkaufs am 9. August um ca. 13 Uhr sieht man, wie positiv sich ein solcher Teilclose auf das Ergebnis auswirken kann. Die zwischenzeitlichen Kursgewinne konnten hier zumindest zur Hälfte (Teilverkauf von 50%) mitgenommen werden, während für die Restposition bei Gegensignal immerhin noch ein kleiner Gewinn verblieb.

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    MQL4-Intensivkurs in Stuttgart

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    Dann kommen Sie Ende Oktober zum nächsten MQL4-Intensivkurs - EA-programmieren lernen. Alle Details erfahren Sie hier: https://www.mindfulfx.de/mql4intensivkurs/

    Ich freue mich auf Sie!

    Allerbeste Programmier- und Tradingerfolge wünscht
    Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer

    Übergeordnete Trendeinschätzung umsetzen im MAXingPro EA

    Neulich erreichte mich eine Frage zu den Einstellungsmöglichkeiten des EA's mFX-MAXingPro. Dieser EA für MT4 handelt Signale aus Kreuzungen von zwei frei einstellbaren Moving Averages. Er kann die Kreuzungen je nach Wunsch des Traders trendfolgend, aber auch konträr umsetzen.

    Nun die Frage des EA-Käufers:

    Folgendes Problem bzw. folgender Wunsch:
    was muss ich machen, wenn ich nur Longsignale handeln will und der Deal beim nächsten Shortsignal geschlossen wird?
    Ich gehe bei den ganzen Überlegungen von dem von ihnen programmierten mFX-MAXingPro EA aus. Wenn ich einen stabilen Trend habe, kann ich ja festlegen, ob ich beim 1. Signal long oder short gehen will. Bei der nächsten Richtungsänderung soll der Deal geschlossen werden und dann soll der EA wieder beim nächsten Longsignal aktiv werden.
    — ein Käufer des mFX-MAXingPro EA's

    Danke für Ihre Frage. Den gewünschten Effekt erzielen Sie, indem Sie folgende Einstellungen im EA vornehmen:

    Close_bei_Gegensignal = true
    Max_offeneBuys = 1
    Max_offeneSells = 0
    Max_offeneDeals = 1

    Im Screenshot nebenan sehen Sie, wie dies dann in den EA Eingaben aussieht.

    So erreichen Sie, dass Sie den EA je nach Ihrer übergeordneten Trendeinschätzung z.B. nur Buy-Signale handeln lassen. Sie sind generell bullisch für den EURUSD, Brent oder DE30? Dann können Sie somit den MA-Kreuzungs-EA mFX-MAXingPro für MT4 entsprechend einsetzen und die Aufwärts-Swings mitnehmen.

    Herzliche Grüße und beste Handelserfolge
    Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA Programmierer

    PS: alle Infos und den Sofortdownload des Expert Advisors für MetaTrader 4 mFX-MAXingPro finden Sie unter folgendem Link: https://www.mindfulfx.de/maxingpro-ea

    Wie programmiert man einen EA, damit Range-Ausbrüche nur auf Schlusskursbasis getradet werden?

    In diesem Blogpost zeige ich Ihnen, wie Sie einem Expert Advisor (EA) für MetaTrader 4 (MT4) sagen können, dass er Signale nur auf Schlusskursbasis handeln soll. Das bedeutet, dass zum Eröffnungstick einer jeden Kerze der gerade festgestellte Kerzenschluss der Vorperiode analysiert wird. Das geschieht dann anstelle der ständigen Tick-für-Tick-Beobachtung.

    Ein Beispiel anhand unseres mFX-HochTiefAusbruch EA's: dieser vergleicht bislang bei jedem Kurstick, ob der aktuelle Bid-Kurs höher oder tiefer als die Handelsspanne der letzten 24 abgeschlossenen Kerzen liegt, wobei die Periodenanzahl '24' einstellbar ist durch den EA-Nutzer. Wenn ein Kursausbruch aus dieser gleitenden Range auf dieser kontinuierlichen Beobachtungsbasis vorliegt, tradet der EA vollautomatisch in Ausbruchsrichtung.

    Was aber, wenn Sie als Trader auf den Schlusskurs warten und damit eine eindeutige Signalbestätigung erhalten möchten, um viele voreilige Fehlsignale herauszufiltern? (Eine sehr ähnliche Schlusskurs-orientierte Ausbruchsstrategie hat übrigens die legendären Turtle Trader aus Chicago berühmt und reich gemacht.)

    Um ein Chart-Beispiel für Ausbruch auf Schlusskursbasis und Fehlausbruch auf kontinuierlicher Beobachtungsbasis zu betrachten, sehen Sie sich bitte obiges Video von Minute 0:27 bis Minute 1:24 an. Dann sehen Sie sofort, was ich meine.

    Jetzt zeige ich Ihnen die Elemente im MQL4-Code des EA's, die notwendig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Geänderte oder neue Codebestandteile werde ich dabei in Fettschrift darstellen.

