Kostenloses MT4-Skript: Vertikale Linie auf allen offenen Charts gleichzeitig einzeichnen und Chart automatisch als Vorlage abspeichern

Für das heutige Trading-Update unseres Martingale-EA-Trading-Tests "Mensch vs. Maschine" habe ich mir ein kleines, nettes Hilfsmittel gebastelt.

Für den MetaTrader lassen sich ja nicht nur Expert Advisors selbst programmieren, sondern auch Skripte. Mit deren Hilfe können einmalige, manuelle Eingriffe automatisiert werden.

Wie Sie im unteren Video sehen werden, kann ich nun auf Knopfdruck

  1. meine wöchentlichen, roten Senkrechtlinien auf allen Charts pro MT4 gleichzeitig an die richtige Stelle einzeichnen lassen.
  2. Die aktuellen Chart-Objekte und -Einstellungen werden als Vorlage (Template) abgespeichert, so dass ich nach einem (unweigerlich irgendwann nötigen) MT4-Neustart alle Kauf- und Verkaufpfeile und Trade-Linien und eben auch die roten, vertikalen Wochen-Trennlinien leicht wieder aufrufen kann.

Klasse, oder? :-) Mich begeistert es einfach immer wieder, was mit ein bisschen "Rumprogrammieren" alles möglich ist im MetaTrader 4.

Möchten Sie das Skript verwenden? Als besondere Überraschung für Sie als meinen treuen Blog-Leser stelle ich es Ihnen kostenlos zur Verfügung! Einfach Ihren Namen und Ihre Email-Adresse eintragen und schon ist der Downloadlink in Ihrem Email-Postfach:

Nun noch viel Spaß mit dem wöchentlichen Martingale-EATrading-Update per Video, in dem Sie auch sehen werden, was das MT4-Skript für Sie automatisch erledigt:

Endlich geht's bergauf in beiden Martingale-EA Verwendungen

Nach diesen ersten verlustigen Wochen des Martingale-EA Trading-Projekts "Mensch vs. Maschine" geht's nun zum ersten Mal bergauf.

Der starke EURUSD-Aufwärtstrend hielt ein wenig inne, nachdem letzten Freitag die Non-Farm Payroll Daten aus den USA besser als erwartet ausgefallen waren und sich der US-Dollar gegen die meisten Währungen stärken konnte.

Man sieht die Erholung auf unseren Konten in der Abbildung rechts. Auf dem höher gehebelten Konto "Mensch" fiel die Erholung stärker aus als bei "Maschine". Der reine EA-Ansatz liegt allerdings vorne - was natürlich nach jetzt ca. sechs Wochen Trading noch nicht signifikant aussagefähig ist.

Nach einem starken Trend folgt oft Langeweile am Markt. Folgt nach der starken EUR-Rallye nun die Seitwärtsphase? Das könnte beiden Martingale-EA Tradingkonten zu gute kommen in den nächsten Wochen.

Warten wir's ab.

Hier das wöchentliche Video-Kommentar, mit exklusivem Einblick in die Konten und die MT4 Trading Charts mit laufendem EA auf unserem VPS:

Gift für Martingale-EA bei "Mensch" und "Maschine"

Die letzten Tage brachten Verluste für unser "Maschine-" und auch das "Mensch-" Konto.

Im reinen EA-betriebenen Konto "Maschine" lief die EURUSD-Short Seite in die Reißleine. Es wurden statt Risikoerhöhung und Eröffnung einer sechsten Position alle (zusammen gerechnet 0.16 Lots) Sell-Positionen geschlossen und von neuem mit Start-Lotsize 0.01 begonnen.

Über das Reißleinen-Geschehen in EUR-CHF-Short auf Konto "Mensch" schreibt Manager Maik Schober:

"In der letzten Woche konnte sehr gut gesehen werden, wie stabil Trends verlaufen können. Der Euro marschierte gegenüber dem CHF 'in einem Rutsch' von 1,10 auf 1,14.

"Derartig stetige Trends sind Gift für den Martingale-EA. Für unser Setup hat das die Konsequenz, dass bei knapp unter 1,1380 CHF/EUR alle offenen Positionen bei Reißleine, also statt Eröffnung des sechsten Deals der Serie, mit Verlust geschlossen wurden. Alternativ hätten wir das Modell so kalibrieren können, dass erst beim Totalverlust des Kontos die Positionen geschlossen werden. Das wollten wir aber aus risikotechnischen Gründen nicht, wie ausführlich im Analyse-PDF beschrieben. Die nächsten Tage werden zeigen, ob unsere Kalibrierung oder die alternative ex post besser gewesen wäre.

