EUR schwach, USD stark - weiter so?

Zwei wichtige Themen bestimmen derzeit den Fokus der EUR-USD-Trader. Die Zinsentwicklung in den USA, die aufwärts tendiert, und die Frage, ob die Europäische Zentralbank (EZB) der US-Notenbank Fed folgen wird, um in der Geldpolitik die Zügel anzuziehen.

In den USA liegt seit letzter Woche die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe wieder über 3% p.a. - zum ersten mal seit Jahren. Das stärkt den Dollar gegen viele Währungen. Dagegen riefen EZB-Präsident Mario Draghis Worte letzte Woche bei der Pressekonferenz nach Verkündung des Zinsentscheids für die Eurozone keine nachhaltigen Euro-bullischen Reaktionen hervor.

Diese Nachrichtenlage und, noch viel wichtiger, die Marktreaktion darauf, spricht für einen weiter fallenden Eurokurs in US-Dollar.

Unser Martingale-EA Trading-Projekt "Mensch vs. Maschine" hat letzte Woche in beiden Konten ein paar Federn lassen müssen. Grund dafür war die oben genannte Marktreaktion. Siehe dazu die folgende Abbildung, die den Equity-Verlauf der beiden Setups beschreibt.

Im "Mensch"-Konto sieht Manager Maik Schober weiter in EURUSD long und EURCHF short die richtige Positionierung - muss sich aber in Geduld üben. In EURUSD haben wir jüngst die 3. Verdoppelung ausgeführt. Ein weiterer Nachkauf darf somit noch ausgeführt werden. Wenn es danach weiter abwärts geht im Kurs, stünde ein Reißleinen-Event ins Haus.

Im "Maschine"-Konto lassen wir bewusst unsere Markteinschätzung außen vor. Hier liegen wir derzeit in der ersten Verdoppelung auf der Buy-Seite, haben also noch sehr viel Luft auf der Unterseite. Neue Buys und Sells sind derzeit wegen des Schnell-Bewegungsschutzes nicht erlaubt. Um neue Deals wieder zu aktivieren, muss der Kurs einen Schwank nach oben unternehmen. Hier lauert die 5-Tage-Linie, die über den Sicherheitsmechanismus wacht.

Es bleibt wie immer spannend.

Ihnen allen beste Trading-Erfolge
Cristof Ensslin von mindful FX, Ihr EA-Programmierer