    Schritt 1: EA-Datei unter neuem Namen abspeichern und Versionsnummer und Datum ändern

    Zunächst öffnen wir die mq4-Datei des EA's mFX-HochTiefAusbruch, die wir schon haben, und speichern sie unter einem neuen Namen (mFX-HochTiefAusbruch_v1.50) ab. Damit stellen wir sicher, dass wir jederzeit zur Ausgangs-Version v1.40 zurück kehren können, von der wir wissen, dass sie einwandfrei funktioniert.

    Nun ändern wir die Versionsnummer und das Erstellungsdatum ab, um unsere Arbeit im EA jederzeit identifizieren können. Die geänderte Code-Zeile lautet:

    #property version "1.50" // 14.08.2018

    Die neue Versionsnummer in Anführungszeichen wird nun im Reiter "Allgemein" des EA-Eigenschaften-Fensters ohne Anführungszeichen angezeigt.

    Schritt 2: Neue Eingabevariable definieren

    Wir fügen nun im Code-Block der Eingabevariablen eine neue durch den EA-Nutzer in den EA-Eingaben einstellbare boolesche Variable ein, also ein True/False- bzw. An/Aus-Schalter. Damit können wir später in der Nutzung des fertigen EA's zwischen alter und neuer Version hin und her springen, z.B. um in Tests festzustellen, in welcher Marktphase die ständige Ausbruchsbeobachtung besser ist und wann wir lieber die Schlusskursbetrachtung bevorzugen sollten.

    Die neue, eingefügte Code-Zeile lautet:

    extern bool AusbruchNurAufSchlusskursBasis = true ;

    Schritt 3: Eröffnungstick einer neuen Kerze erkennen

    Als nächstes benötigen wir einen Mechanismus, der feststellt, wann eine neue Kerze eröffnet wurde. Denn im Moment der neuen Kerzeneröffnung liegt uns effektiv ein gerade abgeschlossener Kerzenschlusskurs vor, den der EA auf Range-Ausbruch hin untersuchen soll.

    Dazu brauchen wir zunächst eine neue Datum-und-Zeit-Variable (Variablentyp "datetime" in MQL4) auf globaler Basis, also außerhalb aller Funktionen definiert. Diese Variable kann somit in der OnInit-Funktion einen ersten Wert erhalten, der dann einfach in der OnTick-Funktion verwertet werden kann.

    Wir nennen sie "CurrentTimeStamp", also der Zeitstempel der aktuellen Kerze, und fügen diese Variable im relevanten Code-Block zu schon bestehenden, global verfügbaren datetime-Variablen des EA's hinzu:

    datetime SignalTime, Waitzeit, WaitzeitTP, CurrentTimeStamp ;    

    Schritt 4: neue Variable mit erstem Wert belegen  

    In der OnInit-Funktion, die einmalig bei jedem Start des EA's durchlaufen wird, lassen wir den EA nun die neue Variable CurrentTimeStamp mit dem ersten Wert belegen. Das nennt sich auch "initialisieren".

    Innerhalb der geschweiften Klammern der OnInit-Funktion fügen wir folgende Code-Zeile ein:

    CurrentTimeStamp = Time[0] ;

    Time[0] fragt den Zeitstempel (Time) der aktuellen Kerze ([0]) ab. Time[1] wäre der Zeitstempel der zuletzt abgeschlossenen Kerze, Time[2] der davor etc.

    Schritt 5: Tick für Tick den Chart auf neue Kerze hin überprüfen

    Nun bewegen wir uns zur OnTick-Funktion. Das ist der Code-Bestandteil, in dem Sie definieren, was der EA bei jedem Empfang eines Kursticks des gewählten Chartsymbols berechnen und ausführen soll.

    Hier überprüfen wir nun jeden Tick, ob der Zeitstempel der aktuellen Kerze noch dem in der Variable CurrentTimeStamp festgehaltenen Wert entspricht. Wenn ja, befinden wir uns offensichtlich noch in der selben Kerze wie zum vorherigen Tick. Wenn nein, was in MQL4 durch die Zeichenkombination != geprüft wird, dann ist soeben eine neue Kerze eröffnet worden.

    In diesem letzteren Fall müssen wir eine zuvor neu definierte Wahr-Falsch-Variable NewBar (englisch für neuer Balken, neue Kerze) für diesen einen Kurstick auf WAHR (true) stellen sowie die CurrentTimeStamp-Variable auf den jetzt vorhandenen Zeitstempel anpassen.

    Das alles geht folgendermaßen:

    bool NewBar = false ;
    if (Time[0]  != CurrentTimeStamp)
       {
       NewBar = true ;
       CurrentTimeStamp = Time[0] ;
       }

    Für den Rest des OnTick-Codes, also alles, was unterhalb dieses eben eingefügten Code-Blocks geschrieben ist, kann nun die Variable NewBar, die nun exakt einen Tick lang auf True steht, als Hinweis auf die Kerzeneröffnungs-Situation verwertet werden.