"Gleichzeitig zeigt die jüngste Entwicklung auch, dass Unvorhergesehenes regelmäßig eintritt. Hätte mir vor 8 Wochen jemand gesagt, dass EUR-CHF bei 1,14 notiert, hätte ich sofort dagegen gewettet (und das habe ich ja auch, siehe dieses Martingale-EA-Setup). Genau dort liegt das Problem bei Martingale-Systemen: Regelmäßig treten Dinge ein, mit denen niemand gerechnet hat – und das führt zu dem seltenen, aber harten Verlust dieses Handelsmodells.

"Ich bleibe meiner Linie eines starken Frankens treu und handle die Short-Seite weiter. Die kleine Excel-Tabelle rechts zeigt auf, dass bei 1,1777 (Bid) der nächste Reißleinen-Verlust realisiert werden würde, falls zwischenzeitlich der Kurs nicht auf einen 80 Pips entfernten Take Profit-Kurs gefallen sein wird."

Bei Konto "Maschine" für EURUSD-Short wird's brenzlig

EURUSD war weiter stark bullisch seit letztem Montag.

Entsprechend konnte das EURUSD-Buy-Konto in der Strategie-Umsetzung "Maschine" Gewinne verbuchen.

Im EURUSD-Sell-Konto "Maschine" wird's dagegen brenzlig, siehe dieses Video-Update:

Das Konto "Mensch", in dem Maik Schober die EA-Eingaben gemäß seiner Markterwartung einstellt, löste ebenfalls zwei weitere EURUSD-Sell-Deals aus. Allerdings sind diese noch ein bisschen weiter von einer "Reißleine"-Kurslage entfernt - siehe ebenfalls obiges Video.

In unserem Analyse-PDF über die Martingale-Strategie können Sie nachlesen, wie unsere Echtgeld-Umsetzung des Martingale-EA's genau aussieht:

Video zeigt aktuelle Entwicklung und EA Eingaben

Seit letzter Woche passierte nicht viel in unserem Martingale-EA-Trading Experiment. Nur in EURCHF beim Konto "Mensch" kam am letzen Dienstag nachmittag ein Sell-Deal hinzu, weil die 80-Pip-Verlustmarke des ersten Deals erreicht worden war.

Die EURCHF-Short-Seite verpasste kurz nach diesem zweiten Dealeinstieg ihren TP und läuft seitdem seitwärts, unter gewohnten Schwankungen.

Hier ein kurzes Video, wie die EA Eingaben auf unserem Server (VPS) im MetaTrader 4-Konto umgesetzt wurden:

EURCHF Sell und EURUSD Sell in Martingale-EA Einsatz mit diskretionären Levels

Seit letztem Donnerstag, 6.7.2017, läuft auch das im Analyse-PDF angekündigte Echtgeldkonto mit unserem Martingale-EA mit diskretionärem Entscheidungselement. Die ersten Deals sind gemacht, und zwar ein Sell in EURUSD und ein Sell in EURCHF.

Sie können dieses Tradingkonto unter folgendem Link verfolgen: https://www.mql5.com/de/signals/320814

Mit welchen Einstellungen laufen diese beiden Strategien und wie hat Kontomanager Maik Schober die Einstellungen gewählt? Er berichtet:

„Ich habe mir die Frage gestellt, wohin der Kurs meiner Meinung nach nicht hinlaufen wird. In EURCHF denke ich, dass der Kurs nicht auf 1,05 absinken wird, weil die Schweizerische Nationalbank (SNB) bei ca. 1,06 immer wieder interveniert hat. Ich glaube andererseits auch nicht, dass EURCHF über 1,13 steigen wird, einfach weil dies ein seit 2015 sehr hoher Kurs wäre und es einen für mich unwahrscheinlichen Ausbruch nach oben darstellen würde. Vorher wird der Kurs nach unten wieder abdrehen.

„Ich habe nun meine Matrix (Tabelle 1 auf Seite 6 des Martingale-EA-Analyse-PDF's) dahingehend kalibriert, dass bei 1,05 der sechste Deal aufgebaut werden würde und damit die Reißleine gezogen würde. Daran glaube ich nicht. Daher habe ich von dort aus hochgezählt, mit einem der Volatilität angemessenen TP- und Nachkaufabstand von 50 Pips. Daraus ergibt sich, dass der erste Einstieg bei oder 1,0750 erfolgen darf."

Der EA wird also auf dem EURCHF-Chart mit folgenden Einstellungen für die Buy-Seite gestartet:
Richtung = nurLong
Einstiege_nur_wenn_Bid_unter = 1.075
TP_Pips = 50

„Alle anderen Eingaben bleiben auf Standard-Einstellung," kommentiert Maik Schober weiter. „Wenn's dann in Richtung 1,05 läuft, werden alle 50 Pips weitere Positionen aufgebaut. Ich glaube dann aber, dass es auf jeden Fall zumindest eine kurze Bewegung nach oben geben wird, so dass ich wegen der Positionsverdopplung wieder mit Gewinn herauskomme. Nur im Fall, dass es unter 1,05 läuft und im EA die Reißleine gezogen wird, werde ich mit Verlust die Positionen schließen.

„Auf der Oberseite, also der Short-Seite, denke ich, dass der Kurs nicht über 1,13 steigen wird. Zurückgerechnet komme ich dann also, bei maximal 5 Positionen im Verlust- und Nachkauffall, auf einen Pip-Abstand von 80 Pips und einem Start-Niveau bei 1,09."

Die Abbildung rechts zeigt die EA-Eingaben für EURCHF Short. Schober fasst zusammen:

„Ich habe eben die Markterwartung, dass der EUR-CHF-Kurs im Prinzip zwischen 1,05 und 1,13 CHF gefangen bleiben wird bis auf weiteres. Wenn ich beide Seiten, also Buy und Sell, handeln würde, würde es mit diesen Einstellungen nicht funktionieren. Daher beschränke ich mich darauf, die Sell-Seite nur über 1,09 und die Buy-Seite nur unter 1,075 zu handeln, um meine Gewinnchancen in diesem Szenario zu maximieren.

„Dieses Prinzip zieht sich auch EURUSD durch: also, wohin glaube ich, dass der Kurs nicht gehen wird? Meine Range hier ist 1,055 und 1,19. Die Range ist also größer, weshalb ich abgewogen habe zwischen TP- und Nachkaufabständen und Anfangsniveau. Ersteres habe ich für Shorts und Longs auf 110 Pips festgelegt, letzteres auf Kurs größer 1,135 für Sell-Deals bzw. Kurs kleiner 1,11 für Buy-Deals.“

Die Maschine läuft: Martingale-EA mit ersten Deals

Seit Anfang letzter Woche ist der Martingale-EA, den wir in diesem Analyse-Papier unter die Lupe und begutachtet haben, in der "Maschine"-Version auf Handelssymbol EURUSD live. Die ersten Deals sind gemacht, sogar schon zwei TP-Stufen und zwei Nachkauf-Stufen sind erfolgt: die Gewinnmitnahmen auf der Buy-Seite, die Nachkäufe auf der Sell-Seite.

Technisch sind die beiden Handelsrichtungen übrigens auf getrennten Konten eingerichtet worden. Das liegt daran, da die "Maschine"-Konten bei einem Broker in USA eingerichtet sind. Während in Europa (und quasi im fast vollständigen Rest der Welt) Deals in beide Richtungen gleichzeitig zugelassen werden, sind solche Hedge-Positionen in den USA nicht erlaubt, zumindest nicht für Privat-Investoren. Daher haben wir den Umweg über zwei MT4-Konten gewählt. Auf dem einen läuft der Martingale-EA nur mit Richtung "Buy", auf dem anderen nur "Sell".

Diese beiden Konten können Sie hier auf der mql5.com-Community verfolgen:

Buy-Seite: https://www.mql5.com/en/signals/317634

Sell-Seite: https://www.mql5.com/en/signals/317636

Es ist spannend zu beobachten, wie der Expert Advisor nun im Live-Betrieb seine Arbeit leistet. Es sind auf Anhieb gleich Unterschiede zum Backtest sichtbar. Während in der theoretischen Untersuchung der Spread fix auf 20 Punkte, also 2 Pips eingestellt war, unterliegen die Deal-Ausführungen im Echtgeld-Handel variablen Spreads.

Das bedeutet zum Beispiel, dass auf der Buy-Seite der Folgedeal nach dem ersten Take-Profit einen leicht größeren Abstand zwischen Closing und Neueinstieg vorliegt als es der Backtest gezeigt hätte.

Auf der Sell-Seite sind dagegen aktuell 3 Deals mit zusammengerechnet 0,04 Lots geöffnet. Anstelle von Eröffnungskursen, die im Backtest des EA's exakt 100 Pips voneinander entfernt liegen, konnten hier nun minimal bessere Einstiegskurse erzielt werden.

Ob das gut oder schlecht ist, wird sich erst mit der Zeit zeigen. Die Verschiebung im Buy sieht auf den ersten Blick schlechter aus, da höher gekauft wurde. Das bedeutet aber bei einer Abwärtsbewegung, dass auch früher eine Nachkaufposition eingegangen wird, die eine eventuell direkt folgende Kurs-Wende ausnutzt, während in der theoretischen Betrachtung dieser Deal vielleicht gar nicht gemacht worden wäre. Auf der Sell-Seite sieht's genau umgedreht aus: auf Anhieb steht ein Vorteil zu Buche, da zu einem höheren Kurs Short gegangen wurde. Ob sich diese Vertikalverschiebung am Ende auszahlt, steht aber noch in den Sternen.

Daher ist's ja jetzt so spannend, aus der Theorie, also der ausführlichen Backtest-Analyse, in die Praxis überzuleiten. Wir bleiben dran und halten Sie informiert!

Viel Erfolg für Ihren eigenen Handel
Cristof Ensslin und Maik Schober

Live-Trading verfolgen: Mensch gegen Maschine

...oder sollte es besser heißen: "Mensch mit Maschine" gegen "Maschine alleine"?

In unserem Analyse-Papier zur Verwendung des Martingale-EA's, ob das klassische Martingale-Prinzip sinnvoll im Devisenmarkt anwendbar ist, kündigten wir an, dass wir den Tradingansatz mittels des programmierten und untersuchten Expert Advisors mit echtem Geld austesten werden.

Dazu wird es in der Tat hier auf dieser Web-Seite www.mindfulfx.de/martingale-ea in Kürze weitere Informationen dazu geben. Das "Maschine"-Konto steht schon und wird seit Anfang dieser Woche getradet. Das "Mensch"-Konto ist in der finalen Eröffnungs-Phase und wird voraussichtlich ab Anfang nächster Woche live geschaltet.

Mit welchen diskretionären Elementen wird die "Mensch mit Maschine"-Strategie bestückt sein?

Genau das erfahren Sie im Laufe der nächsten Woche hier auf diesem Blog, sobald der erste Trade des EA's im MT4-Konto eingebucht ist. Am besten, Sie speichern sich diese Seite www.mindfulfx.de/martingale-ea unter Ihren Favoriten im Browser ab und schauen regelmäßig vorbei, ob's was Neues gibt.

Oder möchten Sie eine Email erhalten, wenn wir ein Update zum Martingale-EA-Trading veröffentlichen? Dann tragen Sie sich hier in unseren speziell dafür eingerichteten Martingale-EA-Trading-Email-Verteiler (wow, langes Wort!) ein:

Danke für Ihr Interesse und das Vertrauen, das Sie uns entgegen bringen!

Bis bald auf dieser Website,
Cristof Ensslin und Maik Schober

Lassen sich Martingale-Systeme sinnvoll handeln? Wir haben den Check gemacht.

Auf der Suche nach hohen Trefferquoten und stabiler Rendite stoßen viele Trader über kurz oder lang auf einen Handelsansatz namens “Martingale”. Dieses Modell, welches sich übrigens sehr für den Einsatz Expert Advisors (EA) in MetaTrader 4 (MT4) eignet, verspricht kontinuierliche Gewinne und somit eine stabile Aufwärtsentwicklung der Equity-Kurve des eigenen Handelskontos. Auf der anderen Seite der Medaille steht das Risiko des Totalverlustes. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist allerdings gering, zumindest kurzfristig betrachtet, weswegen etliche Trader die Strategie trotzdem einsetzen - ob als EA oder manuell getradet.

Wir möchten mit einer ausführlichen Analyse das klassische Martingale-System erklären, auf Herz und Nieren prüfen und dann der Frage nachgehen, ob ein sinnvoller Umgang mit dem System und seinen Risiken möglich ist und, wenn ja, wie ein solcher aussehen kann.