    Schritt 6: Handelssignal auf beide Ausbruchsmethoden anpassen

    Den bestehenden Code, der ein Ausbruchs-Handelssignal in der kontinuierlichen Betrachtungsmethode auslöst, müssen wir nun daraufhin anpassen, dass er nur noch dann durchlaufen wird, wenn eben diese Ausbruchsmethode ausgewählt ist. Wir erinnern uns an Schritt 3: das wird dadurch durch den EA-Nutzer gesteuert, dass die Eingabevariable AusbruchNurAufSchlusskursBasis auf False gesetzt wird.

    Das fragen wir nun so ab:

    if ( !AusbruchNurAufSchlusskursBasis && Bid > LongLevel && HandelsRichtung >= 0 ) LongSignal = true ;
    if( !AusbruchNurAufSchlusskursBasis && Bid < ShortLevel && HandelsRichtung <= 0 ) ShortSignal = true ;

    Hinweise: LongLevel und ShortLevel sind Variablen, die aus Range-Untergrenze bzw. Range-Obergrenze ermittelt werden, siehe weiter unten. HandelsRichtung ist eine Eingabevariable des EA's, die die erlaubte Handels-Richtung definiert, also Long (1), Short (-1), oder Long&Short (0).

    Nun ergänzen wir Code für den Fall, dass AusbruchNurAufSchlusskursBasis auf True eingestellt ist:

    if ( AusbruchNurAufSchlusskursBasis && NewBar && Close[1] > LongLevel && HandelsRichtung >= 0 ) LongSignal = true ;
    if ( AusbruchNurAufSchlusskursBasis && NewBar && Close[1] < ShortLevel && HandelsRichtung <=0 ) ShortSignal = true ;

    Damit fragen wir nun diese Ausbruchslogik nur einmal pro Kerze ab (NewBar, also zum ersten Tick einer Kerze) und vergleichen dann den gerade festgestellten Schlusskurs (Close[1]) mit der Range.

    Schritt 7: Range aus den richtigen Kerzen ermitteln

    Kommen wir nun zur Range-Ermittlung, also zur Berechnung der Variablen LongLevel und ShortLevel. Diese müssen wir nun noch so anpassen, dass sie bei der Schlusskurs-basierten Verwendung unseres Ausbruch-EA's die Range aus den richtigen Kerzen ermittelt.

    Wir befinden uns ja im Moment der Kerzeneröffnung schon in einer neuen Kerze, wollen aber nun die Vorkerze mit den vor dieser Vorkerze liegenden Extremkursen vergleichen. Daher müssen wir die Höchst- und Tiefstkursabfrage um eine Kerze nach links verschieben, den Abfrage-Shift also um eins erhöhen.

    Das machen wir so:

    int barshift = 0 ;
    if ( AusbruchNurAufSchlusskursBasis ) barshift = 1 ;
    double RangeUp = High [ iHighest ( NULL, 0, MODE_HIGH, HochTief_Perioden, 1+barshift ) ] ;
    double RangeLo = Low [ iLowest ( NULL, 0, MODE_LOW, HochTief_Perioden, 1+barshift ) ] ;
    double LongLevel = RangeUp + ( Puffer_Pips * UsePoint ) ;
    double ShortLevel = RangeLo - ( Puffer_Pips * UsePoint ) ;

    LongLevel und ShortLevel werden in dieser Programmierweise durch einen Zwischenschritt berechnet. Zunächst berechnen wir die Variablen RangeUp und RangeLo, die den höchsten Höchstkurs bzw. den tiefsten Tiefstkurs innerhalb der durch die Eingabevariable HochTief_Perioden in Anzahl Kerzen definierten Rangedauer zugewiesen bekommen. Danach adjustieren wir die Range noch um einen manuellen Puffer, der durch die Eingabevariable Puffer_Pips in Pips vom EA-Nutzer definiert wird. UsePoint enthält dann unsere Pip-Definition: 1 Pip = 0,0001 Kursbewegung, wenn 4- oder 5-stellig quotiert wird; 1 Pip = 0,01 Kursbewegung, wenn 3-stellig quotiert wird; 1 Pip = 1,00 Kursbewegung, wenn 0-, 1- oder 2-stellig quotiert wird.

    Diese sieben Schritte sind nun im MQL4-Code für den EA mFX-HochTiefAusbruch eingefügt, wodurch Sie nun ab sofort in Deals einsteigen können, so wie die Turtle Traders aus Chicago es getan hätten - nur mit dem klitzekleinen Unterschied, dass Sie es mit einem EA voll automatisch haben können anstatt manuell die Märkte überwachen zu müssen.

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    Herzliche Grüße und beste Wünsche für Ihr eigenes Trading
    Ihr Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer